Da Costa Kamada

Eintracht Frankfurt hat das zweite Testspiel der Vorbereitung souverän gewonnen. Gegen den FC Luzern präsentierten sich die Hessen in allen Belangen deutlich verbessert.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht Frankfurt schlägt den FC Luzern

Paciencia Kostic
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Eintracht-Trainer Adi Hütter hatte nach dem 1:5 gegen Bern unmissverständlich eine Reaktion seiner Mannschaft gefordert, und sein Team lierferte. Nach der unerwartet deutlichen Klatsche gegen den schweizer Meister am vergangenen Mittwoch präsentierten sich die Hessen gegen den Berner Ligakonkurrenten FC Luzern wie ausgewechselt. Und gewannen verdient mit 3:1. Kleiner Wermutstropfen: Kapitän David Abraham, der eigentlich hätte auflaufen sollen, konnte nach dem Warmmachen wegen einer "muskulären Kleinigkeit", so Hütter, doch nicht mittun. Eine Vorsichtsmaßnahme, wie es seitens der Eintracht hieß.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hütter: "Das Auftreten war ganz anders"

Adi Hütter Eintracht Frankfurt Bern still
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Von der ersten Minute an waren die Hessen giftig in den Zweikämpfen, gingen aggressiv drauf und zwangen den Gegner zu Fehlern. Hatten die Hessen selbst den Ball, wussten sie durchaus etwas damit anzufangen. "Die Wiedergutmachen ist sicherlich gelungen, auch wenn Luzern nicht die Qualität hat wie Bern. Trotzdem hat mit der Aufritt gefallen, weil wir besser gespielt haben, versucht haben, denn Ball laufen zu lassen und kombiniert haben", so Hütter nach dem Spiel. Der agile Daichi Kamada hatte immer wieder eine gute Idee, auch Ante Rebic, der gegen Bern noch aufreizend pomadig agiert hatte, zeigte sich deutlich engagierter und mit dem ein oder anderen Kabinettstückchen. "Wir haben ein anderes Gesicht gezeigt", so Hütter.

Kamada besorgt die Führung

Dementsprechend dauerte es nicht lange, bis die Eintracht in Führung ging. Nach feiner, scharf gespielter Kombination über Jonathan de Guzman und Danny da Costa landete der Ball bei Kamada, der zum 1:0 einschoss. Rebic verpasste es in der 14. Minute noch, direkt nachzulegen, doch Sebastien Haller machte es nur drei Minuten später besser, als er eine butterweiche Flanke von da Costa ins Tor köpfte. "Grade nachdem das erste Spiel so in die Hose gegangen ist, sind wir froh, dass wir es heute besser gestalten konnten", so da Costa, der von einer "sehr, sehr guten Reaktion" sprach.

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zum Video Da Costa: "Haben eine sehr gute Reaktion gezeigt"

Eintracht-Außenverteidiger Danny da Costa äußert sich zu den Haller-Gerüchten.
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Von Luzern kam in der ersten Hälfte wenig. Eine Konterchance ließen die Eidgenossen liegen, ein Abseitstor nach einem Freistoß wurde zurecht zurückgenommen. Umso überraschender kam der Anschlusstreffer Luzerns in der 44. Minute durch Idriz Voca, der eine schöne Kombination sehenswert abschloss.

Glück für Luzern

Zur Pause tauschte Hütter wie gegen Bern sämtliche Feldspieler aus, der Spielfluss ging darüber ein wenig verloren und Luzern, das in der gleichen Besetzung weiterspielte, kam zu der ein oder anderen Chance. Die Hessen benötigten ein paar Minuten Anlauf, hätten in der 60. Minute beinahe das 3:1 erzielt, als Kostic eine scharfe Flanke vors Tor brachte, die ein Abwehrspieler an den Pfosten lenkte. Glück für Luzern.

Wenig später hatte Kostic mehr Erfolg. Mijat Gacinovic steckte wunderschön zu seinem Landsmann durch, von der Grundlinie passte Kostic in den Rücken der Abwehr, wo der Goncalo Paciencia eiskalt abschloss. In der Folge hätte Dejan Joveljic sogar noch auf 4:1 erhöhen können, doch seinen strammen Schuss ins lange Eck parierte Luzerns Keeper Marius Müller. So aber blieb es beim 3:1, und geht es nach Hütter, darf es in der kommenden Woche im ersten Pflichtspiel der Saison gerne so weiter gehen.