Daichi Kamada
Daichi Kamada will bei der Eintracht im zweiten Anlauf durchstarten. Bild © Imago Images

Er ist zurückgekommen, um zu bleiben: Daichi Kamada ist die positive Überraschung in der bisherigen Vorbereitung der Frankfurter Eintracht. Im zweiten Anlauf will sich der Japaner nun durchsetzen. Die Bundesliga komme ihm dabei entgegen, sagt er.

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Adi Hütter still Kamada Trainingslager

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Ein Lautsprecher wird Daichi Kamada wohl nicht mehr werden. Schmächtig, schüchtern und mit leiser Stimme stellt sich der Mittelfeldspieler der Frankfurter Eintracht den Fragen der versammelten Presse. Ein Dolmetscher übersetzt aus dem Japanischen, wenngleich Kamada schon den einen oder anderen deutschen Satz aufschnappt. "Ich verstehe mehr, als ich sprechen kann ", meint er.

Der 22-Jährige lässt im bisherigen Verlauf der Sommervorbereitung aber ohnehin eher Taten als Worte sprechen. Die vergangene Saison als Leihspieler beim belgischen Erstligisten VV St. Truiden hat Kamada spürbar gut getan. Auch Trainer Adi Hütter, der den Asiaten eigentlich nicht mehr auf dem Zettel hatte, zeigte sich positiv überrascht. Vom sicheren Wechselkandidaten mauserte sich Kamada im internen Ranking immerhin schon ins Blickfeld der sportlich Verantwortlichen.

In Belgien gut gewachsen

Doch für den Japaner soll es diesmal mehr sein. "Ich bin einen Schritt weiter als letztes Jahr", berichtet der Offensivspieler. In der belgischen Provinz tankte Kamada mit starken Leistungen ordentlich Selbstvertrauen. Die Spielpraxis, die ihm bei seinem ersten Gastspiel in Frankfurt in der Saison 2017/2018 nicht vergönnt war, habe ihn entscheidend weitergebracht. "In Belgien bin ich gut gewachsen", sagt Kamada. Das sehe auch Trainer Hütter so.

Jetzt geht es für den 22-Jährigen darum, den Coach nachhaltig zu überzeugen. Bis zum Rundenstart will Kamada zum festen Kader der Hessen gehören. Seine favorisierten Positionen als Spielmacher oder hängende Spitze sind im internen Konkurrenzkampf aktuell nicht gerade üppig besetzt. "Ich denke schon, dass ich die Bundesliga schaffen kann", macht der zweimalige Nationalspieler entsprechend Werbung in eigener Sache.

Zukunft in Frankfurt geplant

Die deutsche Eliteliga sieht Kamada sogar als Vorteil für sich und seine Spielweise. Zwar sei das Niveau in Deutschland wesentlich höher als in Belgien. "Aber im offensiven Bereich ist es eventuell etwas einfacher, in der Bundesliga zu spielen", sagt der Techniker – und liefert die passende Erklärung für seine These: "Weil die Mitspieler alle ein Level höher sind und die Pässe besser ankommen."

Einen Plan B, falls es auch im zweiten Anlauf bei der Eintracht nicht klappen sollte, hat Kamada derzeit nicht. Einen Abgang noch in der Sommerpause hält er allerdings für sehr unwahrscheinlich. "Ich denke nicht daran, den Verein zu verlassen", sagt er. In Frankfurt besitzt Kamada noch einen Vertrag bis 2021. "Ich gehe davon aus, dass ich hierbleibe", meint der Rückkehrer gar nicht mal so schüchtern.