Makoto Hasebe

Eintracht Frankfurts Oldie Makoto Hasebe glänzt gegen Leverkusen mit starker Leistung auf neuer alter Position. Und bestätigt damit seinen Trainer Adi Hütter - und Otto Rehhagel.

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zum Video Die Eintracht-Pressekonferenz nach dem Sieg gegen Leverkusen

Eintracht-Trainer Adi Hütter
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Wenn ein besonnener Zeitgenosse wie Martin Hinteregger derart ins Schwärmen gerät, muss etwas Außergewöhnliches passiert sein. "Was er gespielt hat, ist der Wahnsinn", jubelte Hinteregger nach dem 2:1-Sieg gegen Leverkusen. Adressat der Lobeshymnen: Makoto Hasebe, hinter dem Hinteregger zentral Hasebe verteidigte. "Als ich die Aufstellung mit Hasebe auf der Sechs erfuhr, habe ich mich richtig gefreut."

Grund zur Freude hatten am Samstagnachmittag alle, die es mit den Hessen halten. Eine überzeugende Leistung, ein verdienter Sieg gegen ein Spitzenteam. Und mittendrin: Oldie Hasebe, der trotz seines Alters von bald 37 Jahren immer wieder und wieder unter Beweis stellt, welche Bereicherung er für das Team von Adi Hütter sein kann. So auch beim 2:1-Sieg gegen Bayer Leverkusen, als er zum heimlichen Matchwinner avancierte.

Mehr Spielkontrolle, mehr Spielkultur

Nach dem Ausfall des gelbgesperrten Sebastian Rode rutschte der Japaner gegen Bayer überraschend in die Startelf – zum ersten Mal in dieser Spielzeit im defensiven Mittelfeld und nicht auf der dem Alter etwas angemesseneneren Liberoposition. Eine überraschende Nominierung, die sich vollends auszahlte. Mit Hasebe hatte die Eintracht im Zentrum mehr Zugriff und Spielkontrolle, ein ums andere Mal kochte Hasebe Leverkusens fast zwanzig Jahre jüngeren Shooting-Star Florian Wirtz ab.

Fast noch wichtiger aber Hasebes Impulse nach vorn. Hatten die Hessen den Ball, war es nicht selten der Japaner, der die Kugel clever verteilte. "Mit seiner Intelligenz und spielerischen Qualität tut er uns auf der Sechs extrem gut", so Hinteregger. "Er schlägt viele Bälle nicht einfach blind weg, sondern bringt sie gut zum Mann."

"Es ist relativ einfach, neben Makoto zu spielen"

Und wie. Hasebe hatte gegen Leverkusen die meisten Ballkontakte aller Frankfurter und wusste meist etwas damit anzufangen. Die vorgezogene Position Hasebes bedeutete sichtlich mehr Spielkultur im Frankfurter Spiel, es war die Entscheidung Hütters gegen mehr Zweikampfhärte im Zentrum und für mehr spielerische Lösungen.

Zumal Djibril Sow mit dem erfahrenen Hasebe an seiner Seite regelrecht aufblühte. "Es ist relativ einfach, neben Makoto zu spielen. Gefühlt hat er schon 1000 Spiele in der Bundesliga gemacht. Er hilft mir enorm und coacht das ganze Team", so Sow nach der Partie.

"Ich habe diese Entscheidung noch nicht getroffen"

Dabei sah es schon so aus, als würden sich die Wege Hasebes und der Eintracht im Sommer nach dann sieben Jahren trennen. Erst im Dezember deutete Hütter ein Karriereende Hasebes an, ruderte anschließend aber zurück. Auch Hasebe sagte zuletzt: "Ich habe diese Entscheidung noch nicht getroffen." In seiner gegenwärtigen Form wäre es auch nicht überraschend, würde Hasebe noch einmal verlängern. Schließlich, das wusste ja schon Trainer-Legende Otto Rehhagel, gibt es keine jungen und alten Spieler, sondern nur gute und schlechte. Hasebe ist aktuell das beste Beispiel dafür.