Adi Hütter
Adi Hütter präsentierte sich am Mittwoch erstmals der Frankfurter Öffentlichkeit. Bild © Rhode/Storch

Adi Hütter hat sich auf einer Pressekonferenz der Frankfurter Öffentlichkeit präsentiert. Dabei sprach der neue Eintracht-Trainer über seine Spielphilosophie und betonte, dass er nicht als Spielerkumpel auftreten werde.

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"Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich irgendwann einmal in der deutschen Bundesliga arbeiten möchte. Ich habe fast zehn Jahre hart dafür gearbeitet, um heute hier sein zu können", sagte Adi Hütter bei seiner Präsentation als neuer Coach der Frankfurter Eintracht am Mittwoch.

Seinen Traum konnte sich der 48-Jährige dank eines hervorragenden Führungszeugnisses bei seiner vergangenen Station in Bern erfüllen. Mit den Young Boys holte der Österreicher den ersten Titel seit 32 Jahren und verpasste das Double aus Meisterschaft und Pokal wegen der Finalniederlage gegen den FC Zürich (1:2) am Sonntag nur knapp. "Was er angepackt hat, war immer von Erfolg gekrönt", sagte Sportvorstand Fredi Bobic. "Die Entscheidung ist uns daher einfach gefallen."

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Die Antritts-Pressekonferenz von Adi Hütter können Sie hier in unserem Ticker nachlesen.

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Hütter spielte den Ball gekonnt zurück. Bei seinem Wechsel nach Frankfurt sei es ihm auch "um die handelnden Personen gegangen. Und diesbezüglich habe ich bei Fredi Bobic und Bruno Hübner ein sehr gutes Gefühl", so der Trainer. "Dieses Gefühl hat mir gesagt: Geh' dahin zu diesem tollen Traditionsverein."

Disziplin und harte Arbeit

Als Nachfolger des zu Bayern München wechselnden Niko Kovac unterschrieb Hütter in Frankfurt einen Dreijahresvertrag. "Er hat eine klare Analyse, eine klare Persönlichkeit und eine Vita, die sehr gut aussieht", sagte Bobic.

Hütter selbst beschrieb sich so: "Ich bin ein Teamplayer, sehr kommunikativ, versuche, auch den Menschen hinter dem Spieler kennenzulernen." Er stehe für Disziplin, harte Arbeit und gegenseitigen Respekt, ergänzte er.

Auf einen Kumpeltyp dürfen sich die Frankfurter Spieler nach dem Disziplinfanatiker Kovac übrigens nicht freuen. Auch wenn die soziale Bindung zur Mannschaft für ihn ganz weit oben stehe, sagte Hütter, so "bin ich nicht ein Trainer, der ein Freund von den Spielern ist. Ich bin aber weit entfernt davon, ein Feind von den Spielern zu sein."

Hütter will "begeisternden Fußball" spielen lassen

Der neue Trainer sprach auch über seine Spielphilosophie. Und darauf darf man sich in Frankfurt durchaus freuen: "Natürlich stehe ich für offensiven Fußball. Die Leute kommen ins Stadion und wollen eine Mannschaft sehen, die versucht, einen begeisternden Fußball zu spielen", sagte Hütter. Ein blindes Anrennen dürfe daraus freilich nicht folgen. "Es gibt Momente, wo man einen Plan B haben muss."

Über Ziele wollte der Österreicher übrigens noch nicht sprechen. Dafür sei es derzeit noch zu früh. Hütter, Hübner, Bobic und Kaderplaner Ben Manga wollen nun gemeinsam die Kaderplanung angehen. Bobic kündigte einen heißen Transfersommer an: "Da wird sicherlich einiges passieren."

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