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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Pyro und Sturmhauben: Belgische Fans bei Anreise gestoppt

Fans von Standard Lüttich schwenken Fahnen

Römerberg gesperrt, Fans zurückgeschickt und ein Polizeieinsatz im Bahnhofsviertel: Vor der Europa-League-Partie der Eintracht gegen Standard Lüttich gab es am Donnerstag einige Turbulenzen.

Den Auftakt hatte ein Facebook-Posting gemacht. In dem Schreiben eines angeblichen Eintracht-Fans wurde dazu aufgerufen, den zum Europa-League-Spiel in Frankfurt anreisenden Anhängern von Standard Lüttich den Besuch in der Stadt vermiesen.

Konkret im Visier hatte das Schreiben, das sich in den sozialen Netzwerken verbreitete, den Römerberg. Denn die rund 2.600 Fans des belgischen Traditionsvereins hatten sich den Platz in der Innenstadt schon vergangene Woche als Treffpunkt auserkoren. Ab 13 Uhr wollten sich die Standard-Anhänger dort treffen, um schließlich am späten Nachmittag gemeinsam zum Stadion zu ziehen.

Polizei sperrt den Platz

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Lüttich-Fans in Frankfurt
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#SGESTA Für die Anhänger des #rscl wurde ein Aufenthalts- und Betretungsverbot für den Römerberg erlassen. Pour les supporters des @Standard_RSCL une interdiction d’accès au Römerberg a été émise par la police. Wir sind für euch im Einsatz. // #SGE #SGEuropa

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Daraus wurde jedoch nichts: Denn laut Frankfurter Polizei warteten am Nachmittag rund 120 Problemfans am Platz. Die Sicherheitskräfte entschieden sich daher dafür, die Gegend für Lüttich-Anhänger zu sperren. Was die Eintracht-Anhänger bei ihren zurückliegenden Europa-Reisen selbst zu Abertausenden in Mailand, Lissabon oder London zelebriert hatten, wurde gegnerischen Fans in Frankfurt damit verwehrt.

Die belgischen Fans versammelten sich daraufhin im Bahnhofsviertel. Dort flogen auch einige Flaschen, zumeist hatten die Sicherheitskräfte die Geschehnisse aber im Griff.

38 Fans an der Autobahn gestoppt

Für 38 Standard-Fans endete die Reise nach Frankfurt übrigens schon auf der Autobahn. Sie erhielten von der Polizei ein Betretungsverbot für Stadion, Frankfurter Innenstadt und Hauptbahnhof. In ihrem Fan-Bus hatten Beamte bei einer Kontrolle an der Autobahn in Aachen Bengalos, Rauchbomben und Knallkörper mit insgesamt 2,5 Kilogramm Explosivstoffen sichergestellt, wie ein Sprecher der Bundespolizei am Donnerstag mitteilte. Da nicht geklärt werden konnte, wem genau im Bus diese Dinge gehörten, sprach die Polizei gegen alle 38 Fans das Betretungsverbot aus.

Die Bundespolizei hatte Hinweise auf die mögliche Einreise von 400 belgischen gewaltbereiten Risiko-Fans bekommen. Bei den Kontrollen vor allem von Reisebussen, die bis in den Nachmittag hinein andauern sollten, waren den Angaben nach weit über 100 Beamte im Einsatz.

Sendung: hr3, 23.10.2019, 16:30 Uhr