Eintracht Frankfurt Werder Bremen Jubel Andre Silva

Eintracht Frankfurt hat mit einem am Ende ungefährdeten Heimsieg über Werder Bremen das letzte der vier Pokal-Halbfinal-Tickets gelöst. In der Nachspielzeit gab es jedoch einen Wermutstropfen.

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Nur noch ein Schritt bis Berlin: Eintracht Frankfurt ist durch einen ungefährdeten 2:0 (1:0)-Heimsieg über Werder Bremen am Mittwochabend ins DFB-Pokal-Halbfinale eingezogen. Die beiden Frankfurter Treffer in einer über die meiste Zeit eher unspektakulären Partie erzielten André Silva (45.+6) und Daichi Kamada (60.). In der Nachspielzeit sah Filip Kostic völlig unnötigerweise die Rote Karte.

Der Elfmeter sei sicherlich die Schlüsselszene und eine glückliche Entscheidung für die Eintracht gewesen, sagte Coach Adi Hütter nach der Partie. "Aber in Summe, über 90 Minuten, haben wir verdient gewonnen – auch wenn Werder Bremen ein unangenehmer Gegner war." (Mehr Stimmen gibt es hier.)

Trapp muss früh ran, Elfmeter bringt die Wende

Dabei war die Eintracht durchaus schleppend in die Partie gestartet. Die erste Chance der Frankfurter, bei denen Sebastian Rode kurzfristig aufgrund einer Magen-Darm-Grippe ausfiel, entsprang nicht der eigenen Kreativität, sondern einem Bremer Fehler. Kevin Vogt trat in der 11. Minute am Ball vorbei, wodurch Kamada per Zufall im Strafraum an den Ball kam. Seine Hereingabe verpasste Silva aber knapp.

Nach dieser Chance bekamen die Hessen die Partie langsam in den Griff. Viel sprang aber nicht dabei heraus. Erst zum Ende der ersten Halbzeit meldeten sich auch die Bremer im Spiel an. Kevin Trapp im Eintracht-Tor musste bei einem Kopfball von Davie Selke (35.) sowie einem präzisen Distanzschuss von Maximilian Eggestein (42.) zweimal stark parieren.

Das Highlight des eigentlich sehr Highlight-armen ersten Abschnitts gab es kurz darauf aus heiterem Himmel. Wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff zeigte Schiedsrichter Felix Zwayer an, dass sein Kollege an den Bildschirmen ihm ein Signal gegeben hätte. Hieß: ab an den Seitenrand.

Silva trifft vom Punkt

Nach Ansicht der Bilder entschied er darauf, dass Ludwig Augustinsson den Ball bei einem Kopfball von Timothy Chandler mit der Hand gespielt hatte. Und das im Strafraum der Bremer. Kurzum: Silva durfte an den Punkt, traf sicher zum 1:0 und schickte die Eintracht so mit einer Führung in die Pause (45.+6).

Nach einem kurzen Feuerwerk in der Bremer Fankurve ging es mit Verspätung in den zweiten Abschnitt, in der die Eintracht dann - einmal mehr ein wenig aus dem Nichts - früh für die Vorentscheidung sorgte. Nach einer sehenswerten Flanke von Kostic stand Kamada goldrichtig und traf aus kurzer Distanz zum 2:0 (60.).

Kostic sieht spät die Rote Karte

Die Eintracht führte damit auf einmal mit zwei Toren Vorsprung - und keiner wusste so wirklich, warum. Der Hütter-Elf war das freilich egal. Mit Ruhe und Ballsicherheit beherrschte sie nun das Geschehen auf dem Feld. Der Bremer Stecker war gezogen, viel kam von den Hanseaten nun nicht mehr. Lediglich Milot Rashica prüfte noch den fehlerlosen Trapp (84.).

In der Nachspielzeit sah Kostic nach einem Foul an Ömer Toprak berechtigterweise die Rote Karte und fehlt damit mindestens im Halbfinale. Toprak wurde schwer verletzt: Er kam mit Verdacht auf Wadenbeinbruch ins Krankenhaus.

Weitere Informationen

Eintracht Frankfurt - SV Werder Bremen 2:0 (1:0)

Frankfurt: Trapp - Toure, Abraham, Hinteregger, N'Dicka - Sow, Ilsanker - Chandler (77. da Costa), Kamada (82. Kohr), Kostic - Silva (90. Paciencia)

Bremen: Pavlenka -  Vogt (82. Sargent), Toprak, Moisander - Gebre Selassie,  M.Eggestein Klaasen, Augustinsson (90. Woltemade) - Bittencourt (66. Osako), Selke, Rashica

Tore: 1:0 Silva (45.+6/HE), 2:0 Kamadda (60.)                
Gelbe Karten: Abraham, Hinteregger - Bittencourt, Selke   
Rot: Kostic (90.+2) 

Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)       
Zuschauer: 51.500 (ausverkauft) 

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