Eintracht Hoffenheim Hinspiel

Vorhang auf für das Fußball-Jahr 2020 für Eintracht Frankfurt. Zum Auftakt wartet "Lieblingsgegner" Hoffenheim auf die Hessen. Das erste Spiel im neuen Jahr könnte dabei direkt die Richtung vorgeben.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht Frankfurt reist zum Rückrunden-Auftakt zur TSG Hoffenheim

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Eintracht Frankfurt startet am Samstag (15.30 Uhr) in die Bundesliga-Rückrunde. Bei der TSG 1899 Hoffenheim geht es bereits jetzt um drei wichtige Punkte - und darum, einen Fehlstart zu vermeiden. Das Hinspiel Mitte August hatten die Hessen mit 1:0 gewonnen.

Die Ausgangslage

Bei der Eintracht herrscht die große Hoffnung, dass die Tanks der Profis, die am Ende der Hinrunde überdeutlich leergespielt waren, wieder aufgefüllt sind. Im Trainingslager in Florida nutzte Trainer Adi Hütter die Zeit, um in Ruhe im taktischen Bereich zu arbeiten und sein Team auf eine mögliche Systemumstellung auf eine Viererkette vorzubereiten. Mehr Flexibilität ist das eine Ziel, mehr Punkte, um den Tabellenkeller der Bundesliga schleunigst wieder zu verlassen, das andere. Zur Erinnerung: Den schweren Rucksack von sieben Punktspielen in Folge ohne Sieg tragen die Hessen nach wie vor mit sich.

Definitiv anders sieht die Stimmungslage rund um den Jahreswechsel bei der TSG Hoffenheim aus. Die Kraichgauer beendeten die Hinrunde mit zwei Siegen binnen weniger Tage, unter anderem drehten sie gegen Dortmund ein 0:1 in ein 2:1. Als Tabellensiebter klopft Hoffenheim zwar erneut an den Türen zum internationalen Geschäft, die dafür nötige Konstanz geht der TSG bislang allerdings ab. Siegen gegen Bayern München (2:1), Schalke 04 (2:0) oder eben den BVB stehen Niederlagen gegen Freiburg (0:3), Mainz (1:5) oder Augsburg (2:4) gegenüber. Auch die Kraichgauer dürften daher froh gewesen sein, in der Winterpause zumindest kurz durchschnaufen zu können.

Das Personal

Aufseiten der Frankfurter steht Torwart Kevin Trapp vor seiner Rückkehr. Der 29-Jährige hat seine Ende September erlittene Schulterverletzung auskuriert und trainiert seit dem Trainingslager in Florida voll mit. Die Ausfälle von Mittelfeldabräumer Gelson Fernandes (Sehnenriss im Hüftbeuger) und Kreativspieler Daichi Kamada (Bänderriss) reißen unerwartete Lücken in Hütters Viererketten-Puzzle. Innenverteidiger David Abraham ist nach seiner wochenlangen Sperre am Ende des vergangenen Jahres wieder spielberechtigt.

So könnte die Eintracht spielen:

Aufstellung TSG SGE

Bei der TSG wird Torwart Philipp Pentke im Alter von 34 Jahren sein Bundesliga-Debüt feiern. Der Ersatzkeeper soll als Vertreter des Stammtorwarts Oliver Baumann (Meniskusverletzung) zwischen den Pfosten stehen. Das hat TSG-Trainer Alfred Schreuder bereits festgelegt und Pentke damit den Vorzug vor dem Neuzugang und Ex-Darmstädter Michael Esser gegeben. Der Einsatz des israelischen Stürmers Munas Dabbur, den die Kraichgauer für zwölf Millionen Euro vom spanischen Erstligisten FC Sevilla verpflichtet haben, ist offen. Auch Robert Skov (Muskelverletzung) ist fraglich.

So könnte Hoffenheim spielen: Pentke - Posch, Nordtveit, Hübner, Skov - Grillitsch - Rudy, Geiger - Bebou, Kramaric - Dabbur

Das sagen die Trainer

Adi Hütter (Eintracht Frankfurt): "Die Vorfreude ist auf alle Fälle da. Unser Wunsch ist es, im ersten Spiel gegen Hoffenheim unsere eklatante Auswärtsschwäche beheben zu können. Dass wir in der Auswärtstabelle auf dem letzten Platz stehen, passt mir überhaupt nicht. Wir gehen mit guten Vorsätzen in dieses Spiel, weil ich finde, dass wir ordentlich trainiert haben. Leipzig hat eine tolle Mannschaft und einen guten Trainer. Ich sehe sie als heißen Kandiaten für die Meisterschaft."

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hütter: "Das passt mir überhaupt nicht"

Eintracht-Coach Adi Hütter im Trainingslager in Florida
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Alfred Schreuder (TSG Hoffenheim): "Die Eintracht hatte am Ende eine schwierige Hinrunde. Die Mannschaft hat die meisten Spiele absolviert und war am Ende müde. Frankfurt ist eine physisch sehr starke Mannschaft. Sie sind sehr stark bei Standardsituationen und haben mit Filip Kostic sowie Gonçalo Paciência als Beispiel auch hohe individuelle Qualität. Beide Teams spielen eine andere Grundordnung als damals. Wir erwarten Frankfurt dieses Mal in einer Viererkette. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe sein. Im Hinspiel hatte Frankfurt die Unterstützung der eigenen Fans, dieses Mal haben wir unsere Fans als Vorteil."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Bei der Eintracht steht ein Spieler im Fokus, der in den vergangenen Monaten nur zugucken durfte: Kevin Trapp. Der Torwart der Frankfurter feiert nach seiner ausgeheilten Schulterverletzung sein Comeback im Tor der Hessen. Das bestätigte Trainer Adi Hütter schon vor der Partie. "Kevin Trapp wird im Tor spielen", sagte der Coach. Während der Sieglos-Serie im November und Dezember war es zwar mitnichten so, dass das größte Problem der Eintracht im Tor stehen würde, dennoch dürfte die Rückkehr Trapps den Frankfurtern Sicherheit geben.

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zum Video Trapp im Interview: "Hab' keine Angst, auf die Schulter zu fallen"

Stand Trapp
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Bei der TSG, die in dieser Saison ein wenig unter dem medialen Radar fliegt, war es in der Winterpause alles andere als ruhig. Stürmer-Star Ishak Belfodil sorgte für Stunk, zudem verließ der langjährige Führungsspieler Kevin Vogt die Kraichgauer in Richtung Bremen. Durch den Vogt-Weggang rückt nun Defensiv-Spezialist Havard Nordtveit in den Fokus. Er soll die Hoffenheimer Abwehr dirigieren und den Eintracht-Sturm so zahm halten, wie er sich in den letzten Spielen des Kalenderjahres 2019 bereits präsentierte.

Die Statistik des Spiels

Der Begriff "Lieblingsgegner" wäre vielleicht etwas übertrieben. Dennoch zählt 1899 Hoffenheim definitiv zu jenen Bundesliga-Clubs, gegen die Eintracht Frankfurt in der jüngeren Vergangenheit gerne und gerne auch erfolgreich gespielt hat. In den vergangenen fünf Aufeinandertreffen gab es zuletzt drei Frankfurter Siege in Serie sowie vorher bereits zwei Unentschieden. Nur gegen Fortuna Düsseldorf hat die Eintracht aktuell eine längere Siegesserie von vier gewonnenen Duellen vorzuweisen.