Sieht fast aus wie ein Geisterspiel, ist aber keins: So sah es vor dem Heimspiel der Baseler gegen Apoel Nikosia aus.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird in der Schweiz bis Ende März kein Profifußball gespielt. In diesen Zeitraum fällt auch das Europa-League-Duell der Eintracht mit dem FC Basel.

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Die Europäische Fußball-Union (UEFA) will kurzfristig darüber entscheiden, ob das Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League zwischen dem Schweizer Spitzenclub FC Basel und Eintracht Frankfurt angesichts des Coronavirus wie geplant am 19. März stattfinden kann.

"Wir werden mit den Regierungen beider Länder sprechen und eine Entscheidung erst kurz vor dem Spiel treffen", sagte Generalsekretär Theodore Theodoridis nach dem UEFA-Kongress in Amsterdam am Dienstag.

Im Notfall ohne Zuschauer

Die Swiss Football League (SFL) hatte am Montag alle Spiele der beiden höchsten Ligen bis zum 23. März abgesagt. Das Achtelfinal-Hinspiel in Frankfurt ist für den 12. März geplant. Spielabsagen würden zu Komplikationen im engen Spielplan führen. "Der Spielkalender ist jetzt schon voll. Wenn Spiele ausgesetzt werden, ist das ein Problem", sagte Theodoridis.

Mit kurzfristigen Spielabsagen kennt man sich bei der Eintracht seit Kurzem gut aus - wenn auch aus anderen Gründen. Dort geht man die Planung entsprechend gelassen an. "Wir spielen in Basel", sagte Jan Strasheim, Sprecher des Bundesligisten, auf dpa-Anfrage. "Ob mit oder ohne Zuschauer hängt davon ab, wie die Schweizer Behörden die Situation bewerten. Wir planen mit beiden Szenarien." Trainer Adi Hütter wollte sich am Dienstag auf der PK vor dem Pokalspiel in Bremen nicht äußern.

Eintracht-Fan in Quarantäne

Beim zurückliegenden Europa-League-Auswärtsspiel der Hessen in Salzburg hatten die Frankfurter Fans einen am Coronavirus erkrankten Zuschauer an Bord. Das war am Montag bekanntgeworden. Demnach hatte der 30 Jahre alte Mann zwei Hotel-Übernachtungen plus den Besuch des Spiels am Freitag unternommen und war dann mit dem Auto wieder zurück nach Frankfurt gefahren.  Infiziert hätte er sich wohl im italienischen Bergamo.

Der Eintracht-Fan befindet sich nun in stationärer Quarantäne. Wie das Gesundheitsamt Frankfurt mitteilte, wurden mehrere Bekannte des 30-Jährigen bereits auf das Corona-Virus getestet - und das negativ. Die drei Eintracht-Fans, die mit ihm aus Salzburg zurückgefahren sind, kamen jedoch ebenfalls in stationäre Quarantäne. Das bestätigte ein Sprecher des Landkreises Limburg-Weilburg.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 2.3.2020, 16.45 Uhr