Sebastian Rode im Training
Alle Augen auf den Rückkehrer: Sebastian Rode und die Eintracht haben am Donnerstag das Training wieder aufgenommen. Bild © Imago Images

Der Ball rollt wieder: Mit der ersten Trainingseinheit ist Eintracht Frankfurt am Donnerstag in das Fußball-Jahr 2019 gestartet. Im Mittelpunkt stand dabei ein glücklicher Rückkehrer.

Videobeitrag
Sebastian Rode gibt ein Interview

Video

zum Video Eintracht-Rückkehrer Sebastian Rode im Interview

Ende des Videobeitrags

DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt ist mit Neuzugang Sebastian Rode in die Vorbereitung auf die Rückrunde der Fußball-Bundesliga gestartet. "Ich freue mich, dass es endlich losgeht", sagte der 28 Jahre alte von Borussia Dortmund bis Saisonende ausgeliehene Mittelfeldakteur am Donnerstag beim Trainingsauftakt mit seinen neuen Kollegen vor mehreren Hundert Eintracht-Fans.

Für Rode, der bereits von 2010 bis 2014 am Main spielte, ist es ein Neuanfang nach vielen schweren Verletzungen. "Ich habe abgeschlossen mit dem, was in der Vergangenheit war, sehe positiv nach vorn und will voll Gas geben", sagte Rode, der nach der Zeit in Frankfurt zwei Jahre bei Bayern München spielte und danach zum BVB wechselte. In Dortmund ereilten ihn langwierige Verletzungen, in deren Folge er seit Frühsommer 2017 kein Erstligaspiel mehr bestritt.

Nur die Spielpraxis fehlt

"Bei den Bayern hatte ich eine super Zeit und mich als Fußballer weiterentwickelt", meinte Rode und sagte ehrlich: "Die letzten Jahre in Dortmund waren eine beschissene Zeit." Immerhin konnte er im vergangenen halben Jahr wieder voll mit der A-Mannschaft des BVB trainieren. "Mir geht es gut. Mir fehlt nur die Spielpraxis", sagte der gebürtige Hesse, der vor allem als Ersatz für den verletzten defensiven Mittelfeldmann Lucas Torró (Leisten-OP) geholt wurde.

"Es soll eine Win-Win-Situation für beide Seiten werden", sagte der ehemalige U21-Nationalspieler, der mit der Nummer 17 auf dem Trikot antreten wird, über seine befristete Verpflichtung. "Über das, was darüber hinaus passiert, mache ich mir jetzt keine Gedanken." Rodes Vertrag beim BVB läuft noch bis 2020.

Ab Freitag im Trainingslager

Schnell kennenlernen kann er nach der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte seine neuen Mitspieler in den USA, wo die Eintracht im Sonnenstaat Florida von Freitag bis zum 13. Januar ein Trainingslager in Tampa und Orlando absolviert. Während Rode neu im Kader ist, sind Torwart Felix Wiedwald (zum MSV Duisburg) und Stürmer Nicolai Müller (zu Hannover 96) bis Saisonende an andere Clubs ausgeliehen worden.

Nach der starken Hinrunde der Frankfurter mit Tabellenrang sechs und 27 Punkten wollen sie nach der Winterpause wieder in diese Erfolgsspur einkehren – was in den vergangenen Spielzeiten nicht immer optimal gelang. Auch nach den ersten Durchgängen 2016/17 (29 Punkte) und 2017/18 (26) war die Halbzeitbilanz der Eintracht stark. Am Ende landete sie aber nur auf den Rängen elf und acht. Zum ersten Rückrundenspiel wird am 19. Januar der SC Freiburg erwartet.

Bessere Stimmung als in Dortmund

Auch in der Europa League, deren Gruppenphase sie mit sechs Siegen bravourös meisterten, soll im Sechzehntelfinale gegen Schachtjor Donezk (14./21. Februar) noch nicht Endstation sein. Rückkehrer Rode freut sich besonders darauf, da er während seiner ersten Zeit in Frankfurt den Enthusiasmus der Eintracht-Fans kennengelernt hat. "Ich habe die Emotionen schon 2014 erlebt", sagte Rode. "Sie sorgen für eine bessere Stimmung als im Dortmunder Westfalenstadion."