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Eintracht-Coach Adi Hütter Bild © Imago Images

Wenn die Frankfurter Eintracht am Sonntag den VfB Stuttgart zu Gast hat, will das Team von Trainer Adi Hütter die Statistik Lügen strafen. Denn die spricht für die krisengeschüttelten Schwaben. Auch Ex-Keeper Timo Hildebrand warnt vor dem VfB.

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Der VfB Stuttgart ist nicht gerade ein Lieblingsgegner der Frankfurter Eintracht. Zumindest, wenn man der Bilanz glauben will. 47 der insgesamt 105 Aufeinandertreffen entschieden die Stuttgarter für sich. Die Eintracht ging nur 38 Mal als Sieger vom Platz. Aus Frankfurter Sicht ist mit den Schwaben nicht gut Spätzle essen.

Dabei ist die Ausgangslage vor dem Aufeinandertreffen der beiden Teams am Sonntag (18 Uhr) doch klar: Der VfB reist aus dem Tabellenkeller an den Main, die Eintracht ist als Tabellenfünfter Favorit. Und in letzter Zeit agierte die Eintracht zudem gegen den miesen Spätzle-Trend. Im Hinspiel gab es in Stuttgart einen souveränen 3:0-Erfolg, in der vergangenen Saison gewannen die Hessen daheim mit 2:1.

Höhenflug beim VfB noch nicht in Sicht

Was aber auch zur Geschichte gehört: Oft trafen die Hessen in der jüngsten Vergangenheit genau dann auf den VfB, als dieser gerade auf der Euphorie-Welle ritt. Februar 2016: ein 4:2-Sieg der Stuttgarter in Frankfurt - genau in der kurzen Zeit, als die Schwaben unter Ex-Coach Jürgen Kramny ein kurzes Hoch hatten. Am Ende stiegen sie ab. Oder Februar 2018: 0:1 in Stuttgart. Genau dann, als der VfB unter Tayfun Korkut fast jede Partie gewann.

Das ist momentan anders. In Stuttgart brennt zwar nicht mehr der Baum wie im Februar, ein richtiger Höhenflug ist aber noch nicht Sicht. Das Team von Trainer Markus Weinzierl hat sich lediglich ein wenig stabilisiert. Wenn es nach Timo Hildebrand geht, könnte die Partie am Sonntag dennoch so ablaufen, wie so viele zuvor.

VfB-Defensive hat sich stabilisiert

Der Keeper, der mit dem VfB 2007 Deutscher Meister wurde, in der Saison 2014/15 dann das Tor der Eintracht hütete, warnt davor, die Stuttgarter zu unterschätzen. "Die Eintracht ist inzwischen in vielen Spielen Favorit und so wird es auch gegen Stuttgart sein", sagte er am Montagabend im heimspiel! des hr-fernsehens. "Jeder Frankfurter rechnet mit einem Dreier. Aber: Die Stuttgarter haben es in den letzten Wochen besser gemacht."

Vor allem die zu Rückrundenbeginn noch so anfällige Defensive des VfB habe sich stabilisiert. Einzig gegen die Spitzenteams aus Dortmund und Leipzig offenbarte sie Schwächen. Im vergangenen Ligaspiel gegen die TSG Hoffenheim verbesserten die Schwaben ihr Abwehrverhalten in der zweiten Halbzeit und erkämpften sich so ein Remis. "Sie stehen besser und deshalb kann es unangenehm werden für die Eintracht", so Hildebrand.

"Die stehen alle hinten drin"

Davon ist auch Thomas Berthold überzeugt. "Das ist ein unangenehmer Gegner. Da muss die Eintracht Geduld haben", betonte der einstige Verteidiger, der ebenfalls für beide Clubs spielte und die Taktik der Stuttgarter vor dem Gastspiel in Frankfurt zu kennen glaubt. "Wenn der VfB herkommt, stehen die alle hinten drin", verriet Berthold. Noch zäher werde es mit einem Treffer der Schwaben.

Tore erwarten die beiden Experten aber ohnehin eher von Frankfurter Seite. "Mit den drei Kanten da vorne drin haben sie natürlich Waffen", sagte Hildebrand mit Blick auf das starke Sturmtrio Haller-Rebic-Jovic. Begeistert ist der einstige Eintrachtler aber vom gesamten Team. "Überragend – sie machen das richtig gut", so der Ex-Keeper. "Sie spielen eine konstante Saison." Und die will die Eintracht auch gegen Stuttgart fortsetzen – entgegen aller statistischen Vorhersagen.

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