Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic war nach dem 2:1-Sieg gegen Hoffenheim erleichtert.

Fredi Bobic hat sich zur Corona-Pause der Fußball-Bundesliga geäußert. Für den Sportvorstand von Eintracht Frankfurt ist diese "völlig alternativlos".

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Eintracht Frankfurts Sport-Vorstand Fredi Bobic hält die derzeitige Unterbrechung der Fußball-Bundesliga wegen des Coronavirus für "völlig alternativlos". Dies schrieb der Funktionär in einem Gastbeitrag beim Kicker.

"Es geht hier nicht um Sport. Nicht um eine Meisterschaft. Es geht um die Gesundheit aller", führte der frühere Torjäger aus. Andere Bosse wie Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund oder Bayerns Karl-Heinz Rummenigge hatten unter anderem auf die große finanzielle Bedeutung und sonst ausbleibende TV-Gelder nach dem 26. Spieltag hingewiesen.

Geisterspiele sind keine Lösung

Bobic ist in der derzeitigen ernsten Lage auch gegen Spiele ohne Publikum, wie er weiter verdeutlichte. "In einer solchen Situation kann man keine Geisterspiele durchführen. Fakt ist: Sportler wollen Sport treiben. Wir wollen alle unsere Ligen zu Ende spielen. Wir alle aber sind auch Menschen mit Gefühlen, mit Sorgen um unsere Familien. Dass sich in einer solchen Situation junge Menschen nicht auf Sport konzentrieren können, muss jedem klar sein." Keiner in der Branche wisse, wie die Zukunft aussehe.

Bei der Eintracht hat Bobic in der vergangenen Woche besonders deutlich gesehen, wie schnell sich Entscheidungen und das öffentliche Meinungsbild drehen. Am Dienstag hieß es, gegen Basel und Gladbach solle mit Zuschauern gespielt werden. Am Mittwoch wurde korrigiert, dass nur noch gegen Basel Publikum dabei sein soll, was im Laufe des Tages auch noch gekippt wurde. Wegen des Liga-Stopps fand die Bundesliga-Partie des 26. Spieltags gegen Gladbach gar nicht mehr statt.

Spieler haben "intelligente Fragen"

"Eine Entscheidung, die am Vormittag aus Überzeugung getroffen wurde, ist am Nachmittag schon Makulatur", beschrieb Bobic die derzeitige Lage vor dem Treffen der 36 Proficlubs am Montag in Frankfurt. Der Bundesliga-Verein aus Hessen stellt derzeit für eine Woche das Mannschaftstraining ein und rät den Spielern, individuell zu trainieren und Menschenansammlungen zu meiden.

"Die Spieler haben sehr intelligente Fragen gestellt und wir, vorrangig das Ärzteteam, versucht, Antworten zu geben. Wir haben diskutiert auf dem gemeinsamen Weg, ein wenig Klarheit zu erlangen", berichtete Bobic zum Austausch mit den Profis. Das 0:3 gegen den FC Basel in der sonst so bedeutenden Europa League wurde vergangenen Donnerstag angesichts der Lage zur Nebensache. "Es geht auch um Existenzen, wenn wir über eine Fortsetzung oder eine Beendigung der Saison diskutieren", so der Sportvorstand.