dpa Eintracht Bayern

Nach dem Torfestival gegen Bayern München ist die Stimmung bei der Frankfurter Eintracht bestens. Spieler und Verantwortliche schwanken zwischen Euphorie und Feierlaune.

Die Frankfurter Eintracht hat dem FC Bayern am Samstag eine Lehrstunde erteilt. Das Team von Trainer Adi Hütter setzte sich mit 5:1 gegen die Elf von Ex-Coach Kovac durch. Nach dem Platzverweis gegen Jerome Boateng (10.) spielten die Bayern in Unterzahl und gegen starke Frankfurter. Die Treffer erzielten Filip Kostic (25.), Djibril Sow (33.), David Abraham (49.), Martin Hinteregger (61.) und Goncalo Paciencia (85.). Robert Lewandowski (37.) betrieb aus Sicht des Rekordmeisters ausschließlich Ergebniskosmetik.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Sebastian Rode: "Wir wussten, dass Einiges drin ist"

otoene
Ende des Audiobeitrags

Sebastian Rode: Es ist ein unglaublicher Tag. Ein 5:1 hätten wir uns vor dem Spiel nicht erträumt. Aber so wie das Spiel gelaufen ist, nach zehn Minuten die Rote Karte gegen Jerome Boateng, das ist super für uns gewesen. Bayern hat trotzdem nicht schlecht gespielt, mit einem Mann weniger. Man musste immer aufpassen, aber wir haben das einfach super gemacht. Wir wussten im Vorfeld, dass einiges drin ist und so wollten wir auch auftreten. Die Rote Karte hat uns enorm in die Karten gespielt und dann haben wir auch ein paar gute Ballaktionen und Chancen gehabt und deshalb ist es in der Höhe auch fast verdient.  

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): Wir sind überglücklich. So ein 5:1-Sieg ist nicht alltäglich. Der Schlüssel ist sicher die Rote Karte gegen Boateng und die schnelle 2:0-Führung. Mit unseren Fans im Rücken hat man gesehen, welche Begeisterung herrscht. Ich bin extrem stolz, weil wir unglaublich viele und schwere Spiele haben und weniger Regenerationszeit hatten. Martin Hinteregger ist unglaublich gefährlich, David Abraham schießt das nächste Tor. Ich habe Mitgefühl mit Niko Kovac, aber das ist unser Job. Der ist manchmal beinhart und auch ungerecht. Aber ich weiß, dass er ein sehr guter Trainer ist, hier tolle Arbeit geleistet hat und das Fundament gelegt hat. Heute darf ich mich mal freuen.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Adi Hütter: "Ich bin extrem stolz"

Adi Hütter (Vordergrund) wartet noch auf einen Bundesliga-Sieg gegen Niko Kovac.
Ende des Audiobeitrags

Martin Hinteregger: Natürlich war die Rote Karte ausschlaggebend, aber wir haben nicht nachgelassen und wollten immer Tore machen und das ist heute ein Festtag. Auch gegen zehn Spieler von Bayern war es nicht einfach für uns. Aber man hat gesehen, wenn wir zusammenhalten und als Team auftreten, was wir leisten können. Und auch zehn Mann von Bayern 5:1 zu schlagen, ist eine große Auszeichnung. Wir haben gewusst, wenn die Bayern zu schlagen sind, dann heute. Die sind in einer eigenartigen Phase.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Martin Hinteregger: "Das ist ein Festtag"

dpa Eintracht
Ende des Audiobeitrags

Frederik Rönnow: Es war ein unglaubliches Spiel. 5:1 gegen Bayern gewinnen, das passiert dir einmal im Leben. Ein fantastischer Abend für alle in Frankfurt. Ich freue mich einfach über den Sieg und die starke Mannschaftsleistung. Ich habe die gesamten 90 Minuten genossen.

Videobeitrag

Video

zum Video Die Pressekonferenz nach dem Spiel Eintracht gegen Bayern

PK mit Niko Kovac und Adi Hütter
Ende des Videobeitrags

Niko Kovac (Trainer Bayern München): Das darf nicht passieren. Dass man eine Rote Karte bekommt, gehört zum Fußball dazu. Aber es ist ärgerlich, dass nach acht Minuten schon alles über den Haufen geworfen wurde, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben nach dem 0:2-Rückstand das ordentlich in die Halbzeit gebracht. Aber dann kommst du raus, verlierst den Ball und es geht blitzschnell. Wir dürfen auch mit einem Mann weniger hier nicht 1:5 verlieren. Das müssen wir uns vorwerfen. So etwas darf nie und nimmer passieren. Wir sind heute sehr enttäuscht. 1:5 ist sehr hoch und sehr deprimierend.

Manuel Neuer (FC Bayern, im ZDF): Wir spielen nach zehn Minuten in Unterzahl, aber natürlich dürfen wir keine fünf Dinger bekommen. Wir haben bei den Gegentoren auch Pech gehabt, zwei waren abgefälscht. Wir waren in Verteidigung nicht so konsequent, dass wir es klären können. Das ist kein Wunder, was hier passiert ist, sondern hat sich angedeutet. Wir haben halt nicht gegen Estland gespielt. Die nächsten Tage werden ungemütlich.