Goncalo Paciencia
Goncalo Paciencia Bild © picture-alliance/dpa

In der vergangenen Saison blieb Eintracht-Stürmer Goncalo Paciencia nur die zweite Reihe. Nach den Abgängen von Luka Jovic und Sébastien Haller rückt der Portugiese nun in den Vordergrund und muss liefern.

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Ob Goncalo Paciencia Druck verspürt? "Druck ist, wenn du nach Hause kommst und deinen Kindern Essen geben musst. Und ich habe keine Kinder", gibt sich der 24-Jährige betont entspannt.

Nach einem holprigen ersten Jahr, in dem ihm nach einigen Verletzungsproblemen immerhin das umjubelte Siegtor gegen Hoffenheim und das wichtige 2:4 in Lissabon vergönnt waren, sind die Voraussetzungen nun andere: Luka Jovic ist längst in Madrid, Sébastien Haller nach London abgewandert und auch Ante Rebić könnte noch wechseln.

"Ich spiele auf jeder Position, auf der mich der Trainer braucht"

Der wuchtige Paciencia ist deshalb nun vom Bankdrücker zum Hoffnungsträger im Sturm avanciert. Und zwischen seinen bescheidenen Tönen sind auch immer wieder - zumindest vorsichtige - Kampfansagen zu vernehmen: "Ich habe gezeigt, dass ich bereit bin und meine Leistung bringe, wenn ich spiele" ist eine davon, "Ich fühle mich jetzt besser vorbereitet als vor einem Jahr" eine weitere.

Vor allem dank seiner Kopfballstärke ("Ich will aber zeigen, dass ich auch mit dem Fuß sehr gut bin") ist die vakante Haller-Rolle wie gemacht für Paciencia. Darauf angesprochen zeigt der sich, wie soll es anders sein, entspannt: "Ich spiele auf jeder Position, auf der mich der Trainer braucht, auch im Tor oder als Innenverteidiger."

Lieber Wettbewerb als Training

Die erste Bewährungsprobe für Paciencia und das gesamte Team steht bereits am Donnerstag an - das Europa-League- Qualispiel bei Flora Tallinn. "Wir sind bereit für die Spiele. Für Tallinn ist es das Spiel ihres Lebens. Sie spielen gegen ein Team, das letzte Saison im Halbfinale war", sagt er selbstbewusst. Und auch der frühe Saisonstart kommt ihm gelegen: "Das mag man als Fußballer: den Wettbewerb, die Spiele, die Atmosphäre."

Dass Paciencia beim Spiel in Estland auflaufen wird, gilt als sicher. "Als Spieler will man natürlich immer in der Startelf stehen und der Protagonist sein", sagt der Portugiese. Und wirft gewohnt entspannt hinterher: "Ich werde einfach meinen Job erledigen und wenn man das gut macht, kommen die Dinge von alleine."