Kevin Trapp bejubelt den Sieg in der Europa League.

Eintracht Frankfurt zeigt gegen Olympiakos Piräus ein komplett anderes Gesicht und gewinnt verdient. Nach dem Spiel blickt so mancher immer noch zurück auf die Niederlage gegen Berlin, einer hat nun aber auch den Gruppensieg im Visier. Die Stimmen zum Spiel.

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Oliver Glasner still
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Eintracht Frankfurt ist durch einen 3:1-Sieg gegen Olympiakos Piräus auf Rang eins der Gruppe in der Europa League geklettert. Beim Sieg gegen die Griechen trafen für die Hessen Rafael Borré (26./Foulelfmeter), Almamy Touré (45.+3) und Daichi Kamada (59.). Für Olympiakos hatte Youssef El-Arabi per Handelfmeter den kurzzeitigen Ausgleich erzielt (29.).

Kevin Trapp (bei RTL): "Wir sind in der Lage, eine Reaktion zu zeigen. Solche Spiele wie Berlin beschäftigen uns nicht zu lange. Wir sind heute mit Mut und Überzeugung aufgetreten. Wir haben das Spiel verdient gewonnen. Generell wollen wir natürlich das Maximum erreichen. Wenn wir weiter so auftreten, warum sollten wir dann nicht vom Gruppensieg reden? Wie wir heute Fußball gespielt haben, da kann man den Hut vor ziehen. Besonders das 2:0 war schon ein Leckerbissen."

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Rafael Borre erzielte das 1:0 gegen Piräus.
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Oliver Glasner: "Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und der Art und Weise, wie wir aufgetreten sind. Wie die Spieler insbesondere in der ersten Halbzeit gespielt haben, war großartig. Wir waren mit Ball variabel, immer wieder torgefährlich und hatten eine gute Absicherung gegen die schnellen Flügelspieler. Es hat mich beeindruckt, wie die Mannschaft nach dem unglücklichen Ausgleich weiter an sich geglaubt und nach vorne gespielt hat."

Sebastian Rode: "Gerade wenn man gewinnt beim Comeback, ist es umso schöner. Natürlich brennt auch die Lunge. Wir waren heute von der ersten Minute an gut im Spiel, das hat in dieser Saison noch nicht so oft geklappt. Selbst nach dem 1:1 sind wir nicht eingebrochen, sondern haben die Ruhe bewahrt. Wir haben es souverän zu Ende gespielt. Der Trainer ist am Sonntag etwas lauter geworden, aber damit hatte sich die Nachbereitung vom Hertha-Spiel auch schon. Dann lag der Fokus nur auf Piräus, das hat man auch in den Trainingseinheiten gemerkt. Gegen Bochum könnte es sogar schwerer werden als heute Abend. Wir haben noch zwei heiße Auswärtsspiele in der Europa League vor uns, deswegen ist es ein weiter Weg zu Platz eins."

Sebastian Rode gegen Piräus (r.).

Almamy Touré: "Das war ein gutes Spiel von uns. Wir haben heute eine konzentrierte und aggressive Mannschaftsleistung gezeigt. Das war am Samstag nicht der Fall. Da haben wir uns ein kleines Tief erlaubt, das man sich nicht erlauben darf. Heute haben wir das Gegenteil gezeigt. Wir wollten Wiedergutmachung. Jetzt müssen wir Konstanz reinbringen, um dauerhaft solche Leistungen abzurufen."

Pedro Martins (Trainer Piräus): "Das Spiel war sehr mühsam und intensiv. Das hatte nichts mit Müdigkeit zu tun. Wir können nur das machen, was der Gegner uns erlaubt. Die Eintracht war in dieser Partie viel stärker als wir. Sie haben uns dazu gezwungen, so tief zu stehen. Das war nicht unsere Absicht. Wir wussten um die Stärken der Eintracht. Wir wollten sie eliminieren, das ist uns aber nicht gelungen. Meine Mannschaft war enormen Druck ausgesetzt, das ist eine Stärke von Eintracht Frankfurt."