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Eintracht-Trainer Adi Hütter hat nicht viel Zeit, seine Mannschaft auf die neue Saison einzustellen Bild © Imago Images

Die Frankfurter Eintracht nimmt in diesen Tagen eine Saisonvorbereitung voller Unwägbarkeiten auf. Ein enger Terminplan und Verhandlungen über wichtige Transfers werden den Juli maßgeblich prägen.

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Der Anfang ist bereits gemacht. Mit den äußerst schweißtreibenden und deshalb bei Fußball-Profis unbeliebten Leistungstests ist die Frankfurter Eintracht Anfang dieser Woche in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet. Logischerweise mit einer verkleinerten Gruppe, schließlich sind beziehungsweise waren Nationalspieler wie Simon Falette (mit Guinea beim Afrika-Cup) oder Neuzugang Dejan Joveljic (mit Serbien bei der U21-EM) im Länderspiel-Einsatz und genießen deshalb Sonderurlaub. Für die verbliebene Gruppe um Kapitän David Abraham war das obligatorische Ohrenpieksen beim Laktattest derweil der Auftakt in einen höchst anstrengenden Juli.

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hessenschau.de berichtet am Mittwoch ab 13 Uhr im Liveticker von der Pressekonferenz und vom Auftakttraining der Frankfurter Eintracht.

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Denn: Der Sommerfahrplan, der in den kommenden Wochen auf die Frankfurter wartet, hat es in sich. Trainingseinheiten, Trainingslager, Testspiele - spätestens mit Beginn der ersten öffentlichen Einheit am Mittwochnachmittag (15 Uhr) sind die gesamte Trainingsplanung und -steuerung auf den ersten Pflichtkick ausgerichtet. Schon am 25. Juli, für Eintracht-Verhältnisse ungewöhnlich früh, steigen die Hessen in die zweite Qualifikationsrunde zur Europa League ein.

22 perfekte Tage?

Trainer Adi Hütter hat also gerade einmal 22 Tage Zeit, um sein Team auf den ersten Stresstest gegen Radnicki Nis aus Serbien oder den FC Flora Tallinn aus Estland vorzubereiten. "Wir wollen international wieder dorthin, wo wir letztes Jahr waren", kündigte Hütter jetzt im Interview mit Sky Sport Austria an. "Wir müssen einen schweren Weg gehen über die Qualifikation mit sechs Spielen."

Wie sieht bis dahin ein erfolgreicher Trainingsplan aus? Auf welche Art und Weise lassen sich Neuzugänge am besten integrieren? Und wie sieht der ideale Mix aus Belastung sowie Regeneration aus? Über diese und andere wichtige Fragen hat sich Hütter womöglich bereits während seines knapp vierwöchigen Urlaubs in der österreichischen Heimat Gedanken gemacht. Besonders viel Fingerspitzengefühl ist in rund einem Monat gefragt, wenn die Eintracht zum zweiten Trainingslager in Windischgarsten weilt, mittendrin aber am 1. August das Europapokal-Rückspiel in Frankfurt bestreiten muss.

Kader zusammenstellen unter Hochdruck

Parallel zu allen Gedankenspielen über Terminplanung und Leistungskurven arbeitet die Chefetage um Sportvorstand Fredi Bobic mit Hochdruck an den Baustellen und Lücken im Kader für die neue Saison. Eine mögliche Neuverpflichtung, das ist seit Dienstag klar, könnte Erik Durm heißen. Nach Bild-Informationen soll der 27 Jahre alte Weltmeister von 2014, der zuletzt beim englischen Premier-League-Absteiger Huddersfield Town unter Vertrag stand, am Mittwoch präsentiert werden. Der Linksverteidiger besaß keinen Vertrag für die englische zweite Liga, wäre also ablösefrei zu haben.

In puncto Abgänge hält sich nach wie vor das Gerücht, Vize-Weltmeister Ante Rebic wechselt für 40 Millionen Euro zum zehnmaligen spanischen Meister Atletico Madrid, hartnäckig. "Es kann sein, dass Ante eine neue Herausforderung sucht, dass er den nächsten Schritt gehen möchte", sagte Hütter. Die meisten Anstrengungen steckt die Eintracht aktuell in mögliche Weiterverpflichtungen von Sebastian Rode, Martin Hinteregger und Kevin Trapp.

Hinteregger und Trapp im Fokus

Verteidiger Hinteregger muss nach seinem Urlaub zunächst beim FC Augsburg antanzen, ein Transfer sei laut Hütter "eine Frage des Preises". Torhüter Trapp, in der vergangenen Saison ebenfalls Leihspieler, werde vorerst das Training in Paris aufnehmen. "Außer es tut sich was in den nächsten Tagen. Wir möchten ihn haben." Auch, um das von Hütter zunächst einmal vorsichtig formulierte Saisonziel zu erreichen: in der Bundesliga unter den ersten Zehn landen. Zumindest der Anfang ist schon einmal gemacht.