Jubelnde Eintracht-Spieler
Großer Jubel nach dem 1:0 der Eintracht gegen Lazio Rom. Bild © Imago

Eintracht Frankfurt feiert in der Europa League eine historische Nacht: Im ersten europäischen Heimspiel seit über vier Jahren überrennen die Hessen das italienische Spitzenteam Lazio Rom. Die Kulisse: Champions-League-würdig.

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Eintracht Frankfurt hat den Traumstart in die Europa-League-Saison perfekt gemacht. Nach dem überraschenden 2:1 in Marseille gewannen die Hessen am Donnerstag auch ihr erstes Heimspiel mit 4:1 (2:1) gegen Lazio Rom. Nach den Siegen gegen die beiden favorisierten Teams in der Gruppe H grüßen die Frankfurter als souveräner Tabellenführer. Lazio ist mit drei Punkten Zweiter, dahinter folgen Limassol und Marseille nach einem 2:2 mit jeweils einem Zähler.

Das erste Europacup-Heimspiel seit mehr als vier Jahren wurde für die Hessen zum erhofften Feiertag: Die 47.000 Zuschauer auf den Tribünen legten das Fundament mit einer tollen Choreografie vor dem Anpfiff und sorgten während der 90 Minuten für ohrenbetäubenden Lärm. Das schien die Eintracht zu beflügeln: Doppeltorschütze Danny da Costa (4. Minute, 90.+4), Filip Kostic (28.) und Luka Jovic (52.) trafen zum Sieg gegen den italienischen Spitzenclub, der dank Marco Parolo (23.) zwischenzeitlich ausgleichen konnte. Rom beendete das Spiel nach Platzverweisen gegen Dusan Basta und Joaquin Correa nur zu neunt.

Die Eintracht-Choreo
Imposante Choreografie der Frankfurter Fans vor dem Anpfiff. Bild © Imago

Vollgas auf und neben dem Platz

Mit Ante Rebic saß der Hochgeschwindigkeitsfußballer schlechthin in Reihen der Eintracht zwar zunächst überraschend auf der Bank, dennoch ging die Mannschaft von Trainer Adi Hütter vom Anpfiff weg ein atemberaubendes Tempo. Die Italiener schienen davon in der Anfangsphase schlicht überfordert und kassierten nach der zweiten Ecke bereits das Gegentor: Da Costa stand im Strafraum sträflich frei und verwertete die Hereingabe von Jonathan de Guzman volley zur Frankfurter Führung (4.).

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Danach schien es so, als würden die annähernd in Topbesetzung angetretenen Römer das Kommando übernehmen. Und tatsächlich traf Kapitän Parolo nach einem Konter über die rechte Frankfurter Abwehrseite zum Ausgleich (23.). Doch danach war die Eintracht wieder an der Reihe: Sébastien Haller kämpfte sich mit Ball in den Strafraum und bediente Mijat Gacinovic, dessen Pass in den Rücken der Abwehr Kostic zur verdienten 2:1-Führung unter die Latte jagte (28.).

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Die Pausenführung war hochverdient, allein schon deshalb, weil die Eintracht mit ihrer Doppelspitze Haller/Jovic und den nachrückenden Mittelfeldspielern früh und furchtlos attackierte und die wacklige Lazio-Abwehr zu zahlreichen Ballverlusten zwang. So lag stets eine Gefahr für das Tor von Silvio Proto in der Luft. Zeit zum Durchatmen hatten die Gäste mit Ball praktisch nie, weil ihnen stets ein Rudel hungriger Frankfurter im Nacken hing.

Jovic mit der Vorentscheidung, Lazio nur noch zu neunt

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In Überzahl – Roms Dusan Basta hatte unmittelbar vor dem Pausenpfiff die Ampelkarte gesehen (45.+3) – legten die Frankfurter wenige Minuten nach Wiederbeginn den dritten Treffer hinterher. Und wie: Nach einer Lazio-Ecke trug der erneut überragende Haller das Leder in die gegnerische Hälfte und spielte vor dem Strafraum quer auf den mitgelaufenen Jovic. Der Serbe schaute einmal, schaute zweimal und chippte den Ball aufreizend lässig über Proto hinweg ins Tor (52.).

Wiederum nur sechs Minuten später dann der nächste Platzverweis: Correa kam mit seiner Grätsche gegen de Guzman deutlich zu spät und sah dafür glatt Rot (58.). Eine Verwarnung hätte es in dieser Szene auch getan.

Erst in doppelter Überzahl nahmen die Hessen den Fuß dann etwas vom Gaspedal. Ein letztes Aufbäumen der Laziali mit Topstürmer Ciro Immobile überstand die Eintracht schadlos und setzte in der Schlussphase sogar noch einen drauf: Da Costa verwertete eine Vorlage des eingewechselten Taleb Tawatha zum 4:1-Endstand. Unter tosendem Applaus beendete der Schiedsrichter kurz darauf die Partie. Neben Haller und Doppeltorschütze da Costa ragte auch Kostic aus einem beeindruckend aufspielenden Kollektiv heraus.

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Eintracht-Spieler jubeln mit den Fans

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found hr-Reporter: "Es passte einfach alles für Eintracht Frankfurt "

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Eintracht Frankfurt - Lazio Rom 4:1 (2:1)

Frankfurt: Trapp - Russ, Hasebe, Falette - da Costa, Torro, de Guzman (88. Stendera), Kostic (78. Tawatha) - Gacinovic - Haller, Jovic (67. Rebic)

Rom: Proto - Luiz Felipe, Acerbi, Wallace - Basta, Parolo, Leiva (76. Luis Alberto), Milinkovic-Savic (64. Berisha), Durmisi (18. Lulic) - Correa, Immobile

Tore: 1:0 da Costa (4.), 1:1 Parolo (23.), 2:1 Kostic (28.), 3:1 Jovic (52.), 4:1 da Costa (90.+4)

Gelbe Karten: Trapp, Russ, Kostic, de Guzman / Immobile
Gelb-Rot: Basta (Wdh.Foulspiel/45.+3)
Rot: Correa (58./Grobes Foulspiel) 

Schiedsrichter: Gözübüyük (Niederlande)
Zuschauer: 47.000 (ausverkauft)  

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