Eintracht Frankfurt bejubelt den Sieg in Bielefeld

Eintracht Frankfurts Traum von Europa lebt - und wie. Bei Arminia Bielefeld gewinnen die Hessen absolut verdient mit 5:1 - und springen auf den sechsten Tabellenplatz.

Eintracht Frankfurt bleibt auf Erfolgskurs. In Bielefeld gewannen die Hessen überzeugend mit 5:1. André Silva (25./33.) sowie Filip Kostic (27.) schossen innerhalb von nur acht Minuten einen komfortablen Vorsprung heraus, Sergio Córdova traf kurz darauf zum Anschluss (36.). Nach der Pause trafen Joakim Nilsson (51.) per Eigentor und der eingewechselte Luka Jovic (75.) zum Endstand.

Im Vergleich zum 2:2-Remis in Freiburg schickte Eintracht-Coach Adi Hütter seine Mannschaft mit zwei Veränderungen ins Spiel. Daichi Kamada ersetzte den gelbgesperrten Aymen Barkok, Erik Durm startete für Almamy Touré. Die Arminia, zuletzt drei Spiele in Folge ohne Gegentor, suchte ihr Heil in der Defensive, und knapp fünfzehn Minuten schien es, als würde sich eine eher zähe Partie entwickeln. Auch weil die ersten Abschlüsse der Eintracht durch Durm (11.) und Filip Kostic per Weitschuss (13.) noch zu ungenau gerieten.

Acht fulminante Minuten

Dann aber kamen die Hessen ins Rollen und bestätigten eindrucksvoll, warum SCF-Trainer Christian Streich die Eintracht unter der Woche noch als "spielerisch mit das Beste der Liga" bezeichnet hatte. Angetrieben von Djibril Sow und Makoto Hasebe im zentralen Mittelfeld sowie dem fulminanten Kostic auf Links, lief der Ball teils wie an der Schnur gezogen durch die Reihen der Hessen.

Zum verdienten Führungstreffer benötigte die Eintracht dann dennoch etwas Glück: Eine Flanke von Kostic wollte Nilsson im Strafraum klären, schoss dabei aber den eigenen Mann an. Der Abpraller landete vor den Füßen von André Silva, der fünf Meter vorm Tor cool blieb (25.)

Zweimal Silva, einmal Kostic

Es war der Auftakt zu furiosen acht Minuten. Eine kurz ausgeführte Ecke erreichte Kostic knapp 30 Meter vor dem Tor, der Serbe zog trocken ab, Bielefeld-Keeper Stefan Ortega reagierte nicht einmal (27.). Kurz darauf gar das 3:0. Younes fand links im Strafraum Kostic, der Serbe legte auf Silva ab und dieser traf mit wunderschönem Volleschuss in den Winkel (33.). Und schon hatten die Hessen für klare Verhältnisse gesorgt.

Oder doch nicht? Die Bielefelder kamen spielerisch lange nicht über gut gemeinte Ansätze hinaus, in der 37. Minute stieg Sergio Cordova nach einer Flanke von rechts höher als Durm und traf per Bilderbuch-Kopfball zum 1:3. Die Eintracht ließ jedoch nichts mehr anbrennen. Kurz nach der Pause schickte Kamada den starken Kostic auf links, dessen Hereingabe bugsierte der von Silva bedrängte Nilsson ins eigene Tor.

Jovic kommt und trifft

Und besser wurde es für Bielefeld auch dann nicht, als nach knapp einer Stunde Luka Jovic für den starken Amin Younes ins Spiel kam - und machte, was er eben so macht: Kostic schickte Kamada zur Grundlinie, der Japaner legte zurück, Jovic nahm den Ball am Elfmeterpunkt fein an und schloss trocken ins lange Eck ab (75.).

Und so wurde das Spiel am Ende zu einer Machtdemonstration der Eintracht, die sich nun mehr denn je Hoffnungen aufs internationale Geschäft machen darf. In dieser Form ist das alles andere als unrealistisch.

Weitere Informationen

Arminia Bielefeld - Eintracht Frankfurt 1:5 (1:3)

Bielefeld: Ortega - Brunner, Pieper, Nilsson, Laursen - Kunze - Hartel (77. Maier) - Doan, Yabo (46. Gebauer) - Klos (77. Schipplok) Cordova (59. Seufert)
Frankfurt: Trapp - Tuta, Hinteregger, N'Dicka - Durm (72. Toure), Hasebe (72. Ilsanker), Sow (77. Rode), Kostic - Kamada (77. Hrustic), Younes (66. Jovic) - Silva

Tore: 0:1 Silva (25.), 0:2 Kostic (27.), 0:3 Silva (33.), 1:3 Cordova (36.), 1:4 Nilsson (51./ET), 1:5 Jovic (75.)
Gelbe Karten: - / N'Dicka, Younes

Schiedsrichter: Schröder (Hannover)

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