Lucas Torro, David Abraham und Martin Hinteregger nach dem Spiel gegen die Hertha.
In der Rückrunde gab es für die Eintracht-Defensive mehr zu tun. Bild © Imago Images

Fußball ist nicht nur Tore, Pässe, Ballbesitz. Manchmal muss es auch die harte Gangart sein. Im zweiten Teil des Eintracht-Saison-Checks zeigt sich aber, dass besonders die Defensive der Frankfurter das Gegenteil verkörpert.

Die Saison ist vorbei, die Sommerpause beginnt für die Eintracht-Profis. Zumindest nach der China-Reise. Während Makoto Hasebe, Filip Kostic und Co. dann endlich einmal Kraft tanken können, wird nach der langen und intensiven Saison die große Bilanz gezogen. Was fiel besonders auf? Wo herrscht Nachholbedarf? Wo lief es richtig gut? (Hier geht es zum ersten Teil der Analyse)

Um diese Fragen zu klären, haben wir uns mit Hilfe der offiziellen Daten von bundesliga.de durch die Saison-Statistiken der Eintracht gewühlt. Vom ersten bis zum letzten Spieltag. Im zweiten Teil des Statistik-Rückblicks haben wir dabei die Lupe auf die Zweikämpfe und die Fouls gelegt - und das auf ein einzelnes Spiel heruntergebrochen. Dabei ist zu sehen: Ein Eintracht-Profi, bei dem man es nicht erwartet, wird häufiger gefoult, als dass er selbst zulangt.

Ab in den Nahkampf

Sébastien Haller hat in 90 Minuten Fußball bei Eintracht Frankfurt einiges zu tun. Ein Zweikampf hier, der nächste Zweikampf dort. Pause gibt es fast nie. Knapp alle drei Minuten pro Spiel muss der Franzose in den Zweikampf, viele davon sind Luftduelle nach Abstößen. Damit ist er bei der Eintracht uneinholbar vorne. Einzig Ante Rebic kann ihm da einigermaßen folgen.

Die Verteidiger der Frankfurter kommen in dieser Statistik erst relativ weit hinten. Im Gegensatz zur Hinrunde zeigt sich aber auch, dass alle Defensiv-Akteure der Hessen im zweiten Teil der Saison deutlich mehr Arbeit verrichten mussten. Ein Fakt, der der langen Saison und den schwindenden Kräften - auch in der Offensive - geschuldet ist. Für die Defensive spricht aber auch der Umstand, dass...

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Sieg nach Punkten

...sie zwar mehr Zweikämpfe führen musste, die Quote der gewonnenen Nahkampfduelle aber in der Rückrunde auch nach oben ging. David Abraham, Simon Falette und Evan N'Dicka konnten ihre Zweikampfquote verbessern. Winter-Neuzugang Martin Hinteregger hat eine ähnlich gute Qute. Der einzige, der sich ein wenig verschlechterte, war Makoto Hasebe. Der Japaner musste in der Rückrunde aber auch vermehrt im zentralen Mittelfeld auflaufen, wo es etwas zackiger zur Sache geht.

Beim Blick auf die Offensivabteilung zeigt sich bei Haller und Rebic, über die es schon im vorigen Punkt ging, ein deutlicher Unterschied. Während Haller viele Zweikämpfe führt und auch die Hälfte davon gewinnt, führt Rebic viele Zweikämpfe und verliert viele. Zudem auch deutlich mehr als in der Hinrunde.

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Fouls, Fouls, Fouls

Die Eintracht ist zahmer geworden. Zumindest im Laufe der Saison. Das belegt die Foul-Statistik. Bestes Beispiel: der Kroate Rebic. In der Hinrunde beging der Stürmer noch 2,76 Fouls pro Spiel. Schaut man nach der gesamten Saison auf seine Zahlen, sind es nur noch 2 pro Partie. Da hat jemand in der Rückrunde in Sachen Aggressivität aber deutlich zurückgefahren.

Auch beachtlich: Bis auf N'Dicka beging kein Eintracht-Verteidiger mehr als ein Foul pro Spiel im Schnitt. Und auch der junge Franzose kommt nur auf 1,02 pro Partie. Dieser Teil war aber auch nur dadurch möglich, dass der Foul-König der Eintracht-Defensive, Carlos Salcedo (1,96), die Hessen zur Winterpause verließ. Der für den Mexikaner geholte Hinteregger hat dabei die kurioseste Foul-Bilanz, denn...

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Auch die anderen teilen aus

...der Österreicher wurde öfter selbst gefoult, als dass er einen Regelverstoß beging. Der Verteidiger wurde im Schnitt 1,73 Mal pro Spiel regelwidrig aufgehalten. Das schaffte noch nicht einmal die Offensiv-Abteilung um Haller, Rebic und Luka Jovic. An der Spitze dieser Wertung liegt aber wie nach der Hinrunde weiter Mijat Gacinovic.

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