Eintracht Fürth

Eintracht Frankfurt gibt einem Rätsel auf, die Daten gegen Fürth sind erschreckend. Reichs Resterampe weiß, was das mit interstellaren Flugobjekten und Aliens zu tun hat.

Videobeitrag

Video

zum Video Highlights: Fürth - Eintracht

Highlights
Ende des Videobeitrags

Aktuell lese ich das sehr spannende Buch "Außerirdisch" des Harvard-Astronomen Avi Loeb. Es geht darin um ein interstellares Objekt namens ‘Oumuamua, das 2017 unser Sonnensystem durchflog. Es kam von sonstwo, bog hinter der Sonne einmal scharf ab und verschwand dann anderswohin. Seither rätseln Forscher auf der ganzen Welt, was zum Geier ‘Oumuamua eigentlich war.

Ich muss bei der Lektüre oft an Eintracht Frankfurt denken. Vielleicht, weil ich das sowieso so oft tue. Vielleicht aber auch, weil ‘Oumuamua, ähnlich wie die Eintracht, so rätselhaft und die Datenlage so unerklärlich ist. Die Daten zeigen nämlich, dass ‘Oumuamua ungewöhnlich geformt sowie außergewöhnlich hell war und unnatürlich beschleunigte, als seine Bahn eigentlich von der Gravitation der Sonne hätte bestimmt werden sollen. Loeb stellt daher die Frage: War ‘Oumuamua möglicherweise kein natürliches Objekt, sondern ein künstliches? Sprich: Alien-Technologie?

Fürth, der Zwergplanet der Liga

Die Daten und das, was man sieht: Es ist eben kompliziert. Schaue ich mir die Datenlage von Eintracht Frankfurt aus dem Spiel gegen Fürth an, bekomme ich sie ebenfalls nicht mit dem 2:1-Sieg zusammen, der am Ende stand. 40 Prozent Zweikampfquote und eine Expected-Goals-Rate in der ersten Halbzeit von 0,05 Prozent. Und das bei Fürth, quasi dem Zwergplaneten der Bundesliga-Galaxie, kleine grüne Männchen, die mysteriöserweise in der Bundesliga gelandet sind und sich bald wieder auf ihren Heimatplaneten verabschieden, der irgendwo im Mittelfeld der zweiten Liga liegt. Die Eintracht hätte das Spiel verlieren müssen, für diese Erkenntnis musste man nicht mit dem Teleskop vorm Fernseher sitzen.

Daten, Beobachtungen, Rückschlüsse: Die Beschäftigung mit den Dingen ist die einzige Möglichkeit, ihrer Herr zu werden. Und so die großen Fragen zu beantworten. Sind wir allein im Universum? Warum gravitiert meine Laune wochenends um das schwarze Loch der Eintracht? Wieso dauert ein Fußballspiel 90 Minuten, wenn die Eintracht aber ja erst in den Minuten 90 bis 94 Fußball spielt? Und wann haben die Hessen in diesem Raum-Zeit-Kontinuum namens Bundesliga scheinbar grundlos die Flugbahn geändert, die ja eine Weile Richtung Sterne ging, nun aber zurück in die unendlichen Weiten der Mittelmäßigkeit?

Eine interstellare Version von Ohauerha!

‘Oumuamua, das klingt ja schon wie ein Ausruf des Elends, wenn der nächste Angriff von Greuther Fürth (oder Bochum oder Hertha) aufs Eintracht-Tor rollt, eine interstellare Version von Ohauerha. "‘Oumuamua, schon wieder der Leweling", will man rufen und abwinken und schnellstens seine eigene Umlaufbahn ändern, weg vom TV und hin zu irgendetwas Sinnvollem. Rausgehen und in die Sterne gucken zum Beispiel.

All die rätselhaften Daten, 46 Prozent Ballbesitz in Fürth, 62 Fehlpässe in der ersten Halbzeit, ist das nicht außerirdisch? Andererseits: 2:1, drei Punkte, die sich quasi aus dem Nichts des Universums einfach materialisierten. Übrigens: Ich habe das Buch noch gar nicht fertig gelesen, gut möglich also, dass mich Loeb und ‘Oumuamua noch mit einer Pointe überraschen.

"Ein Herz für Marsianer"

Der Erkenntnis, ‘Oumuamua sei letztlich nur ein Fleck auf der Teleskoplinse gewesen oder irgendeine Forschungsstation habe dann doch noch einen "Ein Herz für Marsianer"-Aufkleber am Heck erkennen können oder so. Und wer weiß, vielleicht wartet die Saison der Eintracht ja auch noch mit einer erstaunlichen Pointe auf. Einen Europacupsieg zum Beispiel würde ich durchaus nehmen. Aber die Datenlage deutet nicht darauf hin.

Externer Inhalt

Externen Inhalt von YouTube (Video) anzeigen?

An dieser Stelle befindet sich ein von unserer Redaktion empfohlener Inhalt von YouTube (Video). Beim Laden des Inhalts werden Daten an den Anbieter und ggf. weitere Dritte übertragen. Nähere Informationen erhalten Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Ende des externen Inhalts