Makoto Hasebe hatte zu Saisonbeginn mit mentalen und körperlichen Problemen zu kämpfen.
Makoto Hasebe hatte zu Saisonbeginn mit mentalen und körperlichen Problemen zu kämpfen. Bild © Imago

Makoto Hasebe ist nach anfänglichen Schwierigkeiten wieder unumstrittener Stammspieler bei der Frankfurter Eintracht. Sein Reservistendasein zu Saisonbeginn sorgte nicht für den befürchteten Ärger. Grund dafür war die gute Kommunikation mit Trainer Adi Hütter.

Makoto Hasebe hat auch mit 34 Jahren eine tragende Rolle bei Eintracht Frankfurt eingenommen. Der Japaner ist nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz ein extrem wichtiger Faktor. Die Länderspielpause nutzt er nach dem Rücktritt aus der japanischen Nationalmannschaft zur Regeneration - und zieht ein erstes Zwischenfazit.

Das sagte Hasebe über...

…seinen mentalen Zustand: "Es war schwierig, sich nach dem großen Turnier gleich wieder zu motivieren. Ich war in einem Loch und nicht ganz frisch. Letzte Saison waren wir Pokalsieger – da kam etwas Selbstzufriedenheit auf. Ich habe mich deshalb in den ersten ein bis zwei Monaten nicht nur körperlich schwer getan. Das ist auch eine Kopfsache. Jetzt bin ich aber wieder frisch und hungrig."

… seine Reservistenrolle zu Saisonstart: "Der Trainer hat sehr viel mit mir gesprochen und begründet, weshalb ich nicht spiele. Deshalb war ich auch nicht sauer und habe es akzeptiert."

Trainer Adi Hütter und Makoto Hasebe
Trainer Adi Hütter und Makoto Hasebe hatten viele Gespräche. Bild © Imago

… die Trainer Niko Kovac und Adi Hütter: "Beide Trainer sind natürlich top! Der Unterschied ist, dass die Arbeit unter Kovac noch intensiver war. Dafür kommuniziert Hütter etwas mehr mit den Spielern."

… den Aufschwung in der englischen Woche: "Wir haben drei Topstürmer. Hinten haben wir gut gestanden, Kevin Trapp und die Außenverteidiger waren überragend und das Mittelfeld enorm laufstark. Wir brauchen noch etwas Zeit und werden noch besser spielen. Derzeit haben wir aber eine Taktik, die gut funktioniert."

… seine Funktion im Team: "Ich will für die jungen Spieler ein Vorbild sein. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch in der Kabine oder im Kraftraum. Die jungen Spieler schauen nach oben zu den erfahrenen Spielern. Das ist auch für mich eine wichtige Aufgabe."

Makoto Hasebe ist nach Stotterstart inzwischen wieder unumstrittener Leistungsträger.
Makoto Hasebe geht wieder als Führungsspieler voran. Bild © Imago

... eine mögliche Vertragsverlängerung: "Ich habe mit Fredi Bobic und Bruno Hübner schon sehr gute Gespräche geführt. Wir haben aber erst ein paar Spiele absolviert. Wir können zu einem späteren Zeitpunkt darüber sprechen, jetzt ist es noch zu früh."

… seine Ziele: "Zunächst will ich so lange wie es nur geht in Frankfurt spielen. Ich habe hier viel bekommen und will dem Verein und den Fans noch mehr zurückgeben. Wir waren letztes Jahr Pokalsieger – das war super. Vielleicht können wir auch dieses Jahr etwas erreichen und zurückgeben."

… sein Alter: "Man ist natürlich ein bisschen schneller müde als noch mit 20 Jahren. Trotzdem mache ich noch alles mit: Training, Behandlung, Regeneration. Körperlich ist alles in Ordnung, auch die Knie machen keine Probleme. Für mich ist es in der Bundesliga insgesamt etwas leichter geworden. Vor zehn Jahren war der Fußball physischer. Jetzt ist es ein bisschen taktischer und es wird mehr Fußball gespielt. Das ist angenehmer für mich."

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zum Video Hasebe nach WM-Aus: "Erst einmal Körper und Kopf freimachen"

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… seinen Rücktritt aus dem Nationalteam: "Ich war immer sehr stolz und bin gerne für die Nationalmannschaft gereist. Aber für den Körper und den Kopf ist es so natürlich besser. Ich habe mehr Ruhe. Die Familie freut sich auch, in den zwei freien Tagen sind wir viel spazieren gegangen."

… die Zeit nach der Karriere: "Im Moment will ich nur spielen und mich darauf konzentrieren. Danach kann ich mir vorstellen, in Deutschland einen Trainerschein zu machen. Hier soll die Ausbildung überragend sein, wie ich gehört habe. Ich will deshalb unbedingt in Deutschland lernen."