Eintracht-Fans gegen Augsburg

Eintracht Frankfurt darf gegen Hertha bis zu 40.000 Zuschauer begrüßen, die Corona-Verordnung stellt die Hessen dennoch vor Probleme. Nun hofft die Eintracht auf den 14. Oktober – und eine "bayrische Lösung".

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Audioseite Eintracht Frankfurt darf 40.000 Fans ins Stadion lassen

Eintracht-Fans im Stadion beim Spiel gegen Köln
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Schaut man nach links und rechts, stellt sich beinahe wieder so etwas wie Normalität in der Bundesliga ein. Bayern München etwa darf mit 3G-Plus-Regelung wieder vor ausverkauftem Haus spielen, der VfB Stuttgart mit 2G ebenso. Vorbei ist die Pandemie noch nicht, aber dank Impfstoff und PCR-Tests nähern sich die Kulissen in der Liga dem Niveau der Vor-Pandemie-Zeit an.

Bei Eintracht Frankfurt geht der Fortschritt in Richtung Vollauslastung allerdings etwas langsamer als in München oder Stuttgart vonstatten. Zwar wurde den Hessen vom Gesundheitsamt erlaubt, gegen Hertha BSC mit dem sogenannten 3G-Plus-Modell 40.000 Zuschauer anstatt bislang 25.000 zu begrüßen. Andererseits musste dafür ein Kompromiss mit dem Amt gefunden, "Millimeterarbeit", so Philipp Reschke, Justiziar von Eintracht Frankfurt.

"Wir haben versucht, Korridore für 3G auszuhandeln"

"Wenn man über 50 Prozent oder oberhalb von 25.000 auslasten will und die Abstände nicht einhalten kann, gilt eigentlich 2G. Wir haben versucht, Korridore für 3G auszuhandeln", so Reschke. "Das Gesundheitsamt hat auch fünf Prozent für Getestete zugelassen, was zumindest 2000 Zuschauer sind. Aber dafür auch Maskenpflicht im Stehbereich und PCR als Testverfahren festgelegt." Die übrigen 38.000 Zuschauer müssen geimpft oder genesen sein.

Das Problem: In der Frankfurter Variante umfassen die PCR-Tests auch Kinder. Zum Vergleich: Der Rekordmeister aus München darf ebenfalls Geimpfte, Genesene und PCR-Getestete ins Stadion lassen. Kinder unter sechs Jahren, noch nicht eingeschulte Kinder und Kinder, die sich in der regelmäßigen Schultestung befinden, sind von der 3G-Plus-Regelung allerdings ausgenommen. Dass das in Hessen anders gehandhabt wird, nennt Reschke einen "Knackpunkt. Wir sind an dieser Stelle anderer Auffassung als das Gesundheitsamt."

"Das wäre ein großer Schritt"

Gut möglich jedoch, dass nur das Spiel gegen die Hertha sowie das Europa-League-Spiel gegen Piräus der aktuellen Regelung unterliegen. Am 14. Oktober wird die Corona-Schutzverordnung des Landes Hessen aktualisiert – und möglicherweise liberaler: Ohne PCR-Testpflicht für Kinder, ohne Deckelung bei fünf Prozent des Kontingents für Getestete, ohne Maskenpflicht – wie es bei Bayern München der Fall ist. "Wir würden uns die bayerische Verordnungslösung wünschen. Das wäre ein großer Schritt", so Reschke.

Sollte es seitens des Gesundheitsamtes bei der PCR-Pflicht für Kinder und Heranwachsende bleiben, überlege man auch, mit einer PCR-Schnelltest-Infrastruktur am Stadion zu arbeiten. Das sei aber noch in der Prüfung, so Reschke. Zukunftsmusik also, wie so vieles in dieser Pandemie. Zumindest bis zum 14. Oktober.