Dortmund bejubelt das 3:2, die Eintracht-Spieler schlagen die Hände über den Köpfen zusammen.

Eintracht Frankfurt hat gegen Borussia Dortmund alles im Griff, liegt lange völlig verdient in Führung - und bricht in der Schlussphase doch noch auseinander.

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Highlights: Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund

Eintracht gegen Dortmund
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Eintracht Frankfurt hat zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde eine denkbar unnötige Heim-Pleite kassiert . Gegen Borussia Dortmund verloren die Hessen am Samstagabend 2:3 (2:0). Dabei hatte Rafael Borré die Hausherren per Doppelpack in Führung gebracht (15. Minute, 24.). Doch Thorgan Hazard (71.), Jude Bellingham (86.) und Mahmoud Dahoud (89.) drehten die Partie noch für die Gäste.

Trapp verhindert frühen Rückstand

Eintracht-Trainer Oliver Glasner musste seine Mannschaft Corona-bedingt umbauen. Allerdings anders als erwartet: Jesper Lindström, der mit dem Virus infiziert war und eigentlich nicht hätte spielen sollen, stand wider Erwarten auf dem Platz. Die letzten Tests des Dänen waren allesamt negativ, der also ran durfte. Dafür fehlte im defensiven Mittelfeld Djibril Sow, dessen letztes Testergebnis unklar war. Für ihn rutschte Ajdin Hrustic in die Mannschaft. Zudem ersetzte Tuta Makoto Hasebe in der Abwehr.

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Die Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Dortmund

Oliver Glasner
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Den BVB schien die Personal-Rochade allerdings überhaupt nicht zu tangieren. Die Gäste hatten einen Plan: über die linke Frankfurter Seite angreifen und Tore schießen. Nach zwei Minuten ging dieser Plan fast auf. Einen Schuss von Thomas Meunier drehte Kevin Trapp mit den Fingerspitzen gerade noch um den Pfosten. Eine Parade der Marke: Weltklasse.

Ein echter Wirkungstreffer

Die Gäste machten in den ersten Minuten ordentlich Betrieb. Die Eintracht lief meist hinterher. Der Führungstreffer fiel dementsprechend überraschend. Filip Kostic flankte einen Freistoß perfekt in den Fuß von Borré, der den Ball volley aufs Tor brachte. Gregor Kobel war noch dran, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern. 1:0 für die Hausherren (15.). Das Tor war ein echter Wirkungstreffer.

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Eintracht verliert gegen Dortmund

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Die Eintracht eroberte sich die Bälle gegen verunsicherte Dortmunder oft schon am Mittelkreis und kam immer wieder gefährlich ins letzte Drittel. Der Lohn: Borré nutzte eine Verwirrung im Dortmunder Strafraum aus und baute die Führung der Hausherren aus (24.). Evan N'Dicka traf kurz darauf nur den Pfosten (29.).

Lindström vergibt kläglich

Auch Lindström hätte kurz nach dem Seitenwechsel auf 3:0 erhöhen können. Alleine vor Kobel versagten dem Dänen aber die Nerven (47.). Der Favorit aus Dortmund war mit dem 0:2 mehr als nur gut bedient.

Das Problem: Die Eintracht schien sich ihrer Sache ein bisschen zu sicher. Die Hessen tauchten nun immer seltener in der Offensive auf, beschränkten sich weitestgehend auf das Nötigste – und machten den BVB so langsam wieder stark.

Das Spiel kippt

Den ersten Abschlüssen von Erling Haaland (62., 70.) und Julian Brandt (63.) fehlte noch die Präzision. Der eingewechselte Hazard machte es dann aber besser. Dem Flachschuss des Belgiers hatte auch der starke Trapp nichts entgegenzusetzen (71.). Und auch dieses Tor war ein Wirkungstreffer.

Das Momentum kippte nun vollends in Richtung des BVB - und es kam knüppeldick für die Hessen. Nicht nur, das Bellingham kurz vor Schluss tatsächlich noch zum 2:2 einköpfte (86.). Nein, Dahoud erzielte nur drei Minuten später per schönem Schlenzer tatsächlich noch das Siegtor für die Gäste (89.). Es war eine so bittere wie unnötige Niederlage für die Eintracht.

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Eintracht Frankfurt – Borussia Dortmund 2:3 (2:0)

Frankfurt: Trapp - Tuta, Hinteregger, N'Dicka - Rode (66. Jakic), Hrustic (90. Paciencia), Chandler, Kostic, Kamada (79. Hasebe), Lindström (66. Lammers) - Borre

Dortmund: Kobel - Meunier, Can, Hummels, Guerreiro - Dahoud, Brandt (65. Hazard), Bellingham, Reus (90. Witsel), Malen – Haaland

Tore: 1:0 Borre (15.), 2:0 Borre (24.), 2:1 Hazard (71.), 2:2 Bellingham (87.), 2:3 Dahoud (89.)
Gelbe Karten: Hinteregger, Chandler, Borre / Haaland, Hazard

Schiedsrichter: Schröder (Hannover)
Zuschauer: 250

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