Nicht nur die Fans von Eintracht Frankfurt zeigen Solidarität in der Corona-Krise.

Volles Stadion, emotionale Momente - das alles wird es in nächster Zeit in der Bundesliga und somit auch für Eintracht Frankfurt nicht geben. Sportvorstand Fredi Bobic appelliert deshalb an die Fantasie der Spieler.

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Wenn die Bundesliga demnächst wieder starten sollte, wird sie das ohne Zuschauer im Stadion tun. Für Eintracht Frankfurt, wo sonst rund 50.000 Fans die heimische Arena in einen Hexenkessel verwandeln, eine große Umstellung. "Wir werden uns daran erst mal gewöhnen müssen", gibt auch Sportvorstand Fredi Bobic zu.

"Aber natürlich immer mit diesem Blick und diesem Traum - Augen zumachen und sagen: Wir arbeiten jetzt darauf hin, wenn das Stadion wieder voll ist", rät er Spielern und Verantwortlichen. "Diese Bilder müssen wir im Kopf behalten, wie es ist, mit Fans und mit Emotionen."

"Das sind auch nur Menschen"

Auch die Spieler machten sich Gedanken, wie es werden wird, mitten in der Corona-Krise Fußball zu spielen, erzählt Bobic. "Wir haben auch sehr viele Gespräche und da hörst du schon raus, dass der ein oder andere nicht so sicher ist, wie er damit umgehen soll - kann ich Zweikämpfe machen oder nicht? Das sind auch nur Menschen."

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Und doch ist das Team dem Sportvorstand zufolge "bereit", so es denn von der Politik grünes Licht für eine Wiederaufnahme der Saison geben sollte. "Wenn der sportliche Wettkampf wieder da ist, dann will man auch gewinnen. Das ist immer das beste Gefühl."

Hellmann sieht "Übergangsszenarien"

Axel Hellmann sieht den nahenden Geisterspielen ebenfalls mit gemischten Gefühlen entgegen. "Ich glaube, dass es noch eine ganze Ecke dauern wird, bis der Ball wieder rollt, wie wir es lieben und schätzen - nämlich mit Zuschauern", so der Eintracht-Vorstand. Die Pläne für ein Saisonfinale ohne Fans seien "Übergangsszenarien, damit der Fußball weiter bestehen kann".

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Hellmann ist zudem überzeugt, dass die Corona-Krise im Fußball langfristige Veränderungen mit sich bringen wird. "Das eine ist das bewusste Erleben dieser Momente, das andere wird ganz sicher ökonomische Aspekte betreffen." Eins wird jedoch auf alle Fälle bleiben, wenn es nach dem 48-Jährigen geht: "Ich bin fest davon überzeugt, dass der Fußball immer ein großer Volkssport sein wird."