Während andere noch ihren Neujahrsrausch verarbeiten, beginnt für Eintracht Frankfurt bereits der Trainingsalltag. In der kurzen Vorbereitung gönnen sich die Hessen einen Trip in die USA. Für Chefcoach Hütter wird es dadurch nicht leichter.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht startet ins Trainingslager

Adi Hütter
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Zehn Tage. Eine längere Pause ist den Profis der Frankfurter Eintracht nach einem nicht nur physisch, sondern zuletzt auch psychisch zehrenden Jahr 2019 nicht vergönnt. Knapp anderthalb Wochen nach dem tendenziell peinlichen Auftritt beim Bundesliga-Schlusslicht Paderborn begrüßt Trainer Adi Hütter seine Spieler am 2. Januar wieder zum Trainingsauftakt. Ob diese bis dahin wieder den Kopf frei haben, wie es so schön heißt, darf bezweifelt werden.

Will man es positiv betrachten, so bleibt festzuhalten: Den Frankfurtern bietet sich die Chance, schon bald den sportlich enttäuschenden Eindruck zu korrigieren, den sieben Spiele ohne Siege in der Liga und eine letztlich schmeichelhafte Qualifikation zur K.o.-Phase in der Europa League hinterlassen haben. Bereits am 18. Januar geht es mit einem Auswärtsspiel in Hoffenheim wieder los (15.30 Uhr).

Treffen mit dem neureichen Bekannten

Eine knackige, inhaltlich intensive Vorbereitung wäre auf dem Papier also drin. Die Frankfurter müssen allerdings knapp zwei Tage fürs Fliegen und Verarbeiten des Jetlags von ihrer Trainingszeit abziehen: Bereits am 2. Januar hebt der Adlertross wie schon im vergangenen Jahr in Richtung Amerika ab. Dort gastiert und trainiert der Club bis zum 10. Januar in der IMG Academy von Bradenton. Auch ein Testspiel steht auf dem Programm: Am 8. Januar geht es gegen den neureich-übermotivierten Ligarivalen Hertha BSC.

Hätte man die sportlich brisante Lage zur Winterpause abschätzen können - die Frankfurter dürfen als 13. der Tabelle durchaus zu den potenziellen Abstiegskandidaten gezählt werden - womöglich hätte die sportliche Führung auf den Trip über den großen Teich verzichtet und stattdessen Portugal oder die Türkei als Ziel auserkoren. Doch Verträge sind Verträge und wollen selbstverständlich eingehalten werden.

Hütter kündigt Veränderungen an

Sportvorstand Fredi Bobic lobte demonstrativ die hervorragenden Bedingungen vor Ort. "Wir können uns dort optimal auf die Rückrunde vorbereiten", sagt der ehemalige Nationalstürmer. Auch marketingtechnisch hofft Bobic auf einen Effekt. Zum wiederholten Male wolle man sich als "guter Botschafter der Bundesliga" präsentieren.

Trainer Adi Hütter geht es weniger darum, Land und Leute kennenzulernen, als seiner Mannschaft im Schnelldurchlauf ein neues Gesicht zu verpassen. Nicht personell, wobei eine mögliche Rückkehr von Ante Rebic seit einiger Zeit durch Frankfurt geistert. Die Hessen wollen vielmehr wegkommen vom spielerischen Einheitsbrei der vergangenen Monate. "Wir werden in der kurzen Vorbereitungszeit an vielen Stellschrauben drehen müssen, um taktisch ein anderes Gesicht zu zeigen", kündigte Hütter an.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht-Wintervorbereitung startet in Amerika

Die Eintracht-Spieler bei einer Laufeinheit beim Training.
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