Daichi Kamada jubelt

Kaum hat Daichi Kamada seinen neuen Vertrag bei Eintracht Frankfurt unterschrieben, formuliert der Japaner forsche Ziele. Für sich selbst und für seinen Club.

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Daichi Kamada Eintracht Frankfurt still
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Viel ist geschrieben worden über Daichi Kamada in den vergangenen Tagen und Wochen. Über die Wechselabsichten des Edeltechnikers, über seinen Berater in Japan, der Kamada angeblich bei einem großen Club unterbringen wollte, und über die Pandemie-Klausel, die in seinen neuen Vertrag bei der Eintracht eingefügt werden sollte und auf die der 24-Jährige keine Lust hatte. Laut Kamada war das vermeintliche Hickhack der vergangenen Wochen aber eigentlich ganz einfach.

Wechsel stand nie ernsthaft zur Debatte

"Für mich war es schon länger klar, dass ich hierbleiben will", sagt der Mittelfeldspieler auf einer Pressekonferenz nach seiner Vertragsverlängerung bis zum Sommer 2023. Natürlich mussten auch Geldfragen geklärt werden, aber: "Ich habe mich nie mit einem Transfer beschäftigt."

Kamada fühlt sich wohl bei der Eintracht. Der Trainer, das Team, die Anerkennung: Für den Japaner gibt es nur wenige Gründe, den Hessen den Rücken zu kehren. "Es gibt nicht sehr viele Teams, die so weit über Frankfurt stehen, um den nächsten großen Schritt zu machen", sagt der 24-Jährige. Und weil es von solchen Teams keine Anfrage gab, möchte Kamada eben den nächsten Schritt in Frankfurt machen.

15 Scorerpunkte als Ziel

Obwohl er bei der Eintracht in der abgelaufenen Saison der Senkrechtstarter schlechthin war, geht er ungewohnt hart mit sich ins Gericht. "Ich bin mit meiner Leistung in der Bundesliga nicht zufrieden", erklärt Kamada, nur um sogleich anzufügen: "Wenn ich mich auf die Liga konzentrieren kann, kann ich ein neues Level erreichen."

Ohne die zusätzliche Belastung der Europa League sollten 15 Scorerpunkte (Tore und Vorlagen) in der Liga durchaus drin sein, so der Japaner. "Im Abwehrverhalten muss ich mich auch noch ein bisschen verbessern. Da habe ich nach der Corona-Pause aber schon einige Fortschritte gemacht." Darüber habe er auch mit Trainer Adi Hütter gesprochen.

Auf in die Champions League?

Worüber er nicht mit den Offiziellen gesprochen hat, war seine Antwort auf die Journalisten-Frage, ob er denn nicht gerne bei einem größeren Club in der Champions League spielen möchte. "Im Moment habe ich das Ziel, eher mit Frankfurt in die Champions League zu kommen", ließ Kamada verlauten.

Das nötigte seinen Pressesprecher, umgehend klarzustellen, dass die Champions League nicht das offizielle Saisonziel der Eintracht sei. Sollte Kamada auf seinem neuen Level die Hessen mit 15 Saisontoren aus Versehen doch in die Königsklasse schießen, wäre ihm aber wohl trotzdem niemand böse. Auch wenn es erst 2022 ist.