Wie plant Eintracht-Angreifer Ante Rebic seine Zukunft?
Wie plant Eintracht-Angreifer Ante Rebic seine Zukunft? Bild © Imago

Im DFB-Pokal gegen Waldhof Mannheim könnte Ante Rebic wieder in der Startelf von Eintracht Frankfurt stehen. Wie lange der Kroate noch am Main bleibt, ist aber ungewiss.

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Rebic und Hütter reden miteinander.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht Frankfurt vor dem Pokal-Auftakt gegen Waldhof Mannheim

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Wenn im Mai 2020 das Pokalfinale in Berlin steigt, wird Eintracht Frankfurts Ante Rebic auf jeden Fall dabei sein. Zumindest symbolisch. Nach seinem Doppelpack im Finale 2018 wurden die Fußabdrücke des Frankfurter Pokalhelden auf dem "Walk of Fame" des DFB am Olympiastadion verewigt, neben denen anderen Pokallegenden wie Günter Netzer, Olaf Thon oder Gerd Müller. "Der erste Titel meiner Karriere - das war ein unglaubliches Gefühl", so Rebic damals. "Ich hoffe, es bleibt nicht der letzte."

Ob Rebic 2020 auch in persona im Pokalfinale steht, bleibt abzuwarten. Vom Titel ganz zu schweigen. Auch ist alles andere als klar, ob Rebic im kommenden Sommer überhaupt noch das Trikot der Eintracht trägt. Seit Wochen halten sich hartnäckig Wechselgerüchte um den Kroaten, mal ist es Atletico Madrid, mal Inter Mailand, denen gesteigertes Interesse am Kroaten nachgesagt wird. Getan hat sich freilich noch nichts. Beim Europa-League-Quali-Spiel in Vaduz trug Rebic das Leibchen der Hessen und machte bei seinem 17-minütigen Einsatz einen durchaus engagierten Eindruck.

"Er hat um seine Einwechslung gebeten"

"Er ist schmerzfrei und hat um seine Einwechslung gebeten", sagte Trainer Adi Hütter über Rebic, der weite Teile des zweiten Trainingslagers wegen Rückenproblemen verpasst hatte. Diese scheinen nun überwunden, selbst ein Einsatz von Beginn an in der anstehenden Erstrundenpartie des DFB-Pokals in Mannheim scheint möglich. "Wenn bis Sonntag alles gut ist, kann es sein, dass er in der Startelf steht", bestätigte Hütter auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.

So könnte die Eintracht spielen:

Eintracht Waldhof Aufstellung
Bild © hessenschau.de

Und dann? Sportvorstand Fredi Bobic ließ sich nach dem Vaduz-Spiel im Interview mit Nitro nur bedingt in die Karten schauen. "Es gibt da schon das ein oder andere im Hintergrund. Ich kann nicht in die Glaskugel schauen. Bis zum zweiten September ist der Markt offen. Wir werden mal sehen, was jetzt passiert." Klingt eher nach Abschied denn nach einer weiteren Saison des Kroaten in Frankfurt.

"Wir sind froh, dass wir ihn haben. Er ist ein toller Spieler"

Obschon Bobic betont, den Unterschiedsspieler Rebic gerne halten zu wollen. An guten Tagen ist Rebic mit seiner Wucht, Dynamik und teils unkonventionellen Spielweise ein Ass im Ärmel der Hessen. "Wir sind froh, dass wir ihn haben. Er ist ein toller Spieler", so Bobic.

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Eintracht-Trainer Adi Hütter

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Adi Hütter: "Rebic ist schmerzfrei"

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Der sportliche Qualitätsverlust nach einem Abgang auch des dritten Top-Stürmers wäre indes riesig. Zumal die Qualifikations-Kicks gegen Tallinn und Vaduz nicht besonders aussagekräftig bezüglich der Offensivpower der Hessen sind. "Wir sind weiter als im letzen Jahr", sagte Hütter zwar. Es wird sich aber erst in den Pflichtspielen zeigen, wie viel Torgefahr Goncalo Paciencia und Co. tatsächlich versprühen. Schon die Waldhöfer dürften ein anderes Kaliber sein. Der Drittliga-Aufsteiger ist in glänzender Frühform, steht schon mitten im LIgabetrieb und hat sich dort bislang schadlos gehalten. Zuletzt wurde der TSV 1860 München mit 4:0 aus dem Stadion gefegt.

"Jetzt reguliert sich der Markt ein wenig"

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Klar ist, dass noch mindestens ein Stürmer kommen muss. Eher zwei, sollte auch Rebic wechseln. Immerhin: Die Rahmenbedingungen für Bobic, die Offensive noch entscheidend zu verstärken, haben sich seit dem vergangenen Donnerstag deutlich verbessert. "Das Schönste ist, dass in England nun das Transferfenster zu ist", so Bobic. "Jetzt reguliert sich der Markt ein wenig."