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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht Frankfurt vor dem Köln-Spiel

Adi Hütter

Eintracht Frankfurt will gegen den 1. FC Köln endlich zurück in die Erfolgsspur finden. Der "Effzeh" kommt allerdings mit Rückenwind. Und dann wären da noch die Frankfurter Verletzungssorgen. Das Wichtigste zum Spiel.

Im letzten Heimspiel des Kalenderjahres 2019 trifft Eintracht Frankfurt zu Hause auf den Aufsteiger aus Köln (20.30 Uhr). Der FC steckt tief drin im Tabellenkeller, hat am Wochenende gegen Leverkusen aber Selbstvertrauen getankt. Für die Eintracht geht es darum, den Abwärtstrend zu stoppen.

Die Ausgangslage

Zu sagen, bei der Eintracht würde es momentan nicht laufen, wäre ein mittelgroße Untertreibung. Cheftrainer Adi Hütter befindet sich mit den Hessen in seiner ersten veritablen Krise. Verlieren die Hessen auch noch gegen Köln, stecken die Frankfurter mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt. Ein Sieg gegen das Team von Trainer Markus Gisdol ist dadurch Plicht, es soll nicht schon wieder ein direkter Konkurrent aufgebaut werden.

Beim FC sah die Gemengelage lange Zeit ähnlich aus. Am Rhein folgte ein Nackenschlag auf den nächsten. Gerade das letzte Wochenende könnte aus Kölner Sicht aber die erhoffte Trendwende gebracht haben. Gegen den rheinischen Rivalen aus Leverkusen gelang der sehnlichst erwartete Sieg. Aus Sicht der Eintracht eventuell zum genau falschen Zeitpunkt.

Das Personal

Die Personallage bei der Eintracht hat sich nach dem Spiel auf Schalke nicht wirklich verbessert. Lucas Torro fällt längerfristig aus, auch Frederik Rönnow hat sich am Sonntag verletzt und wird mehrere Wochen fehlen. Damit steht gegen Köln in Felix Wiedwald der etatmäßig dritte Keeper im Tor. David Abraham fehlt zudem weiter aufgrund seiner Sperre.

Es gibt aber auch ein paar positive Nachrichten. Mijat Gacinovic wird nach dem üblen Tritt von Schalke-Keeper Alexander Nübel und seiner Rippenprellung gegen die Kölner wohl dennoch zur Verfügung stehen. Wieder dabei ist auch Mittelfeld-Renner Dominik Kohr, der seine Sperre abgesessen hat. Eine Option ist nach ausgestandener Erkrankung auch Gelson Fernandes.

So könnte die Eintracht spielen

Mögliche Aufstellung Eintracht gegen Köln

So könnte Köln spielen: Horn - Schmitz, Bornauw, Czichos, Katterbach - Skhiri, Hector - Thielmann, Drexler, Jakobs - Cordoba

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Der Blick geht immer nach oben. Wir müssen weiter optimistisch bleiben. Wir müssen dem FC über 90 Minuten einen harten Kampf anbieten. Markus Gisdol hat dort einen frischen Wind reingebracht. Dazu wird es wichtig sein, dass unsere Fans eine Europacup-Atmosphäre kreieren."

Markus Gisdol (1. FC Köln): "Für uns ist es wichtig, dass wir gegen Leverkusen ein positives Signal gesendet haben. Wir treffen auf einen Gegner, der einige Spiele in den Knochen hat und auf Schalke ein intensives Spiel hatte. Uns ist es natürlich nicht entgangen, dass die Eintracht in letzter Zeit nicht so erfolgreich war. Wir haben dafür ein Erfolgserlebnis im Rücken. Und diesen Schwung wollen wir mitnehmen."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Beim 1. FC Köln aktuell nach Spielern zu suchen, die irgendwie über dem Durchschnitt spielen, ist gar nicht so einfach. Wenn es überhaupt so etwas wie einen Gewinner der letzten Wochen gab, dann ist das Stürmer Jhon Cordoba. Der Kolumbianer mit dem exotisch platzierten H im Vornamen kam vor zweieinhalb Jahren für erstaunliche 17 Millionen Euro aus Mainz nach Köln, dort aber nie so recht ins Rollen. In den letzten Wochen zeigt seine Formkurve allerdings sachte nach oben: Gegen den FC Augsburg als auch im Derbysieg gegen Leverkusen netzte Cordoba.

Auf Frankfurter Seite wird viel davon abhängen, ob die Offensivreihe zu ihrer Power zurückfindet. Hoffnung macht dabei Bas Dost, der nach seinen Leistenproblemen gegen Schalke bereits wieder spielte und die dortigen Strapazen gut verkraftet hat. "Bas hat das Spiel auf Schalke sehr gut überstanden. Er versprüht Energie und Freude. Das tut uns in unserer Situation gerade gut", so Hütter. Gut möglich, dass er gegen Köln direkt wieder ran darf.

Die Statistik des Spiels

Sollte Eintracht-Coach Adi Hütter diesen Text lesen, hier ein gut gemeinter Ratschlag: Gegen den 1. FC Köln ruhig mal aus der zweiten Reihe draufhalten. Die Eintracht hat in dieser Saison zwar noch nicht ein einziges Mal per Fernschuss getroffen, der "Effzeh" aus Köln allerdings schon fünf Treffer aus der Distanz kassiert - Ligahöchstwert. Wenn es also mit dem Traumtor aus 20+ Metern klappen soll, dann gegen die Kölner. In diesem Sinne: Gönnt euch!