Imago Eintracht
Während die Eintracht am Sonntag nichts zu lachen hatte, jubelten die Wölfe. Bild © Imago

Die Serie der Frankfurter Eintracht ist gerissen - nach elf ungeschlagenen Spielen kassierte das Team von Trainer Adi Hütter am Sonntag eine Niederlage. Gegen robuste Wolfsburger besann sich die Eintracht zu spät auf ihre Stärken.

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Adi Hütter in der PK

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Die Frankfurter Eintracht hat am Sonntag nach elf Spielen ohne Niederlage einen Dämpfer hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter verlor am Sonntag mit 1:2 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg. In einer hart umkämpften Partie gingen die Gäste durch Admir Mehmedi in Führung (31.). Daniel Ginczek erhöhte in der 68. Minute auf 2:0. Luka Jovic gelang nur noch der Anschlusstreffer (87.). In den Schlussminuten kämpfte die Eintracht verbissen gegen die drohende Pleite - allerdings vergeblich. Gegen robuste Wolfsburger hatte es den Hessen zuvor nicht nur an Geduld gemangelt, auch die letzte Konzentration ließen die zuletzt starken Frankfurter nur allzu oft vermissen.

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Die Stimmen zum Spiel

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Mehmedi schockt Eintracht

Dabei war die Eintracht als Favorit in die Partie gegangen und bemühte sich von Beginn an, der Erwartungshaltung gerecht zu werden. Die Hütter-Elf spielte sich Möglichkeiten heraus, verpasste trotz aussichtsreicher Chancen - wie etwa durch Jonathan de Guzmán (14.), der nur den Pfosten traf - allerdings die frühe Führung. Die Gäste fanden anschließend zusehends besser ins Spiel.

Wout Weghorst setzte mit einem Lattentreffer in der 27. Minute das erste Ausrufezeichen aus Wolfsburger Sicht. Es sollte nicht das letzte gewesen sein: Nach gut einer halben Stunde leistete sich die Eintracht einen einfachen Ballverlust, den der VfL eiskalt ausnutzte. Ginczek bediente Mehmedi, der zum 1:0 einschob (31.). Der Gegentreffer hinterließ bei der Eintracht Spuren. Der entscheidende letzte Pass gelang nur selten. So ging es mit dem Rückstand in die Kabine.

Wolfsburg eiskalt

Nach dem Seitenwechsel kam die Eintracht mit mehr Zug zum Tor zurück auf den Platz, tat sich gegen konsequent verteidigende Wolfsburger allerdings schwer. Bis zur 67. Minute - dann gelang den Frankfurtern der ersehnte Durchbruch und der Treffer durch Sébastien Haller. Doch weil Vorbereiter Danny da Costa im Abseits stand, zählte das Tor nicht. Im Gegenzug schlugen erneut die Gäste zu: Ginczek bestrafte die weit aufgerückte Frankfurter Defensive und schloss einen mustergültigen Konter zum vorentscheidenden 2:0 ab (68.).

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Die Eintracht stemmte sich nach Kräften gegen die drohende Niederlage. Erst scheiterte Ante Rebic an VfL-Keeper Koen Casteels (73.), dann trat Jovic (74.) unglücklich über den Ball. In der 87. Minute gelang dem Goalgetter aber noch der Anschlusstreffer (87.) und leitete damit eine heiße Schlussphase ein. Die Eintracht warf noch einmal alles nach vorne, konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden. Damit büßen die Frankfurter die Rolle als erster Verfolger von Tabellenführer Borussia Dortmund vorerst ein.

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Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg 1:2 (0:1)

Frankfurt: Trapp - Russ, Hasebe, Ndicka - de Guzman (63. Willems), Fernandes (63. Gacinovic) - da Costa, Kostic - Rebic - Haller, Jovic  

Wolfsburg: Casteels - William, Knoche, Brooks, Roussillon - Arnold - Gerhardt, Rexhbecaj (90. Steffen)  - Mehmedi (89. Guilavogui) - Ginczek (82. Udookhai), Weghorst  

Tore: 0:1 Mehmedi (31.), 0:2 Ginczek (68.), 1:2 Jovic (87.)
Gelbe Karten: Trapp, Russ, Fernandes / Brooks, Roussillon, Weghorst, Uduokhai,. Gerhardt  

Schiedsrichter: Stegemann (Niederkassel)
Zuschauer: 48.000

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