Eintracht-Spieler jubeln nach Jovics Tor
Die Eintracht-Spieler jubeln nach dem Treffer von Jovic. Bild © picture-alliance/dpa

Eintracht Frankfurt ist erneut ins Pokalfinale eingezogen. Die Hessen siegten am Mittwochabend durch ein Traumtor von Luka Jovic bei Schalke 04.

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Eintracht Frankfurt fährt zum zweiten Mal in Folge zum Pokalfinale nach Berlin. Die Hessen siegten am Mittwochabend bei Schalke 04 mit 1:0 und treffen damit am 19. Mai auf den FC Bayern München. Für Frankfurts Trainer Niko Kovac kommt es damit zum Duell mit seinem künftigen Arbeitgeber. Den entscheidenden Treffer der Begegnung in Gelsenkirchen erzielte Luka Jovic nach einer Ecke per Hacke (75.).

Zähes Spiel in Gelsenkirchen

Zuvor hatten die 61.800 Zuschauer in der Schalker Arena eine über weite Strecken zähe Partie gesehen. Während am Vortag der FC Bayern und Leverkusen noch ein echtes Spitzenspiel hingelegt hatten, neutralisierten sich die Eintracht und Schalke. Intensiv wäre wohl noch das größte Kompliment, das man der Partie machen konnte. Schön anzusehen war das nicht.

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Es dauerte gut eine halbe Stunde bis zum ersten, kurzen Aufreger. Es war eine Schalker Doppelchance: Erst wurde Daniel Caligiuris Schuss von David Abraham abgefälscht und trudelte nur Zentimeter am Pfosten vorbei, dann prüfte Guido Burgstaller Eintracht-Keeper Lukas Hradecky bei der anschließenden Ecke (32.).

Jovic per Hacke ins Glück

Auch die zweite Hälfte brachte zunächst wenig Veränderung. Beide Teams standen kompakt, Schalke ließ der Eintracht immer wieder für längere Zeiträume den Ball und die Frankfurter wussten damit nicht wirklich etwas anzufangen. Lange Schläge ins Nichts waren das meist genutzte fußballerische Stilmittel – und es war unattraktiv und ungefährlich.

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Das änderte sich erst in der 65. Minute, als ein schneller Haken von Burgstaller und der abschließende Schuss als Weckruf für die Partie dienten. Die taktischen Vorgaben wurden kurz vergessen, plötzlich gab es Chancen auf beiden Seiten. Hradecky parierte überragend gegen Burgstaller (67.), auf der Gegenseite klärte Naldo mit einer Grätsche der Marke "volles Riskio" in höchster Not gegen Marco Fabian. Es war eine kurze Phase der Aufregung – und sie wurde durch Jovics Treffer gekrönt (75.). Der Eintracht-Toptorjäger beförderte den Ball nach einer Ecke mit der Hacke ins lange Eck – und die Frankfurter damit ins Pokal-Finale.

Denn obwohl der eingewechselte Gelson Fernandes kurz darauf nach nur 33 Sekunden auf dem Platz Rot sah (81.), verteidigten die Hessen die knappe Führung bis zum Schlusspfiff - allerdings unter Mithilfe von Schiedsrichter Robert Hartmann, der einen Treffer von Franco di Santo in der Nachspielzeit wegen eines vermeintlichen Handspiels nicht gab.

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Schalke 04 - Eintracht Frankfurt 0:1 (0:0)  

Schalke: Fährmann - Stambouli, Naldo, Kehrer (82. Teuchert) - Caligiuri, Goretzka, Bentaleb, Schöpf - Harit (88. di Santo), Pjaca (52. Konoplyanka) - Burgstaller
                           
Frankfurt: Hradecky - Abraham, Hasebe, Russ - Wolf, Mascarell (78. Fernandes), de Guzman, Willems (72. da Costa) - Boateng (43. Gacinovic), Fabián - Jovic  

Tore: 0:1 Jovic (75.)

Gelbe Karten: Harit - Mascarell, Jovic
Rot: Fernandes (81.)

Schiedsrichter: Hartmann (Wangen)
Zuschauer: 61.891 (ausverkauft) 

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Sendung: 18.4.2018, hr-iNFO, 23 Uhr