Adi Hütter beim Spiel der Eintracht in Amsterdam

Mit dem 1:2 im Test bei Ajax Amsterdam war die Eintracht noch gut bedient. Trainer und Spieler sind trotzdem bemüht, das Positive aus dem Spiel zu ziehen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht verliert Testspiel in Amsterdam

Sebastian Rode im Zweikampf mit Edson Alvarez von Ajax Amsterdam
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Das zwischenzeitliche 2:0 für Ajax Amsterdam im Test gegen Eintracht Frankfurt am Samstagabend war sinnbildlich: Mit einem schnellen Konter überspielte der niederländische Rekordmeister die gesamte Abwehr der Frankfurter und fing an zu zaubern - Querpass, Hackentrick, Tor. Nicht nur in dieser Szene in der 47. Minute war das Team von Adi Hütter mit Tempo und Spielfreude der Gastgeber, die schließlich mit 2:1 gewannen, überfordert.

Rode lässt sich nichts gefallen

"Wir haben versucht, uns bestmöglich zu verkaufen. Wir mussten teilweise leiden und hinterherlaufen", erkannte der Eintracht-Trainer nach dem Spiel an, war aber auch bemüht um positive Ansätze: "Aber ich bin zufrieden, denn wir haben zwar die Grenzen aufgezeigt bekommen, uns aber bewährt. Wir lassen uns nicht gerne vorführen, da müssen wir auch mal dazwischenhauen und Schwung rausnehmen."

Und sie hauten dazwischen: Gleich vier gelbe Karten holten sich die Frankfurter ab, als sie Ajax-Spieler resolut abräumten - in einem Testspiel, wohlgemerkt. "Sie haben uns viel laufen lassen und wollten uns phasenweise vorführen. Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen und haben wir auch nicht", so Mittelfeldmann Sebastian Rode.

Trapp sammelt Selbstvertrauen

Hütter verwies auf die fehlende Frische der Mannschaft drei Wochen vor dem Bundesliga-Start. "Wir müssen noch an einigen Sachen arbeiten", gab er zu. Die Dreierkette Abraham-Hinteregger-Ndicka, in der 72. Minute kollektiv ausgewechselt, war mit der Ajax-Wucht komplett überfordert. Die Vorderleute ließen sie allerdings auch ein ums andere Mal im Stich. Im Sturm konnte nur André Silva mit seinem Anschlusstreffer sowie zwei weiteren großen Chancen Akzente setzen.

Selbstvertrauen wird am Samstagabend nur Kevin Trapp gesammelt haben: Der Torwart war immer wieder zur Stelle und verhinderte eine deutlich höhere Niederlage. "Ich fühle mich sehr gut. Ich habe viel gearbeitet und mir viel vorgenommen", so Trapp, der nun zur deutschen Nationalmannschaft reist und in Abwesenheit von Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen auf Einsätze hoffen darf. Der 30-Jährige ist damit einer von elf Nationalspielern, die Adi Hütter in der kommenden Trainingszeit sowie im nächsten Test gegen Mainz (5. September, 15.30 Uhr) fehlen werden.