Der Europa-League-Pokal

Harter Brocken für die Frankfurter Eintracht in der Europa League: Die Hessen bekommen es in der Zwischenrunde mit dem österreichischen Champions-League-Absteiger RB Salzburg zu tun. Sportdirektor Hübner spricht von einem Hammerlos.

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Bruno Hübner
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Es ist nicht der ganz große Name, aber definitiv eine riesige sportliche Herausforderung geworden. Eintracht Frankfurt bekommt es in der Runde der letzten 32 Mannschaften der Europa League mit RB Salzburg zu tun. Das ergab die Auslosung am Montag im schweizerischen Nyon.

"Salzburg ist ein Hammerlos. Ich freue mich auf das Highlight", sagte Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner zum Duell gegen den österreichischen Meister, der zunächst am 20. Februar (18.55 Uhr) in Frankfurt gastiert, ehe es eine Woche später (27. Februar/21 Uhr) zum Rückspiel in Salzburg kommt.

Erfolgreicher Powerfußball

Erling Haaland

"Sie haben eine Topmannschaft, die in einer sehr schweren Champions-League-Gruppe nur knapp ausgeschieden ist und allen Spitzenclubs Paroli bieten konnte", warnte Hübner vor dem Königsklassen-Absteiger. Als Gruppendritter mussten sich die Salzburger dem FC Liverpool und dem SSC Neapel geschlagen geben, durften aber bis zuletzt aufs Weiterkommen hoffen.

16 Tore in sechs Gruppenspielen bedeuteten zudem den viertbesten Wert aller Teams in der aktuellen Champions-League-Saison. "Natürlich wird dieser Powerfußball eine große Herausforderung für uns. Aber daran messen wir uns und an genau solchen Aufgaben wachsen wir auch", so Hübner. Shootingstar der Salzburger ist der von zahlreichen Topclubs umworbene 19-jährige Mittelstürmer Erling Haaland, auf dessen Konto alleine acht Vorrunden-Treffer gingen.

Red-Bull-Wochen in Frankfurt

Der Eintracht stehen in den Pokal-Wettbewerben 2020 damit Red-Bull-Wochen ins Haus. Im DFB-Pokal empfangen die Hessen im Achtelfinale RB Leipzig (4. Februar). In der Europa League geht es gegen die kleine österreichische Schwester.

"Uns wurde erneut ein großer Name zugelost, sicher mit eine der schwierigsten Aufgaben", urteilte auch Torwart Kevin Trapp, der sich dennoch zuversichtlich zeigte: "Bisher haben wir uns gegen solche Mannschaften immer gut geschlagen. Wir können zu Hause im Hinspiel den Grundstein legen, um in die nächste Runde einzuziehen." Frankfurt (2019) und Salzburg (2018) schafften es in den vergangenen beiden Jahren jeweils bis ins Halbfinale der Europa League.

Rückkehr für Hinteregger und Hütter

Für Eintracht-Trainer Adi Hütter ist das Spiel eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Von 2007 bis 2008 trainierte er den RB-Nachwuchs, von 2014 bis 2015 die erste Mannschaft. "Auf der einen Seite freue ich mich auf das Wiedersehen mit Salzburg, auf der anderen Seite ist uns bewusst, dass wir ein schweres Los erwischt haben", sagte Hütter. Auch Verteidiger Martin Hinteregger stand von 2010 bis 2016 in der Mozartstadt unter Vertrag.

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Gegen Salzburg spielte die Eintracht in der internationalen Fußball-Historie übrigens genau einmal. Im Frühjahr 1994 scheiterten die Hessen im Viertelfinale des UEFA-Cups an Casino Salzburg, wie das Team damals noch hieß. Schuld daran hatte auch der heutige Eintracht-Coach. Hütter schoss die Österreicher zum 1:0-Sieg im Hinspiel und traf im entscheidenden Elfmeterschießen im Rückspiel vom Punkt (Endstand: 4:5 n.E.).

Sendung: hr-iNFO, 16.12.2019, 13.40 Uhr