Robert Lewandowski jubelt
Robert Lewandowski war der Matchwinner aufseiten der Bayern. Bild © picture-alliance/dpa

Die Frankfurter Eintracht hat ihren Coup aus dem DFB-Pokalfinale am Sonntag nicht wiederholen können. Im Supercup unterlagen die Hessen dem FC Bayern klar. Die Niederlage hätte sogar noch höher ausfallen können.

Eintracht Frankfurt hat das Spiel um den Supercup gegen den FC Bayern am Sonntag klar verloren. Der deutsche Meister revanchierte sich für die Niederlage im DFB-Pokalfinale im Mai und fegte die Hessen mit 5:0 (2:0) aus dem eigenen Stadion.

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Matchwinner aufseiten der Mannschaft  von Ex-Eintracht-Trainer Niko Kovac war Robert Lewandowski, der drei Tore erzielte (21. Minute, 26., 53.), Kingsley Coman (64.) und Thiago (85.) stellten den Endstand her. Eintracht-Keeper Frederik Rönnow feierte sein Startelfdebüt und sah bei mindestens zwei Gegentoren nicht gut aus.

Vergebene Chancen in der Anfangsphase

Beim höchsten Supercup-Sieg überhaupt zeigte Lewandowski seine ganze Klasse. Der 29-Jährige, der von der Eintracht-Abwehr nicht zu kontrollieren und oft nur auf Kosten von Fouls zu bremsen war, bewies seinen bei der Weltmeisterschaft vermissten Torriecher.

Die Bayern kontrollierten von Beginn an das Spiel, taten sich in der Offensive zunächst aber schwer. Frankfurt stand in der Anfangsphase hinten gut und agierte auch ohne Kroatiens Vize-Weltmeister Ante Rebic, den Neu-Trainer Adi Hütter wegen Trainingsrückstands zunächst auf der Bank ließ, mutig nach vorne. David Abraham (7. Minute) und Jonathan de Guzman (15.) vergaben jedoch erste Gelegenheiten – das sollte sich schnell rächen.

Zweites Tor bringt Verunsicherung

Nach Flanke von Joshua Kimmich köpfte Lewandowski die Bayern in Führung, die der polnische Nationalstürmer wenig später im Anschluss an eine Ecke erneut per Kopf ausbaute. Eintracht-Torwart Frederik Rönnow, der im Sommer als Nachfolger von Lukas Hradecky vom dänischen Vizemeister Brøndby IF gekommen war, machte dabei keine gute Figur.

Das zweite Tor war der Stimmungskiller – auf den Rängen wie auf dem Platz. Die Hessen agierten fortan verunsichert und konnten die Bayern kaum noch fordern. Der Meister ließ Ball und Gegner wie im Training laufen.

Rot für Hummels? Rot für Abraham?

Kurz vor dem Pausenpfiff gab es dann doch noch einen Aufreger, als Mats Hummels den durchgebrochenen Mijat Gacinovic als letzter Mann von den Beinen holte. Schiedsrichter Marco Fritz gab dem Nationalverteidiger zum Unmut der Frankfurter Fans nur Gelb. Der Video-Assistent griff in dieser Szene ebenso wenig ein wie nach 70 Minuten bei einem rot-würdigen Ellbogencheck von Abraham gegen Lewandowski.

Zu diesem Zeitpunkt war die Partie längst entschieden, da die Bayern auch nach dem Wechsel sofort den Vorwärtsgang einlegten. Arjen Robben (48.) verpasste zunächst das 3:0, als er am prächtig reagierenden Rönnow scheiterte. Dafür netzten wenig später erneut Lewandowski und der kurz zuvor eingewechselte Coman ein. Thiago setzte den Schlusspunkt.

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EINTRACHT FRANKFURT – BAYERN MÜNCHEN 0:5 (0:2)

Frankfurt: Rönnow - Abraham, Hasebe, Salcedo - da Costa, Torro, de Guzman (64. Rebic), Willems - Gacinovic, Fabian (64. Blum) - Haller (76. Jovic) 

München:
Neuer, Kimmich, Süle, Hummels, Alaba - Martinez - Robben (58. Coman), Müller (64. Goretzka), Thiago, Ribery - Lewandowski (72. Wagner)               

Tore: 0:1 Lewandowski (21.), 0:2 Lewandowski (26.), 0:3 Lewandowski (53.), 0:4 Coman (64.), 0:5 Thiago (85.)
Gelbe Karten: Abraham / Hummels

Schiedsrichter: Fritz (Korb)            
Zuschauer: 51.500

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Sendung: hr-iNFO, 12.08.2018, 22.30 Uhr