Rebic gegen Mainz
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Eintracht Frankfurt hätte gegen den FSV Mainz 05 die Qualifikation für die Europa League klarmachen können. Am Ende stand eine bittere Niederlage.

Videobeitrag
Adi Hütter in der PK

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Die Europa-League-Qualifikation lag auf dem Silbertablett bereit, Eintracht Frankfurt hätte nur Remis spielen müssen – und hat nicht zugegriffen. Nach der bitteren 0:2-Niederlage bedarf es nun eines absoluten Kraftakts der Hessen bei Bayern München, um auch nächstes Jahr wieder international zu spielen. Es war das dritte sieglose Heimspiel der Eintracht in Folge.

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Dabei begannen die Hessen engagiert und wollten dem Spiel direkt ihren Stempel aufdrücken. Jovic (3.) nach feiner Vorbereit von Ante Rebic sowie Danny da Costa (6.) nach scharfer Hereingabe vom einmal mehr emsigen Filip Kostic zielten jedoch zu ungenau.

Rebic hat die Führung auf dem Fuß

Die beste Gelegenheit der Hessen hatte indes Rebic nach einem Angriff, der durchaus symbolisch für die gesamte Frankfurter Saison hätte sein können. Mijat Gacinovic erkämpfte sich in der eigenen Hälfte den Ball und schickte Kostic mit einem weiten Pass auf die Reise. Kostic ergrätschte den eigentlich schon verloren geglaubten Ball gegen Mainz‘ Daniel Brosinski und flankte butterweich auf Rebic. Der Kroate jedoch schoss freistehend über das Tor.

In der Folge kamen die Hessen oft nicht über gute Ansätze hinaus, weshalb auch die Gäste aus Mainz besser in die Partie fanden und durch Danny Latza (9.), der Kevin Trapp mit einem harten Flachschuss aufs Torwarteck überraschen wollte, und vor allem Pierre Kunde mit einem abgefälschten Schuss aus 20 Metern ihrerseits gute Möglichkeiten hatten.

Ujahs Kaltschäuzigkeit

Was die Gäste an Kaltschnäuzigkeit in der ersten Halbzeit noch hatten vermissen lassen, zeigten sie umso deutlicher in Durchgang zwei. Mit einem Doppelschlag in der 53. und 57. Minute gab es für die Hessen in Person von Anthony Ujah die kälteste aller kalten Duschen. Vor allem beim ersten Treffer stellte sich die Frankfurter Hintermannschaft alles andere als clever an. David Abraham sah gegen Jean-Philippe Mateta, von dem die Vorarbeit kam, gleich zweimal schlecht aus.

Die Hessen konnten sich nie ganz von diesem Schock erholen. Mehr noch: Anthony Ujah hätte in der 60. Minute sogar noch auf 3:0 erhöhen können, rutschte freistehend vor Trappp aber weg. Auch war eine körperliche und mentale Müdigkeit bei den Hessen kaum zu übersehen. Viele Kopfballduelle und zweite Bälle gingen an die Gäste, die Hessen kamen in den Zweikämpfen oft einen Schritt zu spät. Auch die spärlichen Angriffe der Hessen wirkten wenig durchdacht, klare Chancen gab es kaum noch. Einzig Kostic, der einen zweiten Ball nach einer Ecke neben das Tor setzte, hatte noch den Anschlusstreffer auf dem Fuß.

Frankfurt muss auf die Konkurrenz hoffen

Und so müssen die auf Platz sechs liegenden Hessen am letzten Spieltag auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen oder selbst in München für eine kleine Sensation sorgen. Sonderlich realistisch scheint das bei der aktuellen Verfassung der Hessen allerdings nicht.

Weitere Informationen

Eintracht Frankfurt - FSV Mainz 05 0:2 (0:0)

Frankfurt: Trapp - Abraham, Falette (61. Haller), Hinteregger - Fernandes (61. de Guzman), Hasebe - da Costa, Kostic - Gacinovic - Jovic (77. Paciencia), Rebic   
                        
Mainz: Müller - Brosinski (46. Donati), Niakhaté, Hack, Aaron - Gbamin - Kunde, Latza (80. Baku) - Boetius - Mateta, Ujah (90. Bungert)

Tore: 0:1 Ujah (53.), 0:2 Ujah (57.)

Gelbe Karten: Kostic -  Niakhaté

Schiedsrichter: Osmers (Hannover)

Zuschauer: 51.500 (ausverkauft) 

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