Filip Kostic von Eintracht Frankfurt

Filip Kostic hat seit dem Januar bei Eintracht Frankfurt eine neue, offensivere Position. Klappt das auf Dauer? Zweifel sind angebracht. Das Spiel in Düsseldorf am Wochenende könnte ein wenig Klarheit bringen.

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Auch Adi Hütter ist nicht vor Selbstlob gefeit. Wahrscheinlich ist das niemand auf dieser Welt. Auf die Frage, von welcher Entwicklung einer seiner Eintracht-Spieler nach seiner ersten Bundesliga-Saison er am meisten überrascht war, überlegte er nicht lange und entschied sich für: Filip Kostic. Eine Begründung für das Wiedererstarken des Flügelflitzers lieferte er im Gespräch mit dem hr-sport gleich hinterher: "Ich habe eine Position für ihn gefunden, an die er selbst vielleicht nicht so gedacht hat." Und die war: links außen in der Fünferkette. Seit dem Jahr 2020 gibt es diese Position aber nicht mehr. Das könnte auch Folgen für Filip Kostic haben.

Seit diesem Januar lässt Hütter mit der Eintracht ein neues 4-2-3-1-System spielen, das defensiv zu einem 4-4-2-Riegel wird. Für Kostic bedeutet das, dass er hinter sich mit Evan N'Dicka einen - wie es der Franzose selbst ausdrückt - "Bodyguard" hat. Lästige Defensiv-Aufgaben wie in der Hinrunde hat der Serbe keine mehr. Offensive pur - so ist seine neue Fahrtrichtung.

Treffer gegen Leipzig

Auf den ersten Blick scheint das zu passen. Gegen Hoffenheim und gegen Leipzig war Kostic einer der Besten im Eintracht-Dress - wenn nicht gar der Beste. Bei der TSG zum Rückrundenauftakt traf er zweimal die Latte, bereitete zudem das zwischenzeitliche 2:1 durch Timothy Chandler vor. Gegen RB traf er mit dem Schlusspfiff zum 2:0-Endstand. Ist die neue Position also genau die richtige für Kostic?

Um diese Frage zu klären, dürfte das Spiel in Düsseldorf am Samstag (15.30 Uhr) der Gradmesser werden. Und nicht die Partien gegen 1899 und RB. Der Grund dafür: Gegen Hoffenheim und Leipzig hatte Kostic trotz der Systemumstellung eine Menge Platz. Sowohl die TSG als auch die Sachsen wollten das Spiel machen, die Eintracht hatte dadurch in ihren Umschaltmomenten eine Menge Raum vor sich - genau das Spiel von Kostic.

"Es ist Wahnsinn, was der rennt"

Der Serbe agierte dadurch fast wie in der Hinrunde, legte besonders gegen die TSG einen Sprint aus der eigenen Hälfte nach dem anderen hin. "Es ist Wahnsinn, was der rennt. Wir sollten ihn weiter rennen lassen - denn für uns ist das nur gut", beschreibt es Eintracht-Stürmer Goncalo Paciencia. Nur: Gegen die Fortuna dürfte das anders werden.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Paciencia über Kostic: "Wahnsinn, was der rennt"

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Seit dem vergangenen Spieltag befinden sich die Düsseldorfer auf dem letzten Tabellenplatz. Es ist wohl auszuschließen, dass die Fortuna genauso am Spiel mit dem Ball interessiert sein wird, wie es Hoffenheim und Leipzig waren. Dadurch dürften die Räume in der Offensive enger werden - auch für Kostic.

Kostic kennt die Position

Bei seinen zwei Stationen vor der Zeit in Frankfurt, beim VfB Stuttgart und beim Hamburger SV, spielte der Serbe genau dort. Im ersten Jahr beim VfB wusste er durchaus zu überzeugen, das zweite Jahr in Stuttgart schon nicht mehr komplett, beim HSV blieb er zwei Jahre unter seinen Möglichkeiten. Erst Hütter und die neue Position sorgten für die Kostic-Explosion bei der Eintracht.

Nun also die Rückkehr zur bedingungslosen Offensive. Verheddert, verzettelt sich der Serbe in der Offensive, wenn er nicht mehr so viel Platz hat? Wie oftmals in Stuttgart und Hamburg? Kostic hat ab dem Samstag die Chance zu zeigen, dass Leipzig und Hoffenheim keine Eintagsfliegen waren - und Adi Hütter, trotz allen Selbstlobes, mit seiner Aussage über die Position des Serben nicht ganz recht hat.

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