Eintracht Ilsanker

Handelfmeter nicht bekommen, Tor wegen Handspiels aberkannt. Falls sich Fans von Eintracht Frankfurt fragen, wann es Handspiel ist und wann nicht: Reichs Resterampe weiß die Antwort.

Nicht für jeden Beobachter war am Samstag ersichtlich, wie und wann und warum Schiri Christian Dingert beim 1:1 der Eintracht in Köln Hand pfiff oder nicht. Bei einem Handspiel von Kölns Rafael Czichos gab es keinen Elfmeter für die Eintracht, ein Tor der Hessen wurde wegen Handspiels nicht gegeben. Entsprechend sagte Trainer Adi Hütter nach der Partie: "Manchmal hat man das Gefühl, es gibt keine einheitliche Linie". Aber, aber. Die Regeln sind doch ganz einfach.

Vorab: Rein regeltechnisch hat der Schiedsrichter in beiden Szenen alles richtig gemacht. Die Richtlinien für Handspiel sind nämlich eindeutig. Hand ist, wenn der Ball an die Hand springt. Beziehungsweise drangeschossen wird. Oder drauffällt. Anschießen allerdings gilt nicht, also angeschossen werden. Dann ist nämlich ok. Also vielleicht. Wahrscheinlich aber eher nicht. Es sei denn, schon.

Handspiel. Möglicherweise. Also vielleicht.

Entsprechend sauber die Auslegung beim Handspiel von Czichos im Kölner Strafraum, was kein Handspiel war. Möglicherweise zwar doch, weil die Hand am Ball war. Hier gilt aber: Hand ist, wenn der Schiedsrichter pfeift. Oder der Videoschiedsrichter Bescheid sagt. Merke: Ist die Körperfläche vergrößert? Nein? Gut. Dann Hand. Beziehungsweise, nicht. Außer, doch. Oder halt nicht. Der Rest ergibt sich.

Wie beim Handspiel von Stefan Ilsanker vor Martin Hintereggers Tor, beziehungsweise Nicht-Tor. Der Ball war an der Hand, also die Hand am Ball. Auch hier gilt: Ist die Armbewegung unnatürlich, handelt es sich um ein Handspiel. Beziehungsweise die Armhaltung. Also wie man den Arm erst vom Körper wegbewegt und dann hält. Beziehungsweise, wie man ihn hält. Und, im weitesten Sinne, wieso. Also wo. Bewegt man natürlich, hält dann aber unnatürlich, ist Hand. Andersherum auch. Eventuell. Ist beides unnatürlich, nicht. Beides nicht, auch. Aber das ist eine Ermessensfrage. Es sei denn, nein.

Nicht-Hand, aber unabsichtlich

Springt der Ball absichtlich an die Hand, stellt sich die Frage, warum. Meistens ist das immer Hand. Es sei denn, der Schiedsrichter entscheidet auf Nicht-Hand. Oder auf Handspiel, aber unabsichtlich. Oder auf Nicht-Hand, aber unabsichtlich. Dann nicht. Beziehungsweise. Doch. Also Hand. Im Sinne von: Hand, aber nicht strafbar. Weil: Nicht Hand. Im Sinne einer Nicht-Absicht. Möglicherweise sieht das der VAR aber anders. Weswegen: Doch. Siehe Ilsanker.

Ist die Hand angelegt, ist das kein Hand. Meistens zumindest. Beziehungsweise meistens zumindest nicht. Manchmal aber schon. Aber nicht oft. Nur manchmal. Entscheidend ist dabei immer die Frage, ob es Hand war. Oder halt nicht. Dann, ja. Beziehunsgweise, nicht. Vielleicht. Entscheidet der Schiedsrichter in einer solchen Situation auf Handspiel, kann er auf Handspiel entscheiden. Er muss aber nicht. Nur im Sinne einer korrekten Regelauslegung. Es sei denn, doch. Dann nicht. Also vielleicht nicht. Folglich: ja. Also Hand. Aber das entscheidet dann der Schiedsrichter.