Hübner Rode
Sebastian Rode Bild © Foto Hübner

Sebastian Rode hat mit Borussia Dortmund und Bayern München bei gleich zwei Top-Clubs gespielt, der große Durchbruch aber blieb ihm verwehrt. Die Erfahrungen aus dieser Zeit will der Neuzugang jetzt bei der Eintracht einbringen und vorneweg gehen.

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Bei strahlendem Sonnenschein und Badewetter bei Temperaturen rund um die 20-Grad-Marke hat der nach viereinhalb Jahren zurückgekehrte Sebastian Rode im Trainingslager an der Westküste in Florida bei Eintracht Frankfurt erste Akzente gesetzt. Beobachter der Übungseinheiten berichten, wie dynamisch und überraschend selbstbewusst der von Borussia Dortmund in seine Heimat ausgeliehene Mittelfeldspieler nach 19 Monaten ohne Spielpraxis auftritt. Beim 2:1-Sieg gegen den FC São Paulo stand Rode dann erstmals nach seiner Rückkehr wieder für die Eintracht auf dem Platz.

Rode will Qualität anheben

Der Südhesse muss sich gegen große Konkurrenz im Zentrum behaupten: Jonathan de Guzman, Mijat Gacinovic, Gelson Fernandes oder der zum defensiven Mittelfeldfeldspieler umfunktionierte Jetro Willems werden ihn nicht kampflos vorbeiziehen lassen. Es ist diese Klasse, die Rode mit Blick auf sein erstes Eintracht-Engagement von 2010 bis 2014, derzeit überzeugt. "Jetzt hoffe ich, die Qualität noch mal etwas höher zu heben", sagte der Mittelfeldspieler im Gespräch mit dem hr-sport.

Obwohl er unter BVB-Trainer Lucien Favre nach einjähriger Verletzungspause (Schambein) keine Chance mehr bekam und letztmals im Mai 2017 im Kader stand, arbeitete er hart für diese Chance bei der Eintracht: "Da muss man sagen: Bis Winter will ich auf einem Top-Niveau sein und mich bei einem neuen Verein in guter Verfassung präsentieren."

Das "Bayern-Gen" übertragen

Vor allem die Erfahrung aus den beiden Spielzeiten beim FC Bayern München will Rode in der Rückrunde einbringen und in die Führungsrolle hineinwachsen: "In München lernt man, immer gewinnen zu wollen oder zu müssen. Das will ich den Jungs auch ein bisschen vermitteln. Ich hoffe, dass ich da ein bisschen vorangehen kann."

Es ist das "Bayern-Gen", das er von 2014 bis 2016 beim deutschen Rekordmeister eingeimpft bekam. Obwohl Rode der Durchbruch bei den Münchnern verwehrt blieb, hat er viel gelernt und mitgenommen: "Das war eine Zeit mit Weltklassespielern, die alles schon erreicht hatten und trotzdem jeden Tag brutal trainiert haben, um wieder zu spielen. Dieser Ehrgeiz, diese Verbissenheit, die war beachtlich."

Erfolgreiche Rückrunde angepeilt

Als einen wichtigen Faktor in dieser Karrierephase bezeichnete er den damaligen Münchener Coach Pep Guardiola: "Ich konnte von einem der besten Trainer der Welt lernen." Rode kam in zwei Spielzeiten bei den Bayern auf 52 Pflichtspiele, acht davon bestritt er in der Champions League. Dieses Ziel ruft er zwar nicht offen aus, doch er strebt in Frankfurt im kommenden halben Jahr nach dem Optimum: "Jetzt will ich meinen Teil dazu beitragen, dass es eine erfolgreiche Rückrunde wird."