Axel Hellmann am Handy
Die Eintracht will digital aufrüsten. Immerhin das Netz scheint zu funktionieren Bild © Imago

Eintracht Frankfurt setzt auf Hightech. Die Hessen wollen ihre Arena im Stadtwald digital ordentlich aufrüsten. Von der Groß-Investition sollen vor allem die Fans profitierten.

Eintracht Frankfurt will auch im Bereich der Digitalisierung im deutschen Fußball an die Spitze. "Wie in allen Lebensbereichen ist die Digitalisierung aus dem Sport nicht wegzudenken", sagte Eintracht-Vorstand Axel Hellmann am Donnerstag. Ziel sei es, "der digitalste Bundesligist zu werden".

Um auf dem Sektor SportTech voranzukommen, sucht der Verein die Kooperation mit Startup-Unternehmen, die digitale Anwendungen im Sportbereich entwickeln. Diese Bestrebungen sind auch Teil eines Masterplans der hessischen Landesregierung zur Digitalisierung der Region Frankfurt Rhein-Main. "In fünf Jahren soll diese Tec-Region auf der globalen Landkarte auftauchen", sagte Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne).

Stadionumbau soll in maximal 18 Monaten fertig sein

Wesentlich schneller will die Eintracht die Commerzbank-Arena digital aufrüsten - auch im Interesse und als Service für die Fans. 30 Millionen Euro sollen laut Hellmann in die digitale Infrastruktur des Stadions gesteckt werden. "Wir werden das stemmen", sagte er. Dazu gehört unter anderen ein neuer, moderner Videowürfel ebenso wie ein elektronisches Bezahlsystem für Eintrittskarten bis hin zu Bus- und Bahntickets. "Aktuell können wir Fans nicht mal mit einem Geburtstagsgruß erreichen", sagte Hellmann. Das digitale Stadionprojekt soll in zwölf bis 18 Monaten abgeschlossen sein.

Profitieren will der Bundesligist auch von Studenten der Goethe-Universität in puncto Trainingssteuerung oder Spielanalyse. In einer sogenannten iGarage suchen die Frankfurter auch für diese Bereiche nach neuen digitalen Möglichkeiten.