Ali Akman

Sommer-Neuzugang Ali Akman von Eintracht Frankfurt hat Probleme mit seinem Club Bursaspor. Dort wurde der 18-Jährige suspendiert. Hintergrund ist ein Konflikt um den ablösefreien Wechsel. Und: Die Fans laufen Sturm.

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Der Wechsel von Ali Akman zu Eintracht Frankfurt war ein echter Coup. Das 18 Jahre alte türkische Sturmtalent wechselt ablösefrei im Sommer vom türkischen Zweitligisten Bursaspor zu den Hessen. Keinen Cent muss die Eintracht für Akman bezahlen - was nun für reichlich Wirbel in der Türkei sorgt. Denn: Der Stürmer wurde am Dienstag von seinem Club auf unbestimmte Dauer suspendiert. Die Begründung: Sein Transfer sei "unethisch" abgelaufen. Spielt Akman nun bis zum Sommer keine Minute mehr?

Hintergrund der Fehde ist dem Vernehmen nach tatsächlich die nicht vorhandene Ablöse. Bursaspor ist in der Türkei für seine gute Jugendarbeit bekannt, Akman spielt bereits seit 2015 für den Club, der nach dem Abstieg in die zweite Liga finanzielle Sorgen hat. Nun verlässt er den Verein, ohne dass dieser einen Cent für ihn sieht. Eine zweistellige Millionen-Ablöse wäre sicher möglich gewesen.

Neben der Eintracht weitere Interessenten

Die Anhänger von Bursaspor fordern auch deswegen seit dem verkündeten Wechsel, dass Akman nicht mehr für den Zweitligisten spielen soll, und laufen Sturm. Diesem Druck scheint die Vereinsführung, die selbst ein Transferverbot aufgrund der finanziellen Lage auferlegt bekommen hat, nun nachzugeben - auf dem Rücken des 18-Jährigen.

Akman, an dem nach hr-sport-Informationen auch die gesammelte Riege der türkischen Topclubs sowie Top-Vereine aus Frankreich und England interessiert waren, muss all das nun wohl ausbaden. Kein guter Zeitpunkt für die Entwicklung des Stürmers, der als technisch versiert, klein, quirlig und für sein Alter sehr abgezockt beschrieben wird.

Ali Akman: Was macht die Eintracht?

Bleibt die Frage, was die Eintracht bei diesem Dilemma tun kann. Dass die Hessen mit Akman nicht unbedingt im Sommer planen, ist möglich. Der Sprung von Bursaspor, vom Niveau her zu vergleichen mit dem unteren Teil der 2. Bundesliga, zu den Frankfurtern scheint enorm groß. Eine Leihe ist durchaus denkbar. Doch auch dann würde dem 18-Jährigen zuvor ein halbes Jahr Spielpraxis fehlen.

Dem Vernehmen nach wollen sich die Hessen erst einmal einen Überblick der Lage verschaffen. Auf hr-sport-Nachfrage äußerten sich die Frankfurter nicht zur Personalie Akman. Dass die Eintracht-Verantwortlichen aber mit Sorge in Richtung Bursaspor schauen dürften, ist ebenfalls klar.