Eintracht-Trainer Oliver Glasner warnt vor Waldhof Mannheim.

Eintracht Frankfurt muss im DFB-Pokal in der ersten Runde bei Waldhof Mannheim antreten. Trainer Oliver Glasner nimmt die Favoritenrolle an - und warnt zugleich vor dem Underdog.

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Audioseite Die Pressekonferenz vor dem Debüt von Eintracht-Trainer Oliver Glasner

Eintracht-Trainer Oliver Glasner war zufrieden.
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Die neue Pflichtspiel-Saison für Eintracht Frankfurt geht am Sonntag (15.30) bei Waldhof Mannheim los. Die Hessen werden von 1.200 Fans mit ins 80 Kilometer entfernte Mannheim begleitet, die Frankfurter hätten gar über 9.000 Tickets verkaufen können. "Wir freuen uns alle, dass es losgeht", sagte Trainer Oliver Glasner auf der Pressekonferenz vor seinem Pflichtspieldebüt.

Kostic sitzt noch immer seine Rot-Sperre ab

Der Österreicher muss bei dem Duell gegen den mit nur einem Punkt mäßig gestarteten Drittligisten auf Ragnar Ache, Almamy Touré (verletzungsbedingt), Ajdin Hrustic (Coronaerkrankung) und Filip Kostic (Rot-Sperre) verzichten. Vor allem die Ausfallzeit des Serben ist kurios, den Platzverweis holte er sich im März 2020 im Viertelfinale gegen Werder Bremen (2:0) ab.

"Die Regularien sind halt so, dass du die Sperre mitnimmst. Wir hoffen, dass wir weiterkommen und die Sperre dann vorbei ist", ordnete Glasner nüchtern ein. Mit Christopher Lenz und Steven Zuber stünden zwei "gute" Alternativen zur Verfügung.

Glasner erwartet "heißes Pflaster" und warnt vor Schnatterer

Glasner zeigte sich bestens vorbereitet auf das Duell gegen Waldhof. Ein Derby sei es nicht, aber es herrsche eine Fanfreundschaft vor. Auch die Erinnerung an das kuriose 5:3 vor beinahe genau zwei Jahren in der damaligen ersten Pokalrunde durfte nicht fehlen: "Uns erwartet ein heißes Pflaster. Wir sind gewarnt und wir wissen, dass wir die Aufgabe seriös angehen müssen."

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zum Video Eintracht-Trainer Glasner im hr-Interview: "Das Kribbeln ist da"

Oliver Glasner
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Vor allem ein Spieler sticht bei den Mannheimern hervor: Marc Schnatterer. Der "Mister 1. FC Heidenheim" hat seinen Stammclub nach 13 Jahren mit 457 Pflichtspiele, 122 Tore und 128 Vorlagen verlassen. "Sie haben mit Schnatterer einen Spieler hinzubekommen, der Tore schießen und vorbereiten kann", mahnte Glasner. Doch die Eintracht wird ihr Spiel deshalb nicht extra umstellen: "Es ist wichtig, dass wir unser Spiel zu 90 Prozent durchdrücken. Wie können wir dem Gegner unseren Stempel aufdrücken? So haben wir uns eingestellt."

"Qual der Wahl" in der Offensive

Vor allem im vorderen Bereich hat Glasner für das Duell die "Qual der Wahl". Die Eintracht, die in den vergangenen Testspielen im 3-4-3-System aufgetreten ist, kann vor allem auf den Halbpositionen hinter der Spitze Rafael Borré variieren. Aymen Barkok, Daichi Kamada, Jesper Lindström und Amin Younes kämpfen um zwei freie Plätze.

"Das bereitet mir kein Kopfzerbrechen. Ich bin froh, dass so viele Spieler in guter Verfassung sind", so der Coach. Gegen Mannheim gilt es nun diese Verfassung auch ins erste Pflichtspiel der neuen Saison zu tragen.