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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die Eintracht vor dem Geisterspiel-Neustart gegen Gladbach

Imago Hütter

Vor dem Re-Start der Bundesliga weiß man auch bei Eintracht Frankfurt nicht so genau, wo man steht. Trainer Adi Hütter ist vor dem Spiel gegen Gladbach optimistisch, die Quarantäne verlief gut. Auf einen wichtigen Spieler wird er aber verzichten müssen.

Alles neu macht der Mai, heißt es ja im Volksmund, und selten galt das in der Geschichte der Bundesliga so sehr wie im Mai 2020. Corona-Pandemie und Geisterspiele, Hotel-Quarantäne und Hygienekonzept: Wenn am Wochenende der Ball nach zweimonatiger Unterbrechung wieder rollt, ist im Fußball-Oberhaus nichts mehr, wie es im März noch war.

Das gilt freilich auch für Eintracht Frankfurt. Auch bei den Hessen weiß nach nur zwei Wochen Mannschaftstraining und einer Woche Hotel-Quaranänte niemand so richtig, wo genau man steht. Auch wenn Eintracht-Trainer Adi Hütter auf der Pressekonferenz am Freitag versicherte: "Bei uns war alles sehr reibungslos. Wir hatten tolle Rahmenbedingungen und eine kurze Anreise zum Stadion, um gut trainieren zu können. Die Woche ist schnell vorübergegangen."

"Jeder einzelne muss mit der Situation klarkommen"

Immerhin stimmen also die Bedingungen, das Training hat den Trainer zufriedengestellt und einen Kalou oder Herrlich hat laut Hütter bei den Hessen auch keiner gemacht. Wie die Leistung dann in der Praxis aussieht, wird sich indes zeigen. Geänderte Abläufe, keine Fans – die Umstände stellen eine große Unbekannte dar. Das weiß auch Hütter. "Das werden andere Spiele als gewohnt, es gilt die Mannschaft auf das Prozedere vorzubereiten. Jeder einzelne muss mit der Situation klarkommen."

So könnte die Eintracht spielen:

Aufstellung Eintracht Gladbach

Das muss laut Hütter nicht nur ein Nachteil sein. "Es wird sich herauskristallisieren, dass Spieler in eine Rolle kommen, die wir so nicht erwartet haben", so Hütter. Schon unter der Woche unkte Franz Beckenbauer, nun schlüge die Stunde der Trainingsweltmeister. Hütter pflichtet zumindest halbwegs bei. "Es gibt Spieler, auch in der Bundesliga, die mit dem Druck im Stadion manchmal größere Probleme haben als unter der Woche im Training", so Hütter. Andersherum gelte aber auch: "Wir leben von dieser Emotionalität und den Zuschauern, speziell zuhause. Das gibt vielen Spielern den emotionalen Kick."

"Paciencia wird zu hundert Prozent ausfallen"

Zum Problem könnte derweil auch die arg eingeschränkte Gegneranalyse werden. "Natürlich haben wir eine Analyse gemacht", so Hütter, der sich mit seinem Team das Geisterspiel der Gladbacher gegen Köln vor zwei Monaten vorknöpfte. Mittlerweile ist zwar viel Zeit ins Land gegangen, eine runderneuerte Gladbacher Mannschaft erwartet Hütter jedoch nicht. "Ihr Spiel ist bekannt. Schnelles Umschaltspiel, sie bringen sehr viele Spieler in die Box, haben eine hohe Intensität". Es gelte, sich auf genau das einzustellen. "Wir müssen parat sein, dürfen keine Räume geben, müssen nach Ballverlust schnell umschalten."

Verzichten muss Hütter beim Projekt Geisterauftakt auf Stürmer Goncalo Paciencia. "Paciencia wird zu hundert Prozent ausfallen, er hat sich vor zehn Tagen eine Muskelverletzung zugezogen und hofft, dass er in zwei bis vier Wochen wieder im Mannschaftstraining sein kann." Ebenfalls fehlen wird Marco Russ mit leichten Problemen an der Ferse. Der zuletzt ebenfalls angeschlagene Sebastian Rode ist hingegen fit. "Rode ist wieder im Mannschaftstraining und eine Option", so Hütter, der in den nächsten Wochen möglichst viele Optionen brauchen wird. "Wir möchten versuchen, variabel zu bleiben. Denn Fakt ist: Wir haben in den kommenden 29 Tagen neun Spiele."

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