Hütter lehnt an der Spielerbank.

Nach dem Aus im DFB-Pokal schippert die Eintracht relativ sorgenfrei dem Saisonende in der Bundesliga entgegen. Trainer Adi Hütter warnt vor dem Auswärtsspiel bei Hertha BSC jedoch vor zu viel Sorglosigkeit.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hütter: "Hertha unter Labbadia stark"

Eintracht-Trainer Adi Hütter hofft noch auf Heimpunkte.
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Die Luft ist raus. Das DFB-Pokal-Halbfinale gegen Bayern München war das letzte, entscheidende Spiel der Frankfurter Eintracht in der Corona-Saison. Die Chance, auch in der kommenden Spielzeit europäisch zu spielen, ist vertan. Dass die Hessen nach dem 0:3-Hinspiel gegen Basel in der – so sie denn fortgesetzt wird – laufenden Europa-League-Saison noch etwas reißen? Mehr als nur unwahrscheinlich. Der Abstieg in die 2. Bundesliga ist es bei sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang 16 ebenso.

Die Eintracht wird trotzdem nicht nachlassen und alles versuchen, um das Punktekonto weiter aufzustocken. Trainer Adi Hütter ist sich des Klassenerhalts nämlich noch nicht ganz sicher. Zumindest theoretisch können die Frankfurter noch einmal in die Gefahrenzone rutschen. "Wir sind noch nicht safe. Wir haben noch vier unglaublich wichtige Bundesligaspiele vor uns und ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Spieler nicht mehr alles geben wird", sagte der Österreicher dementsprechend vor dem Auswärtsspiel bei Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr).

Einstelligen Tabellenplatz im Blick

Eine nicht nur wegen Corona zerfahrene Saison soll bei den Hessen bestmöglich zu Ende gehen. Vielleicht ja sogar mit einem einstelligen Tabellenplatz. Den neunten Platz belegt derzeit die Alte Dame aus Berlin. "Mit einem Sieg können wir gleichziehen, aber die haben einen guten Schritt nach vorne gemacht. Bruno Labbadia macht das top", lobte Hütter seinen Trainerkollegen, der den "Big City Club" wieder auf Vordermann gebracht hat.

Mögliche SGE-Aufstellung

An Motivation mangelt es den Adlerträgern nicht. Vielleicht auch deshalb, weil einige Reservespieler zuletzt die Möglichkeit bekamen, sich ins Schaufenster zu stellen. Im DFB-Pokal war es der einstige Dauerläufer Danny da Costa, der ein Jokertor bejubeln konnte und das auch sichtlich genoss. "Er hat ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Er weiß, was auf ihn zukommt in den nächsten Tagen", lobte ihn Hütter quasi in die Startelf gegen Berlin. Dem Rechtsverteidiger, der zuletzt nur noch sporadisch zum Einsatz kam, wurden jüngst Wechselgedanken nachgesagt.

Kein Einsatz mehr für Fernandes

Einer, der sich nicht mehr ins Schaufenster stellen muss, ist Gelson Fernandes. Der Schweizer hat sein nahendes Karriereende für den Sommer bereits verkündet. Einen kleinen Funken Resthoffnung gab es aber, dass sich der derzeit verletzte Mittelfeldspieler noch einmal ins Schaufenster stellen kann in dieser Spielzeit. Um sich von den Fans zu verabschieden. Ach wenn die gar nicht im Stadion sein können. Doch daraus wird nichts mehr.

"Gelson Fernandes kann in dieser Saison leider nicht mehr spielen", verkündete Hütter vor der Partie in Berlin. Ein Satz, der irgendwie bedeutsamer war als alles andere, was es nach dem Aus im DFB-Pokal und vor den verbleibenden vier Bundesligaspielen zu sagen gab.

Sendung: hr-iNFO Aktuell, 12.06.20, 12-15 Uhr