Sebastian Rode hat die Zweikämpfe gegen den FC Bayern München  gesucht.

Eintracht Frankfurt reist als großer Außenseiter zum DFB-Pokal-Halbfinale nach München. Hoffnung macht die Erinnerung an 2018 und die Chance, das Unmögliche möglich zu machen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hütter: "Werden alles für eine Überraschung tun"

Adi Hütter
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Eigentlich wollte Adi Hütter ja den HSV gegen Kiel gucken. Keine schlechte Partie, am Ende gab es ein wildes 3:3. Als der Eintracht-Coach am Montagabend jedoch ein wenig herumzappte, entdeckte er eine alte Aufzeichnung des DFB-Pokal-Finales von 2018. Eintracht gegen Bayern, das Endergebnis ist bekannt. Und auch den Österreicher, der damals bekanntlich gar nicht dabei war, packte es noch einmal richtig. "Es hat mich emotional noch einmal mitgerissen. Das war zum Genießen", schildert er. Bleibt nur die Frage: Wie bekommt man diese Emotionen auch am Mittwoch (20.45 Uhr live im Ersten) im Pokal-Halbfinale auf den Rasen in der Münchner Arena?

Auch der Eintracht-Coach weiß, dass viele im Team und drum herum die Erinnerungen von 2018 noch tief in sich haben. Alleine das wird gegen die aktuell schier übermächtigen Bayern aber nicht reichen. Daher gab es vor der Partie Live-Unterricht anhand einer anderen Begegnung gegen den FCB - die 2:5-Pleite vor wenigen Wochen. "Sie sind momentan eine Klasse für sich", lautet das ernüchternde Fazit des Eintracht-Trainers.

Kostic fehlt in München

Wie also rangehen in ein ein DFB-Pokal-Halbfinale, in dem die Hessen der absolute Außenseiter sind? Klar, das 2018er Spiel darf in den Köpfen gerne mit dabei sein, dennoch braucht es schon ein wenig mehr. "Wir müssen in der Verteidigung flexibiel, bissig und aggressiv sein", so der Frankfurter Trainer. "Wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir aber auch nach vorne spielen. Nur verteidigen wird nicht reichen." Denn: "Jede Mannschaft ist in gewissen Momenten zu knacken." Auch die Bayern.

Dass diese Aufgabe durch den Ausfall von Filip Kostic, der aufgrund einer Sperre fehlt, nicht gerade leichter wird, ist auch Hütter bewusst. "Wir müssen ihn im Kollektiv ersetzen", fordert er daher. Wer den Serben vertreten wird, verrät er freilich nicht, dass die Eintracht seine Geschwindigkeit und seine Fähigkeit, auch einmal - wie im Achtelfinale gegen Leipzig - Spiele alleine entscheiden zu können, in München gut gebrauchen könnte, ist jedoch offensichtlich.

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"Wollen das Unmögliche möglich machen"

Die Hessen werden aber auch ohne Kostic versuchen, mit einem Erfolg in München in ihr nächstes Pokalfinale in Berlin einzuziehen. "Wichtig ist, dass man daran glaubt", betont Hütter und fügt dann doch ganz realistisch hinzu: "Wir wollen das Unmögliche möglich machen." Also genau wie 2018.

So könnte die Eintracht spielen:

Aufstellung Eintracht Bayern