Jubelnde Eintracht-Spieler
Luka Jovic (re.) jubelte häufig, Sebastian Rode (li.) und Filip Kostic (vorne) liefen eifrig. Bild © Imago Images

Wer hat die meisten Meter gemacht? Wer ballerte am häufigsten aufs Tor? Wer war die Ballmaschine? Im ersten Teil des Saison-Statistik-Checks der Eintracht dreht sich alles um die Arbeitsbienen und Torjäger. Ein Spieler hat sich dabei trotz enormer Belastung noch einmal gesteigert.

Die Saison ist vorbei, die Sommerpause beginnt für die Eintracht-Profis. Zumindest nach der China-Reise. Während Makoto Hasebe, Filip Kostic und Co. dann endlich einmal Kraft tanken können, wird nach der langen und intensiven Saison die große Bilanz gezogen. Was fiel besonders auf? Wo herrscht Nachholbedarf? Wo lief es richtig gut?

Um diese Fragen zu klären, haben wir uns mit Hilfe der offiziellen Daten von bundesliga.de durch die Saison-Statistiken der Eintracht gewühlt. Vom ersten bis zum letzten Spieltag. Im ersten Teil des Statistik-Rückblicks geht es um die Laufleistungen, die Torschüsse und die Ballkontake. Wichtig dabei: Wir haben alle Werte auf ein virtuelles Spiel heruntergebrochen. Es sind also Werte pro 90 Minuten - und dadurch sind sie deutlich besser vergleichbar.

Die Minuten-Meister

Einer hat sich diesen Sommer-Urlaub richtig verdient: Danny da Costa. Der Rechtsverteidiger verpasste in der Bundesliga keine einzige Partie. Hut ab. Wer einen Blick auf Platz zwei wagt, merkt schnell: Die Minuten-Meister der Eintracht arbeiten auf den Seitenlinien. Hinter da Costa befindet sich sein Pendant auf der linken Seite, Filip Kostic. Obwohl beide auch spielerisch mehr als überzeugen konnten, auch ein Indiz dafür, dass hier jeweils personeller Ersatz notwendig ist.

Einer rutschte im Gegensatz zur Halbzeit-Bilanz merklich ab: Evan N'Dicka. Zum Ende der Rückrunde war der junge Franzose außen vor, das kostet ihn nun einen Platz auf dem Treppchen. Einen deutlichen Sprung nach vorne machte hingegen Makoto Hasebe, der in der Rückrunde in Da-Costa-Manier kein Bundesliga-Spiel verpasste.

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Die Meter-Macher

Fußball ist ein Bewegungssport. Diesen Satz hat bestimmt jeder Kreisliga-Kicker schon einmal gehört. Was im Kleinen gilt, gilt auch im Großen. Bei der Eintracht beherzigen das die einen mehr als die anderen. Fast schon klassicherweise führen diese Kategorie Spieler aus dem Maschinenraum der Eintracht an: Gelson Fernandes, Sebastian Rode, Mijat Gacinovic, Jonathan de Guzman und Jetro Willems liegen vorne.

Interessant ist daher auch der Blick nach unten - oder besser gesagt: nach vorne. Denn bei den Stürmern der Frankfurter gibt es dann doch deutliche Unterschiede. Während Sébastien Haller konstant elf Kilometer im Spiel läuft, geht es Luka Jovic gemütlicher an und kommt nicht einmal auf zehn. Sturmkollege Ante Rebic befindet sich zwischen den beiden.

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Gib Gas, Junge!

Kilometer abspulen ist das eine, knackige Sprints sind das andere. Ein Spieler beherrscht beides: Gacinovic. Der Serbe führt diese Wertung mit klarem Abstand an. 35 Mal im Schnitt nimmt der Mittelfeld-Allrounder die Beine in die Hand und jagt den Ball oder den Gegner. Auf den Plätzen zwei und drei - wie nach der Hinserie - befinden sich Rebic und Kostic. Das Interessante hierbei: Flügelflitzer Kostic hat sich im Vergleich zur Hinserie noch einmal gesteigert. Bei seinem Minuten-Pensum umso erstaunlicher.

Gemütlicher lässt es da die Abwehrreihe angehen. Weder Simon Falette noch Martin Hinteregger oder Hasebe schaffen die Hälfte des Gacinovic-Pensums. Muss ja auch nicht sein. Schließlich sollte die letzte Defensiv-Reihe nur im Notfall ins Sprint-Duell. Einen Bekannten treffen wir auch in dieser Statistik wieder: Knipser Jovic. Im Gegensatz zur Hinrunde ist die Anzahl der Sprints beim Torjäger sogar noch einmal gesunken. Ein Arbeitstier ist der Serbe nun wirklich nicht.

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Feuer frei - drauf auf die Kiste!

Das Ziel des Spiels bleibt jedoch - bei aller Rennerei - immer noch der Torerfolg. Und da ist Jovic natürlich ganz vorne dabei. Knapp vier Mal pro Spiel ballerte der 21-Jährige auf die Kiste. Das Interessanteste an dieser Statistik ist jedoch, dass keiner aus dem Tor-Trio der Eintracht den Wert aus der Hinrunde halten konnte - weder Jovic (zur Hinrunde 4,02), noch Rebic (3,68), noch Haller (2,38).

Die Durchschlagskraft der ersten 17 Spieltage hatten die Frankfurter in der Rückrunde nicht mehr. Nur einem war diese Statistik herzlich egal. Laufwunder Kostic war einer der wenigen, der ab der Winterpause seine Torschuss-Statistik nach oben verbesserte.

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Die Ballmagneten

Torschüsse, Kilometer, Sprints - was fehlt da noch? Klar, die Ballkontakte. Auch hier schiebt sich Winter-Neuzugang Rode direkt an die Spitze. Ein Wert, der unterstreicht, wie wichtig der Ex-Borusse im Spiel der Frankfurter bis zu seiner Verletzung war. Neben Rode befinden sich naturgemäß weitere Spieler aus dem Zentrum des Spiels an der Spitze dieser Statistik. Dazu kommt: Das Frankfurter Spiel bleibt weiter extrem linkslastig, Kostic hat fast zehn Mal häufiger den Ball als sein Gegenüber da Costa.

Schaut man sich zudem die Stürmer an, weiß man schnell, warum Haller im Saisonspurt - als er verletzt ausfiel - so sehr fehlte. Der Franzose hat im Spiel deutlich mehr Ballkontakte als seine Partner Rebic und Jovic. Apropos Jovic. Wenigstens bei den Ballkontakten konnte sich der Serbe im Laufe der Saison steigern.

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