Imago - Marco Russ, Oka Nikolov

Welche 20 Eintracht-Spieler waren die besten der vergangenen 20 Jahren? Hier gibt es die Ränge 20 bis 16 in unserem Experten-Ranking. Vor allem die Urgesteine haben hier ihren Platz gefunden.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die Eintracht-Spieler im Ranking

Boateng, Schur und Meier
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In zwei Jahrzehnten Eintracht Frankfurt waren von 2000 bis 2020 viele prägende Spieler unterwegs. Doch welche 20 Spieler stachen in diesem Zeitraum besonders hervor? Hier gibt es die Plätze 20 bis 16 in unserem Expertenranking.

20. Marco Russ (328 Spiele/Pokalsieger/Relegations-"Held")

Als Marco Russ am 22. Oktober 2004 bei einer 1:2-Niederlage der Eintracht gegen Greuther Fürth zehn Minuten vor Schluss sein Profi-Debüt feierte, war der Karriereverlauf noch nicht absehbar. Aus dem jungen Debütanten wurde eine – bis auf eine Intermezzo in Wolfsburg – treue Frankfurter Säule mit bisher 328 Pflichtspielen. Helden-Status erwarb sich der gebürtige Hanauer vor allem im Mai 2016 rund um die Relegation gegen Nürnberg: Obwohl bei einer Dopingprobe dramatischerweise Hodenkrebs diagnostiziert wurde, wirkte Russ im Hinspiel gegen die Franken noch mit, fabrizierte ein Eigentor – und durfte sich beim Rückspiel auf dem Krankenbett nach geglückter Operation über den Sieg freuen. Der 34-Jährige ließ sich davon nicht unterkriegen und stand beim Pokalsieg 2018 kurze Zeit mit auf dem Feld. Aktuell kämpft er sich nach einer Knieverletzung zurück, zudem läuft sein Vertrag aus. Aber abschreiben, das haben alle in Frankfurt gelernt, sollte man Marco Russ deshalb nicht.

Experten-Punkte: 90

19. Carlos Zambrano (117 Spiele/42 Gelbe Karten/2 Platzverweise)

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So läuft das Bewertungssystem

Für unser Ranking haben wir 25 Experten nach ihren Top 20 gefragt. Dabei waren Mitglieder der HR-Sportredaktion, Kollegen von Zeitungen wie der Frankfurter Rundschau, der Bild, dem Kicker und der FAZ sowie Fan-Blogger und prominente SGE-Anhänger wie Henni Nachtsheim. Für Rang eins gab es 20 Punkte, für Rang zwei 19 und so weiter. Am Ende haben wir alle Punkte zusammengezählt und kamen so auf das finale Ranking.

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Carlos Zambrano und Eintracht-Fans klatschen sich ab.

Wenn Weltklasse-Stürmer Robert Lewandowski über seine härtesten Gegenspieler spricht, dann nennt der Pole neben Sergio Ramos, Jerome Boateng und Mats Hummels auch Carlos Zambrano. Als "sehr aggressiven Innenverteidiger" behielt der Angreifer des FC Bayern den Peruaner im Gedächtnis. Zambrano spielte vier Jahre für die Eintracht und hinterließ seine Spuren – beim Anhang umjubelt, bei den gegnerischen Angreifern gefürchtet. Zambrano war der klassische Fall eines Spielers, den man im eigenen Team liebt und im gegnerischen hasst. Der 2017 eingeführte Videobeweis hätte die Anzahl seiner Platzverweise möglicherweise erhöht, denn auf dem Feld kannte der Peruaner keine Freunde. Den Fans war es egal: Sie honorierten den stets großen Einsatz, der die technischen Mängel kaschierte.

