Axel Hellmann

Wie bewertet die Eintracht die Saison? Was geht auf dem Transfermarkt? Und wie läuft die Zusammenarbeit mit Markus Krösche? Axel Hellmann und Oliver Frankenbach haben in einer Pressekonferenz die wichtigsten Fragen rund um die aktuelle Situation und die Zukunft von Eintracht Frankfurt beantwortet.

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Einzug in die Europa League, Fan-Enttäuschung und viele personelle Fragezeichen: Bei Eintracht Frankfurt fällt das Saisonfazit gemischt aus. Wie bewerten die Verantwortlichen die abgelaufene Spielzeit und das, was nun bevorsteht? Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Pressekonferenz von Vorstandssprecher Axel Hellmann und Finanzvorstand Oliver Frankenbach.

Wie bewertet die Eintracht intern die Saison 2020/2021?

Mit etwas Abstand sind sich alle einig: Platz fünf und der damit verbundene Einzug in die Gruppenphase der Europa League sind ein großer Erfolg für den Verein. "Es gilt festzuhalten, dass Eintracht Frankfurt eine herausragende Saison gespielt hat", sagte Hellmann und verwies auf die 60 Punkte, die 28 Tore von Stürmer André Silva und die Tatsache, dass man keine einzige Heimniederlage kassierte. "Wenn uns vor der Saison das einer gesagt hätte, hätte jeder gesagt, dass wir das unterschreiben."

Welchen Einfluss hatten die Entscheidungen von Fredi Bobic und Adi Hütter, den Verein zu verlassen, auf den Ausgang der Saison?

Inzwischen leugnet bei der Eintracht niemand mehr, dass die Verkündungen von Bobic und Hütter am Ende vermutlich die Champions League gekostet haben. Auch wenn Hellmann es diplomatisch ausdrückt: "Lebens- und Karriereentscheidungen haben eine Rolle gespielt, aber es wäre zu einfach zu sagen, dass die mangelnde Stabilität des Gesamtgebildes nur auf Hütter und Bobic zurückzuführen wäre." Nach dem Verspielen von sieben Punkten Vorsprung und der Blamage auf Schalke könne man jedoch nicht gleich zur Tagesordnung übergehen.

Wie groß ist die Vorfreude auf die Europa League?

Trotz der verpassten Champions-League-Qualifikation ist die Vorfreude auf die Europa League, in der die Eintracht in der jüngeren Vergangenheit schon eindrucksvoll unterwegs war, deutlich spürbar. "Ich schaue mir an, wer in den Ligen auf den Euro-League-Plätzen steht und denke mir: Das ist schon nicht so schlecht", schwärmte Hellmann. Allerdings ist auch sehr viel davon abhängig, ob in der kommenden Saison wieder vor Fans gespielt werden kann. "Wir brauchen Zuschauer, davon lebt der Wettbewerb. Eine Europa League ohne Zuschauer kann ich mir für Eintracht Frankfurt nicht vorstellen."

Wie wird der Transfersommer für die Eintracht?

Die Angst der Fans ist, dass zahlreiche Leistungsträger wie Silva, Filip Kostic oder Martin Hinteregger den Verein verlassen könnten, ist allgegenwärtig. Hellmann rechnet mit einem langen Transfersommer, bei dem sich auch durch die EM einiges bewegen könnte. "Silva ist sicher einer der heißesten Stürmer im europäischen Markt", so seine Einschätzung. Allerdings: "Zur Wahrheit gehört auch, dass wir keinen Spieler verkaufen müssen." Frankenbach hält die Summen, die aktuell kolportiert werden, für unrealistisch. "Alle haben vergessen, dass wir Corona hatten und es Klubs gibt, die am Rande der Insolvenz stehen." Für Einschätzungen, wer am Ende also wirklich gehen wird und wer der Eintracht auch in der kommenden Saison erhalten bleibt, ist es also noch zu früh.

Wie geht es mit den Leihspielern weiter?

Eintracht Frankfurt hat am Montag sechs Spieler offiziell verabschiedet - darunter auch Luka Jovic und Markus Schubert, die von Real Madrid bzw. Schalke 04 ausgeliehen waren. Die Hoffnung auf weitere Spiele von Jovic im Eintracht-Trikot wollte Vorstand Axel Hellmann in der Pressekonferenz am Sonntag jedoch noch nicht komplett zu den Akten legen. "Wir werden uns mit ihm sicherlich weiter beschäftigen", sagte er.
Bei den Spielern, die die Eintracht selbst in der abgelaufenen Saison verliehen hatte - nämlich Goncalo Paciencia, Frederik Rönnow (beide Schalke 04) und Dejan Joveljic (Wolfsberger AC) - solle nach ihrer Rückkehr im Sommer entschieden werden, wie es weitergeht.

Wie gut passt der neue Sportvorstand Markus Krösche ins Team?

Während der neue Trainer noch gesucht wird, ist mit Markus Krösche bereits ein neuer Sportvorstand an Bord. Und in Frankfurt ist man überzeugt, den richtigen Mann verpflichtet zu haben. "Er ist ein Teamplayer und sehr umtriebig. Ich mache mir keine Sorgen um die Zusammenarbeit", so Frankenbach. Hellmann, der ebenfalls ein persönliches Gespräch mit Krösche geführt hat, pflichtete ihm bei: "Markus Krösche hat Eintracht Frankfurt verstanden. Er ist sich der Größe der Aufgabe bewusst."

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Blick ins leere Heimspiel-Studio. Text: Saisonfazit 2020/2021.
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