Tuta durfte seinen ersten Bundesligatreffer feiern.

Tuta erzielte mit einem Last-Minute-Tor seinen ersten Bundesligatreffer. Der Brasilianer hatte also allen Grund zu Freude, nachdem die 94 Minuten insgesamt so verliefen, wie die gesamte bisherige Saison: Wechselhaft.

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Es lief die vierte Minute der Nachspielzeit, als am Samstagabend gegen RB Leipzig der große Moment von Tuta kam. Einen Freistoß von Filip Kostic erlief der Brasilianer und netzte mit einem sehenswerten Kopfball in buchstäblich letzter Sekunde ein. Der anschließende Jubel fiel ekstatisch aus, für einen Moment waren die schwachen 94 Minuten gegen die Sachsen vergessen. Happy End also.

Tuta erlebt eine Achterbahnfahrt - gegen RB und über die gesamte Saison

"Natürlich bin ich sehr erfreut darüber, wie der Abend für uns gelaufen ist. Ich durfte praktisch in der Schlusssekunde mein erstes Bundesligator erzielen", sagte Tuta nach Abpfiff der Partie. "Das war eine schöne Geschichte für mich." Zuvor erlebte der Abwehrmann aber, wie bereits die gesamte Saison über, eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Tuta gewann nur 44 Prozent der Zweikämpfe. Sein Fehler leitete nach 20 Minuten eine Großchance für RB ein, vor dem Eckball, der eigentlich keiner war, verlor er das Leder in der Vorwärtsbewegung. Und beim Gegentor sah Tuta dann nicht gut aus, wie er selbstkritisch anmerkte: "Auf jeden Fall hatte ich eine Teilschuld. Ich stand am ersten Pfosten und bin nicht entschlossen genug zum Ball gegangen." Willi Orbans Kopfballverlängerung fand den Weg zu Yussuf Poulsen, der den Ball über die Linie drückte.

Schwierige Zeit für Tuta

Doch es spricht für den Charakter des 22-Jährigen, dass er sich reingebissen und den Glauben an sich nicht verloren hat. Die Performance steht somit sinnbildlich für die Entwicklung der vergangenen Monate. Trainer Oliver Glasner hatte ihn nach der 0:2-Pleite im DFB-Pokal in Mannheim zunächst nicht mehr eingesetzt, Tuta pendelte zwischen Bank und Tribüne.

"Es gibt im Fußball immer wieder Momente, in denen es nicht so rund läuft", erklärte der Innenverteidiger. Der Coach habe ihn aber aufgebaut und Mut zugesprochen: "Es war eine schwierige, aber auch eine lehrreiche Phase, in der ich viel mitgenommen habe."

Tuta: "Habe mich quasi zurückgemeldet"

Tuta steigerte sich in den Trainingseinheiten, er holte sich dort seine Sicherheit zurück. Natürlich gelingt auch ihm nicht alles. Doch wenn ein junger Spieler in einer solchen Situation vorangeht und einen Treffer erzielt, dann spricht das für eine gewisse mentale Stärke. "Ich habe mich quasi zurückgemeldet" - und das zum richtigen Zeitpunkt auf den allerletzten Drücker, um eine drohende Niederlage noch abzuwenden.

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