Experten-Punkte: 95

18. Pirmin Schwegler (141 Spiele/Aufstiegs-Kapitän 2012)

Pirmin Schwegler in der Europa-League-Saison 2013/2014

Das Ende von Pirmin Schwegler bei der Eintracht verlief im Frühjahr 2014 nach einer Saison mit vielen Verletzungen unglücklich. Der Schweizer ging zur TSG Hoffenheim und es blieb ein bitterer Nachgeschmack - bei den Fans und Verantwortlichen. Doch trotz dieses Abgangs war der stille, nachdenkliche Schweizer eine prägende Figur für den Eintracht-Fußball. Nach der Rückrunde der Schande führte der Mittelfeldmann die Frankfurter als Kapitän zurück in die Bundesliga und als Aufsteiger direkt in die Europa League. Besonders in dieser Saison war der Stratege neben Umschaltmonster Sebastian Rode auf der Doppelsechs kaum zu bremsen. Nicht umsonst rangierten die beiden damals im Kicker-Ranking in der Hinrunde nur hinter Bastian Schweinsteiger.

Experten-Punkte: 112

17. Uwe Bindewald (442 Spiele/Eintracht-Legende)

Rausch will auf dem Feld Bindewald abklatschen.

Wer in den Rang des Publikumslieblings bei einem Traditionsverein aufsteigen will, muss etwas Besonderes geleistet haben oder eben ein ganz bestimmter Typ sein. Ein Original also wie der Friedberger Uwe Bindewald, der in seinen 18 Jahren bei der Eintracht als Mann für das Grobe galt und von den Fans dennoch den Spitznamen der brasilianischen Legende "Zico" erhielt. Seine große Zeit hatte der Abwehrmann im vergangenen Jahrtausend, wo er die verpasste Meisterschaft 1992 miterlebte. Trotz dieser Ereignisse berührte ihn vor allem die große Abschiedschoreographie im Frühjahr 2004. Heute ist er bei den Frankfurtern als Mitarbeiter zum Ausbau der internationalen Beziehungen tätig.

Experten-Punkte: 113

16. Oka Nikolov (415 Spiele/22 Jahre bei der Eintracht)

Ob Dirk Heinen, Markus Pröll, Ralf Fährmann oder Thomas Kessler: Viele ambitionierte Torhüter mussten am Ende zwischen den Pfosten den Platz für den "ewigen" Oka Nikolov freimachen. Erst Kevin Trapp gelang die Wachablösung. Bis dahin galt: Wenn der Mazedonier auf der Linie gefragt war, dann parierte er oftmals spektakulär. Die Reflexe? Herausragend! Der FC Bayern München wird sich an 38 Schüsse ohne Torerfolg im Herbst 2007 auch heute noch ganz genau erinnern. Doch wehe, die hohen Bälle segelten in den Strafraum, dann zitterte nicht nur die Abwehrreihe, sondern gleich ein ganz Stadion mit. Die Trainer und Anhänger wussten dennoch stets, was sie an Nikolov hatten: einen zuverlässigen Schlussmann, der immer da war, wenn er gebraucht wurde.

Experten-Punkte: 131

Ihre Kommentare Wer sind Ihre 20 besten Eintracht-Spieler der letzten 20 Jahre?

184 Kommentare

  • Russ

  • AMFG ist auch meine Nr. 1. Ich war erstaunt, dass das im Heimspiel am Montag nicht immer rüber kam.
    Was ich nie verstanden habe - und auch den Verantwortlichen (z.B. Bobic) übel nehme, dass man ihn im Grunde genommen abserviert hat. Er hätte einfach noch mal eingesetzt werden müssen. Auch im Pokal-Endspiel.
    Noch eine Anmerkung: Charakterlich auch ganz vorne muss Gacinovic stehen. Unvergessen und für immer im Herzen sein Lauf zum 3:1!!!

  • Gute Liste ! Was hier wieder Leute schreiben! Wusste gar nicht, dass Uwe Bein und Bernd Hölzenbein 2000 noch gespielt haben - der letzten 20 Jahre bedeutet 2000-2020! Maaaaaan!!!!

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