Sebastian Rode von Eintracht Frankfurt

In der Hinrunde war Sebastian Rode nach einer Knie-OP lange nur eine Randfigur, in der Rückrunde soll sich das aber ändern. Wie wichtig ein fitter Kapitän für Eintracht Frankfurt ist, könnte schon das Auftaktspiel gegen den BVB zeigen.

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Rode: "Hinrunde war nicht einfach"

Rode und Burkhardt im Zweikampf
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Auch im Pressegespräch mit Sebastian Rode gab es am Dienstag zunächst nur ein Thema: den E-Roller-Unfall von Oliver Glasner. Der Kapitän von Eintracht Frankfurt musste ausführlich berichten, wie es dem Österreicher nach seinem schmerzhaften Neujahrs-Sturz inklusive Jochbeinbruch so geht – und vor allem: wie er denn aussieht. "Sein Gesicht ist geschwollen, einen Schönheitswettbewerb gewinnt er in dieser Woche nicht mehr", scherzte Rode nach dem Trainings-Comeback seines Trainers.

Nur zwei Tage nach seiner Operation stand Glasner am Dienstag wieder auf dem Trainingsplatz und verzichtete damit auf die für Ottonormal-Arbeitnehmer wohl selbstverständliche Schonung seines Körpers. "Er blendet das aus und ist heiß aufs Wochenende", fasste Rode zusammen. Dort wartet am Samstag (18.30 Uhr) immerhin Borussia Dortmund. Für Schmerzen und Jammern bleibt da keine Zeit.

Rode bislang nur Teilzeitkraft

Ein Umstand, den auch Rode nur zu gut kennt. Der 31-Jährige, dessen Verletzungshistorie im Normalfall für eine ganze Mannschaft ausreicht, kämpft sich aktuell wieder einmal – und ebenfalls – nach einer OP zurück ins Team. Nach einem arthroskopischen Eingriff im Knie im Sommer verpasste der Mittelfeldspieler den Bundesliga-Saisonbeginn komplett und sammelte im Anschluss wettbewerbsübergreifend insgesamt nur elf Kurzeinsätze. In der Startelf stand er genau einmal: am 17. Spieltag gegen den 1. FSV Mainz 05. "Für mich persönlich war die Hinrunde nicht ganz einfach."

Bei den großen Problemen im August, September und Oktober konnte Rode nicht eingreifen, danach erlaubte sein Körper immer nur kurze Belastungsphasen. Sein Joker-Tor beim 2:1-Sieg in Fürth leitete die Wende zum Guten bei der Eintracht zwar mit ein, eine zentrale Figur war Rode in dieser Saison bis dato allerdings nicht. "Es war am Ende sehr schön, wieder ein bisschen länger auf dem Platz zu stehen. Ich war selbst überrascht." An einen Einsatz über die vollen 90 Minuten war bislang jedoch noch nicht zu denken. Und ob sich das schnell ändert, bleibt abzuwarten.

Rode muss sein lädiertes Knie weiter regelmäßig schonen und genau auf seinen Körper hören. "Es ist immer noch ein Prozess. Das Knie muss sich stabilisieren." Stichwort: Belastungssteuerung.

Jakic nach Corona-Infektion vor Comeback

Im Bundesliga-Topspiel am Samstag gegen den BVB ist Rode – Knie hin oder her – auf der Doppelsechs aber unverzichtbar und nach der Corona-Infektion von Kristijan Jakic erst einmal gesetzt. Der Kroate wurde inzwischen zwar negativ getestet und könnte schon am Mittwoch wieder ins Training einsteigen, eine optimale Vorbereitung sieht aber mit Sicherheit anders aus. "Ich bin so eingestellt, dass ich von Anfang an spielen könnte", so Rode. Wie lange er durchhält, entscheidet sich dann wohl erst im Spiel.

Dort, auf dem Rasen, könnte es dann auch erste Hinweise auf den weiteren Verlauf der Spielzeit geben. Die Eintracht startet als Tabellen-Sechster ins neue Jahr und ist nach dem spektakulären Jahres-Endspurt ein heißer Kandidat für die internationalen Plätze. Mit einem Erfolg gegen den Tabellen-Zweiten aus Dortmund könnte die Euphorie trotz fehlender Fans weiter steigen, selbst bei einer Niederlage muss sich aber wohl niemand Sorgen machen.

"Die Mannschaft ist stabil und der Trainer sorgt weiter für Fortschritt. Er lässt keine Resignation zu", so Rode. Heißt: Die Eintracht hat sich nach schwierigem Start gefangen und strotzt inzwischen vor Selbstbewusstsein. Das Ziel ist klar: "Wir hatten schon vor der Saison die Europa-League-Plätze im Blick. Da wollen wir auch dranbleiben." Mit einem fitten Kapitän Rode würden die Chancen auf eine weitere Saison in Europa definitiv weiter steigen.

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