Rafael Borré

21 Torschüsse, null Tore: Eintracht Frankfurt scheitert gegen Augsburg an der Chancenverwertung. Dabei gibt es in Frankfurt altbewährte Wege, um zum Torerfolg zu kommen. Reichs Resterampe hat die Praxistipps zum Toreschießen.

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Eintracht Frankfurt - FC Augsburg
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Sie sind Profifußballer bei Eintracht Frankfurt und haben den Ball im letzten Drittel eines Bundesligaspiels? Glückwunsch. Aber: Jetzt fängt die Arbeit erst an. Beachten Sie einfach folgende Praxistipps, um Schritt für Schritt zum Erfolg zu kommen.

Praxistipp 1: Gelangen Sie in den Strafraum

Noch ist das Tor knapp 40 Meter entfernt, es gilt nun also, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um sich selbst oder einen Mitspieler in eine gute Abschlussposition im Strafraum zu bringen. Sollten Sie also zufällig Mijat Gacinovic sein, machen Sie unbedingt das Gegenteil dessen, was Sie eigentlich machen wollen. Es sei denn, Sie befinden sich gerade in einem Pokalfinale. Dann laufen Sie, wie Sie noch nie zuvor in Ihrem Leben gelaufen sind!

Sind Sie Ante Rebic oder ein anterebicähnlicher Spielertyp, rennen Sie einfach durch Ihre Gegenspieler durch. Einen etwaigen Mats Hummels neben sich können Sie dabei einfach ignorieren und/oder zur Seite schieben. Verfügen Sie über die fußballerischen Fertigkeiten eines schnauzbarttragenden Weltmeisters, zaubern Sie einfach einen Traumpass aus dem Fußgelenk in eine beliebige Gasse, den Rest macht Anthony Yeboah.

Praxistipp 2: Äußere Einflüsse minimieren

Selbstredend gibt es auch äußere Einflüsse, die einen Torerfolg verhindern können. Sollte etwa ein Schiedsrichter aus Konz die Partie pfeifen, stellen Sie sicher, dass er seine Pfeife dabeihat, die Brillengläser geputzt sind und sein Blindenhund von einer staatlich zertifizierten Hundeschule kommt.

Sollte Sie in den Tagen vor der Partie ein schlecht gelaunter Disziplinfanatiker mit hochrotem Kopf zu einem Straftraining verdonnern, melden Sie sich bitte nicht für das nächste Spiel ab. Bitte, bitte, bitte nicht.

Praxistipp 3: Was vor dem Tor zu tun ist

Die gute Nachricht: Stehen Sie frei vor dem Tor, haben Sie gleich eine ganze Reihe an Möglichkeiten, um abzuschließen. Gängige Mittel in Frankfurt, den Ball im Tor unterzubringen, sind der Fuß, der andere Fuß, der Kopf und – je nach Fußballgottheit-Status – auch der Zopf.

Es gibt allerdings auch weniger gängige Methoden, die zum Erfolg führen können. Sind Sie bspw. ein leicht verrückter Norweger und haben vor, den Fans einen Herzinfarkt zu verpassen und sich gleichzeitig in den Geschichtsbüchern des Klubs zu verewigen, machen Sie einen völlig irren Übersteiger in der letzten Minute eines der wichtigsten Spiele der Vereinsgeschichte.

Sind Sie ein nigerianischer Ballzauberer, ist es absolut legitim, so viele Haken zu schlagen, bis Oliver Kahn auf dem Boden liegt und weint, bevor Sie abschließen. Gibt es eine Ecke, ist es in Frankfurt absolut möglich, diese direkt zu verwandeln, egal von welcher Ecke aus Sie schießen. Für Details in diesem Fall wenden Sie sich bitte an Bernd Nickel.

Und nun: Viel Erfolg!