Luka Jovic
Luka Jovic jubelt nach seinem Führungstreffer. Bild © Imago Images

Die Reise der Eintracht durch Europa geht weiter. Die Frankfurter besiegten am Donnerstagabend Inter Mailand und stehen damit im Viertelfinale der Europa League.

Eintracht Frankfurt hat das Viertelfinale der Europa League erreicht. Die Hessen gewannen am Donnerstagabend bei Inter Mailand mit 1:0 und stehen damit nach dem torlosen Remis im Hinspiel als Sieger des Achtelfinalduells mit dem italienischen Traditionsclub fest. Luka Jovic erzielte bereits nach fünf Minuten den entscheidenden Treffer der Partie.

"Die frühe Führung hat uns in die Karten gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir es verpasst, früh den Sack zuzumachen", sagte Sebastian Rode nach der Partie. "So mussten wir mehr oder weniger zittern." Jetzt freue sich das Team auf die nächste Runde. Das Viertelfinale findet am 11. und 18. April statt, mögliche Gegner sind Hochkaräter wie der FC Chelsea oder Neapel.

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Starker Start der Eintracht

Eintracht-Trainer Adi Hütter, der wegen seines Fehltritts gegen eine Wasserflasche im Hinspiel nur auf der Tribüne Platz nehmen durfte, hatte sich für eine Aufstellung ohne große Überraschung entschieden. Bis auf Jetro Willems (für den gesperrten Gelson Fernandes) spielte dieselbe Elf wie beim Hinspiel.

Wieder zu erkennen waren die Frankfurter trotzdem nicht. Denn während die Hessen vor sieben Tagen ängstlich begannen, legten sie in Mailand los wie ein Rudel hungriger Wölfe. Flache Pässe durch die Mitte und Flankenwechsel rissen immer wieder Lücken in die Deckung der Hausherren. Dazu sorgte das Pressing der Frankfurter ein ums andere Mal für große Probleme bei Mailand.

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Bestes Beispiel war die frühe Führung. Nach einem halbherzigen Kopfball Richtung eigenem Strafraum von Stefan de Vrij setzte Jovic nach, drückte den Inter-Verteidiger einfach zur Seite und lupfte den Ball über Samir Handanovic ins Mailänder Tor (5.). Zuvor hatte bereits Haller einen Abpraller im Rutschen an die Querlatte gedrückt (3.). Auch in der 38. Minute war das frühe Anlaufen erfolgreich, einzig Mijat Gacinovics fahrlässig schwacher Abschluss alleine vor dem Tor verhinderte das 2:0.

Eintracht vergibt Chancen leichtfertig

Und Inter? Fand nach rund 20 Minuten Dauerdruck der Hessen etwas besser ins Spiel. Außer einer Handvoll Ecken und einer verstolperten Chance von Keita Balde (19.) sprang für die blassen Hausherren aber nichts heraus. Es dauerte bis zur 56. Minute, bevor ein Fernschuss von Matteo Politano nur knapp am Tor der Eintracht vorbeirauschte und als erste echte Chance notiert werden konnte.

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Eintracht-Sondersendung am Freitag

Das Europa-Abenteuer der Eintracht ist am Freitag auch Thema einer Sondersendung des Hessischen Rundfunks. Live im hr-fernsehen und auf hessenschau.de geht es ab 18.25 Uhr um das Spiel der Hessen bei Inter Mailand. Wir berichten von den Reisen der Fans und sprechen mit Eintracht-Vertretern über die Partie.

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Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Bild des Spiels bereits gewandelt. Inter blieb zwar zumeist harmlos, stand aber notgedrungen offensiver, um die nötigen zwei Tore zu erzielten und lieferte der Eintracht damit riesige Räume. Doch die Frankfurter vergaben die Gelegenheiten gleich reihenweise. Mal war der letzte Pass ungenau, mal die Annahme nicht sauber.

Besonders drastisch war das beim sonst starken Kostic, der in der 77. Minute eine 4-gegen-2-Situation vertändelte und bei Jovic, der in der Nachspielzeit aus drei Metern Handanovic anköpfte. So mussten die rund 17.000 mitgereisten Frankfurter Fans bis zum erlösenden Schlusspfiff zittern, bevor sie die Viertelfinal-Teilnahme feiern durften.

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Inter Mailand - Eintracht Frankfurt 0:1 (0:1)

Mailand: Handanovic - Cedric (62. Ranocchia), de Vrij, Skriniar, d'Ambrosio - Vecino, Valero (73. Esposito) - Politano (80. Merola) Candreva, Perisic - Baldé  
Frankfurt: Trapp - Hinteregger, Hasebe, Ndicka - Willems (72. Stendera), Rode (89. Pacencia) - da Costa, Kostic - Gacinovic (59. de Guzman) - Haller, Jovic                                   

Tore: 0:1 Jovic (5.)                   
Gelbe Karten:  Skriniar, d'Ambrosio, Valero - Rode, Pacencia, Haller                                      
                                     
Schiedsrichter:
Hategan (Rumänien)    
Zuschauer: 49.866                  

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Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! extra, 15.3.2019, 18.25 Uhr

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