Jubelnde Eintracht
So sehen Pokalfinalisten aus! Die Spieler der Eintracht lassen sich nach dem Einzug ins Endspiel um den DFB-Pokal feiern. Bild © Imago

Dank einer großen Willensleistung ist Eintracht Frankfurt ins Pokalfinale eingezogen. Die Reaktionen reichten von martialisch bis nobelpreiswürdig. Die gesammelten Stimmen zum Spiel.

Eintracht Frankfurt ist durch ein 1:0 (0:0) auf Schalke ins Endspiel um den DFB-Pokal eingezogen. Wie schon im vergangenen Jahr findet das Saisonfinale der Hessen in Berlin statt, gegen den FC Bayern soll dieses Mal der "Pott" her. Luka Jovic erzielte das goldene Tor am Mittwochabend (75.). Wir haben die Stimmen zum Halbfinale gesammelt.

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Eine Mischung aus Stolz und Glückseligkeit: Niko Kovac (Mitte) freut sich über den Einzug seines Teams ins Pokalfinale. Bild © Imago

Niko Kovac (Trainer Frankfurt): Die Mannschaft hat sich heute für die harte Arbeit in der Vorbereitung belohnt. Wir haben unseren Fans ein schönes Geschenk gegeben. Wir können uns alle freuen: die Spieler, die Fans, alle! Meine Mannschaft hat das letzte Energie-Atom rausgeholt. So spielt man Fußball: leidenschaftlich, mit Herz und Verstand. Zweimal hintereinander im Finale zu stehen mit Eintracht Frankfurt: Das ist eigentlich nobelpreiswürdig!

Lukas Hradecky (Torhüter Frankfurt): Heute konnte ich mich auszeichnen, nach ein paar schwierigen Spielen war das schön. Die Auszeichnung "Man of the Match" hätte eigentlich die ganze Mannschaft verdient gehabt.

Es war wie Schach auf Rasen. Nach dem Tor hat sich das Spiel geöffnet. Wir haben wie Krieger gestanden. Dass das Pokalfinale mein letztes Spiel hier sein wird, ist eine tolle Chance.

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Fredi Bobic (Sportvorstand Frankfurt): Das tut uns unheimlich gut in dieser Phase. Heute war es eine unfassbare Willensleistung von den Jungs gegen eine schwer zu bespielende Schalker Mannschaft. Die Jungs haben dran geglaubt und gefightet bis zum Schluss. Wir sind überglücklich: Zum zweiten Mal hintereinander im Finale – für uns als Eintracht Frankfurt ist das etwas ganz Spezielles.

Das Foul von Gelson Fernandes kam von vorne. Der Junge ist total fertig, Gelb wäre absolut in Ordnung gewesen. Da noch einen Videobeweis anzufordern – das ist nicht mehr mein Fußball, tut mir leid! [Das gepfiffene Handspiel in der Nachspielzeit] war eine glückliche Aktion für uns. Das kannst du laufen lassen. Als Stürmer wäre ich genauso sauer gewesen.

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Schalke-Trainer Domenico Tedesco war nach dem Spiel bedient. Bild © Imago

Domenico Tedesco (Trainer Schalke): Wir sind alle sehr enttäuscht. Wir haben das aus unserer Sicht taktisch richtig gut gemacht und Frankfurt im ersten Durchgang nur eine Chance gewährt. Gratulation an Frankfurt fürs Erreichen des Endspiels, sie haben sich sehr aufgeopfert. Sie haben Manndeckung im Zentrum gespielt und standen uns auf den Füßen. Dass man [beim vermeintlichen Handspiel] den Videobeweis nicht abwarten kann, ist für mich unverständlich.

Christian Heidel (Manager Schalke): Wir sind alle enttäuscht. Ich habe mit Franco di Santo gesprochen. Er sagt, es war nie Hand. Auch für mich ist das kein Handspiel. Aber es nützt eh nichts. Wir hätten vorher die Tore machen müssen. Frankfurt hat es kämpferisch nach Hause gefahren, deswegen Gratulation an Frankfurt.

Sendung: hr-iNFO, 18.4.2018, 22 Uhr